Aktives und passives Vitamin D?

  • Kälte und aktives Vitamin D

    "Einen weiteren Ansatz, der die beachtlichen gesundheitlichen Erfolge von Kaltwasseranwendungen erklären könnte, bringt der Vitaminforscher Dr. von Helden ins Spiel: Er hat im Eigenversuch gemessen, dass kalte Wasseranwendungen zu einer verstärkten Aktivierung (plus 17 %) des Vitamin D führen. Bekannt ist, dass durch Sport vermehrt passives Vitamin D in aktives umgewandelt wird. Das aktive Vitamin D spielt in unserem Körper eine gewichtige und vielfältige Rolle: Es aktiviert ein breites Spektrum an Genen, so dass diese aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erwachen und abgelesen werden können. Dadurch laufen wiederum bestimmte Körperprozesse stärker ausgeprägt ab. Weiße Blutkörperchen werden in Gang gesetzt. Aktives Vitamin D ist auch am Schutz vor Viren und an der Bereitstellung von Neurotransmittern beteiligt. Antibiotische Wirkungen werden durch aktives Vitamin D ebenfalls veranlasst und es spielt auch bei der Krebsabwehr eine wichtige Rolle. Generell werden hohe Spiegel an aktivem Vitamin D mit Langlebigkeit in Verbindung gebracht. Leider sind solche Reaktionen auf Kältereize bisher erstaunlicherweise wenig erforscht. Ich fände es sehr spannend, diese Beobachtungen in diesem Winter einmal zu überprüfen und solche Vorgänge vor und nach dem Eisbaden genauer zu untersuchen. Doch ganz unabhängig davon, welche biochemischen Erklärungsmuster nun die Richtigen sind – an den heilsamen Effekten von kaltem Wasser, mit denen Sebastian Kneipp schon vor 170 Jahren Menschen helfen konnte, ändert das nichts."

    gerade gelesen hier:

    : https://bioterra.biz/endorphine-eisbaden-und-immunsystem/

    wusst ich bisher nichts davon

    klingt aber schlüssig irgendwie

    habt ihr davon ne Ahnung

    bzw gibts dazu anderswo auch Literatur?

    ist ja schon spannend.....

    es würde ja dann nicht reichen wenn mensch sich im Winter mit substituiertem Vitamin D abfüllt, sondern der Lebensstil macht den Unterschied, also halt Sport oder nicht Sport oder Kältereize oder Warmduschen forever....!?

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (14. September 2024 um 21:35)

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Kälte und aktives Vitamin D

    ... dass kalte Wasseranwendungen zu einer verstärkten Aktivierung (plus 17 %) des Vitamin D führen. .. Doch ganz unabhängig davon, welche biochemischen Erklärungsmuster nun die Richtigen sind – an den heilsamen Effekten von kaltem Wasser, mit denen Sebastian Kneipp schon vor 170 Jahren Menschen helfen konnte, ändert das nichts."

    habt ihr davon ne Ahnung

    bzw gibts dazu anderswo auch Literatur?

    ist ja schon spannend.....

    Keine Ahnung, aber interessant. Mal schauen, was die Wissenschaft dazu sagt. Wie wirkt sich also Kälte auf Vitamin D aus? Eine Blitz-Recherche ergibt Folgendes: Ja wo-h-lllllll! Kälte hilft! Ganz klar! :):thumbup: Und zwar:

    Zitat

    Ganzkörperkryotherapie beeinflusst den Vitamin-D-Spiegel im Blut bei Menschen mit Multipler Sklerose Zusammenfassung Hintergrund: Ziel dieser Studie war es, die Auswirkung einer Serie von 20 Ganzkörperkryotherapie-Behandlungen (WBC) auf den Vitamin-D-Spiegel im Blut von Frauen mit Multipler Sklerose sowie von gesunden Frauen zu untersuchen und zu bewerten. Methoden: An dieser Studie nahmen drei Teilnehmergruppen teil. Die Experimentalgruppe umfasste 15 Frauen im Alter von 34 bis 55 Jahren, bei denen Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert worden war und die eine Ganzkörperkryotherapie erhielten. Die erste Kontrollgruppe bestand aus 20 Frauen mit MS, die sich keiner Kryotherapie unterzogen. Die zweite Kontrollgruppe setzte sich aus 15 Frauen im Alter von 30 bis 49 Jahren zusammen, die weder an neurologischen noch an chronischen Erkrankungen litten und ebenfalls an der Ganzkörperkryotherapie teilnahmen.

    Zitat

    Allen Teilnehmerinnen wurden zu zwei Zeitpunkten venöse Blutproben entnommen: am ersten Tag der Kryotherapie sowie nach Abschluss der 20 Sitzungen. Diese Proben wurden analysiert, um die wichtigsten Parameter zu bewerten und die Unterschiede zwischen den Gruppen zu ermitteln. Zum Einsatz kam das elektrochemilumineszenzbasierte Verfahren (ELISA) unter Verwendung des kompetitiven Assays für 25(OH)D (Gesamt-Vitamin D), der zur Messung der Vitamin-D-Konzentration [ng/ml] im menschlichen Körper konzipiert ist. Ergebnisse: Bei den Frauen mit MS wurde nach der Anwendung der Ganzkörperkryotherapie (CRYO-MS) ein signifikanter Anstieg des Vitamin-D-Spiegels beobachtet, während dieser Anstieg bei den gesunden Frauen nach der Kryotherapie (CONTROL-CRYO) statistisch nicht signifikant ausfiel. Schlussfolgerungen: Nach 20 Sitzungen Ganzkörperkryotherapie wurde bei Frauen mit Multipler Sklerose ein Anstieg des Vitamin-D-Spiegels festgestellt. Bei den gesunden Frauen zeigte sich nach der Kryotherapie ein Trend hin zu einem Anstieg des Vitamin-D-Spiegels.

    Zitat

    4. Diskussion Ein Vitamin-D-Mangel wird mit dem Auftreten, der Anfälligkeit, der Schubrate, dem Grad der Behinderung sowie dem Krankheitsfortschritt der MS in Verbindung gebracht [20,21,22,23,24]. Epidemiologische Daten stützen die korrelative Verbindung zwischen einem Vitamin-D-Mangel und/oder der Sonnenexposition im frühen Lebensalter einerseits und einem erhöhten Risiko, im Erwachsenenalter an MS zu erkranken, andererseits [25,26]. Zudem hat sich Vitamin D als schützender Faktor gegenüber MS erwiesen; niedrige Vitamin-D-Serumspiegel korrelieren mit einem erhöhten Risiko, an MS zu erkranken [27,28]. Der aktuellen Literatur zufolge ist Vitamin D an der Regulation des Krankheitsverlaufs der MS beteiligt. Dies legt nahe, dass bei MS-Patienten während eines Schubs niedrigere Serumspiegel von 25(OH)D3 vorliegen [29,30,31,32,33]. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass höhere Serumspiegel von 25(OH)D3 protektive Wirkungen hinsichtlich des MS-Risikos entfalten – wie etwa die Reduzierung von Schäden am ZNS und der Schubraten [34,35].

    Zitat

    Der genaue Wirkmechanismus von Vitamin D bei der MS ist nach wie vor unklar; er beruht jedoch wahrscheinlich auf dessen immunmodulatorischen Effekten auf Entzündungsprozesse im ZNS [36]. In unserer Studie beobachteten wir bei Frauen mit MS nach einer Ganzkörperkältetherapie (WBC) einen signifikanten Anstieg der Vitamin-D-Spiegel, wohingegen bei gesunden Frauen nach der WBC lediglich ein statistisch nicht signifikanter Anstieg festzustellen war. Bei der Analyse der Ausgangswerte (Baseline-Werte) fielen bei den Frauen mit MS – sowohl in der Studiengruppe als auch in der Kontrollgruppe – im Vergleich zu den gesunden Frauen höhere Spiegel auf. Es scheint, dass die Ganzkörperkältetherapie einen modulierenden Einfluss auf den Vitamin-D-Spiegel haben könnte – sowohl bei gesunden Personen als auch bei Patienten mit MS. Bei MS-Patienten werden häufig bereits zu Beginn der Erkrankung niedrige Serumspiegel von 25(OH)D3 (im Bereich von ca. 20 ng/ml) beobachtet [35,37,38,39]. Dennoch können bei Patienten auch normale Serumspiegel (über 30 ng/ml) gemessen werden, da es sich bei der Erkrankung um ein multifaktorielles Geschehen handelt.

    Zitat

    Ein Vitamin-D-Mangel bei MS-Patienten lässt sich teilweise durch jene Störungen im Vitamin-Stoffwechsel erklären, die bei diesen Patienten auftreten [40]. Im weiteren Verlauf der Erkrankung zeigen die Vitamin-D-Serumspiegel eine deutliche Tendenz zu einer weiteren Absenkung. Zu dieser Reduktion könnten zwei miteinander verknüpfte Faktoren beitragen: erstens das Uhthoff-Phänomen, bei dem Patienten dazu neigen, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, da die Wärme ihre Symptome verschlimmert; und zweitens die durch die Erkrankung bedingte körperliche Beeinträchtigung, die zu einer verringerten Aktivität im Freien und folglich zu einer geringeren Exposition gegenüber UVB-Strahlung führt [41]. Immunologische Mechanismen spielen in der Pathogenese der MS eine maßgebliche Rolle. Smolders et al. (2009) stellten fest, dass höhere 25(OH)D-Spiegel mit einer gesteigerten Funktionsfähigkeit regulatorischer T-Zellen sowie einem höheren Verhältnis von Th2- zu Th1-Zellen assoziiert sind; dies führt zur Abklingung von Entzündungen und zur Unterdrückung der Autoimmunreaktion [42].

    Zitat

    Bei Patienten, bei denen die Erkrankung bereits diagnostiziert wurde, übt Vitamin D wahrscheinlich eine schützende Wirkung aus und stabilisiert den Zustand des Patienten. Smolders et al. (2008) zeigten, dass bei Patienten mit schubförmig-remittierender MS, deren Erkrankungsdauer nicht länger als fünf Jahre betrug, höhere Konzentrationen an 25(OH)D mit einem verringerten Risiko für einen Krankheitsschub korrelierten [43]. Ähnliche Ergebnisse erzielten Pierrot-Deseilligny et al. (2012); sie wiesen nach, dass jede Erhöhung der 25(OH)D-Konzentration im Blut um 10 nmol/L mit einer Reduktion des Risikos für einen Krankheitsschub um 13,7 % assoziiert war [44]. In der von Simpson et al. (2010) durchgeführten Studie an einer Patientengruppe mit schubförmig-remittierender MS wurde ebenfalls eine inverse Korrelation zwischen der 25(OH)D-Konzentration im Blut und dem Risiko für einen Krankheitsschub beobachtet: Jede Erhöhung der 25(OH)D-Konzentration im Blut um 10 nmol/L ging mit einer Reduktion des Risikos für einen Krankheitsschub um 12 % einher [34].

    Die deutsche Übersetzung habe ich mit Hilfe von Google-Übersetzer gemacht. Der Link zur Studie in englischer Sprache:

    : https://web.archive.org/web/2025120613…-0383/14/9/3086

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (20. Mai 2026 um 08:40)

  • Ich dachte mir schon, dass Upina Spam ist. Immerhin war sie für mich der Anlass, nach Infos zum Thema zu suchen und auf diesem Wege mehr zu erfahren, z. B.

    Zitat

    Kältetherapie ersetzt zwar nicht die Sonnenexposition zur Synthese von Vitamin D; es ist jedoch erwiesen, dass eine akute Kälteexposition zelluläre Mechanismen anstößt, welche die Funktion des Vitamins unterstützen. Das Eintauchen in kaltes Wasser kann die mitochondriale Aktivität steigern und Biophotonen (winzige Lichtblitze) erzeugen, was dem Körper auf zellulärer Ebene dabei helfen könnte, das verfügbare Vitamin D effektiver zu nutzen. Wie Kältetherapie mit Vitamin D interagiert – Zelluläre Aktivierung: Eine plötzliche Kälteexposition steigert die Expression von Genen, die mit der mitochondrialen Energieproduktion assoziiert sind (wie z. B. PGC-1α). Dieser Prozess kann als Coaktivator für den Vitamin-D-Rezeptor (VDR) fungieren und so die Nutzung des verfügbaren Vitamin D durch den Körper effizienter gestalten. Biophotonen-Produktion: Einige Forscher vermuten, dass ein Kälteschock die Aktivierung von „innerem Licht“ innerhalb der Zellen (Biophotonen) auslöst; dies könnte einen Mangel an UV-Strahlen aus der Umwelt kompensieren und die lokale Umwandlung von Vitamin D anregen. Klinisch nachweisbare Steigerungen: Studien zur Ganzkörper-Kryotherapie (WBC) haben nach der Behandlung einen Anstieg der Vitamin-D-Serumspiegel festgestellt – insbesondere bei Patientengruppen wie etwa Menschen mit Multipler Sklerose.

    Zitat

    Synergistische Vorteile: Sowohl die Exposition gegenüber Kälte als auch eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung reduzieren – unabhängig voneinander nachgewiesen – systemische Entzündungen, fördern die Muskelregeneration und unterstützen die Immunfunktion. Maximierung der Vorteile: Um die Kältetherapie optimal für sich zu nutzen, umfassen gängige Protokolle typischerweise folgende Punkte: Temperatur: Studien deuten darauf hin, dass Wassertemperaturen zwischen 4 und 15 °C (39–59 °F) für einen „Kälteschock“ wirksam sind. Dauer: Eine kurze, plötzliche Exposition (typischerweise 1 bis 3 Minuten) ist in der Regel ausreichend, um eine Reaktion des Nervensystems auszulösen. Allerdings ist Folgendes zu beachten: Da die Kältetherapie kein Vitamin D aus dem Nichts erzeugt, stellt die Kombination von Kältebädern mit aktiven Vitamin-D-Quellen (wie etwa bestimmten Lebensmitteln oder geeigneten Nahrungsergänzungen, kurz NEM) sicher, dass eine Grundversorgung gewährleistet ist. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Blutdruckproblemen ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erforderlich, bevor Kältebäder gemacht werden, um unerwünschte Wirkungen zu verhindern.

    https:/ / www.morozkoforge.com/post/cold-biophoton-vitamin-d

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (20. Mai 2026 um 12:41)