Stammzelltransplantation misslungen

  • Hallo zusammen,


    Nach einer Stammzelltransplantation bei meinem Onkel (keine Leukämie, sondern seltene Erbkrankheit) hat er nun nach Monaten die Aussage bekommen, es hätte nicht funktioniert.


    Die Zellen wurden nicht abgestoßen aber konnten sich ebenfalls nicht im Knochenmark einnisten.


    Seine Blutwerte sind schlechter als vorher.


    Haben die häufigen Infektionen dies verhindert?


    Wie kann man die Chancen auf Erfolg erhöhen bei einem erneuten Versuch?


    Für jede Anregung wäre ich sehr dankbar.


    Vielen Dank im voraus


    Viele Grüße


    Stefan

  • Welche Erbkrankheit wenn ich fragen darf?

    Myelodysplastisches Syndrom


    Das war auch der Grund, dass man sich für den Eingriff entschieden hatte, weil hier immer die Gefahr besteht, dass sich doch noch eine Leukämie daraus entwickelt.


    Erbkrankheit ist glaube ich auch nicht ganz richtig, es ist eher ein Gendefekt.


    Aber nach 8 Monaten scheint es so zu sein, dass sich die Stammzellen nicht in das angeblich faserige Knochenmark ansiedeln wollen.


    Bitte an der Stelle verzeihen, wenn das alles nur wenig medizinisch klingt.


    Was kann man machen, um die ordentliche Blutbildung zu fördern bzw. den Stammzellen beim Einnisten zu helfen?


    Vielen Dank im voraus

  • Nimmt dein Vater Medikamente, die Bismut enthalten? Habt ihr mal überprüft wie es mit Arsen in seinem Körper aussieht? Arsen scheint eine Rolle bei diesem Syndrom zu spielen. Normalwerte im Serum betragen <0,07 µg/L und im Urin sollte 80 µg/L nicht überschritten werden. Ab 150 µg/L können toxische Auswirkungen erwartet werden.


    Zusätzlich kann ein Kupfermangel zu ähnlichen oder beinahe identischen Symptomen des Syndroms führen. Daher würde ich raten, den Körper auf Kupfer zu überprüfen. Daneben scheinen Vitamin B12 und Folsäure ebenfalls wichtige Parameter zur Vorbeugung dieser Krankheit zu sein. Würde ich dann evtll. mit bestimmten lassen. Das könnte ich jetzt auf die schnelle herausfinden. Ich werde über die Tage mich da mehr einlesen und berichte dann weiter.


    Kannst du bitte noch kurz die Symptome auflisten? Treten kribbeln in den Gliedmaßen, Magen-Darm-Beschwerden, eine verzerrte Wahrnehmung der Gliedmaßen, allgemeine schwäche in den Gliedmaßen sowie Herzrasen auf?

  • Vielen lieben Dank schon mal für die ganze Mühe.


    Das klingt sehr vielversprechend. Denn alle Symptome treten bei ihm auf.


    Er ist jetzt in Rente, aber er hat als Handwerker sein ganzes Leben lang mit Fugenabdichtungen gearbeitet. Das ist nicht das allergesündeste...


    Den Arsenwert werde ich am Montag erfragen. Am Wochenende ist da ja niemand....

  • In diesem Zusammenhang ist nicht nur Arsen wichtig, sondern auch Kupfer. Bei einem Kupfermangel können katastrophale folgen entstehen. Die Krankheit deines Vaters kann auch durch einen Kupfermangel entstehen. Daher auch das bitte berücksichtigen.


    Das mit Bismut stell erstmal beiseite.

  • Zitat: In diesem Zusammenhang ist nicht nur Arsen wichtig, sondern auch Kupfer. Bei einem Kupfermangel können katastrophale folgen entstehen. Die Krankheit deines Vaters kann auch durch einen Kupfermangel entstehen.


    Antwort:

    Ärzte haben natürlich erst mal merkwürdig geschaut....


    Eine Frage dazu, wie werden Kupfermangel und Arsenwert überhaupt im Körper bestimmt?


    Auch über Blutuntersuchungen? Und wie aussagekräftig ist die Untersuchung, wenn er permanent Blutkonserven zugeführt bekommt aufgrund seiner schlechten Blutwerte? Bekommt man so nicht nur den Zustand des Spenderbluts?


    Weiterhin hat man uns jetzt mitgeteilt per dickem Patientenbrief:


    Er hat eine Fistel in der Leber, Niereninsuffizienz und hatte ein paar Mal Nierenversagen.

  • Beispielsweise im Urin oder Blutserum.


    Durch die Konserven kann man aber trotzdem schauen, ob die Spender einen Kupfermangel hatten oder nicht. Das mit der Leber und Nieren kann durch hohe Arsenwerte zustande kommen, muss aber nicht, da können etliche Faktoren eine Rolle spielen.


    Er bekommt jetzt aber nicht jede Woche neues Blut oder? Das kann ich mir nicht vorstellen. Das mit den Ärzten habe ich mir schon gedacht, dass die komisch gucken werden.


    Ist dein Vater dauerhaft im Krankenhaus? Falls nicht kann man das auch außerhalb des Krankenhauses machen.

  • Er ist seit 8 Monaten dauerhaft in Krankenhaus. Er war schon zweimal kurz in einer Reha, aber dort hat er sich dann immer wieder schnell eine neue Infektion geholt, dass er immer wieder nach wenigen Tagen in das Krankenhaus zurück musste.


    Er bekommt im Prinzip jede Woche neues Blut, weil die Zellen aus der Transplantation sich nicht eingenistet haben und nicht richtig funktionieren.


    Das soll dann auch die Leber und Nieren in Mitleidenschaft ziehen.