Jeder Todesfall ist tragisch, nicht nur der durch das Coronavirus ausgelöste, nur - dieser Mann in Frankreich war 80 Jahre alt und allem Anschein nach gesundheitlich schon vorher angeschlagen.
Und was ich nach wie vor kritisiere ist, dass die Medien kein einziges Wörtchen darüber verlieren, dass es bereits 8.500 Personen gibt, die nach ihrer Corona-Infektion wieder gesund geworden sind. Übrigens auch der erste Genesungsfall in Deutschland.
Rechnerisch sind das dann etwas mehr als 12% der bisher aufgetretenen Fälle.
Zur Panikmache dann mal folgendes:
Wenn wir uns untenstehende Diagramme ansehen - einmal die aktuelle, allgemeine Grafik, die andere (in rot) mit dem täglichen Wachstum - fällt etwas auf - nämlich der plötzliche Kurvenknick nach oben vom 12.02. auf den 13.02.
Lagen die gemeldeten Fälle am 12. Februar noch bei ca. 44.700, waren es nur 24 Stunden später knapp 60.000 Fälle. Also ein Zuwachs von etwas mehr als 15.000 Fällen innerhalb eines Tages. Die Tage vorher hatten jeweils einen Zuwachs von 2.000 bis 3.000 Fälle, am 14.02. waren es dann ca. 6.000 Fälle mehr, heute, am 15.02., gegen Mittag, sind 500 neue Fälle registriert worden.
Woher kommt also dieser plötzliche Anstieg in der Grafik?
Kann für mein Empfinden nur eines bedeuten - nämlich eine Änderung in der Erfassung der Meldedaten und / oder eine andere Form der Laboruntersuchung. Vielleicht auch ein sensibleres Testverfahren.
Und je genauer, je sensibler ich messe, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen positiven Befund bekomme. Und umso höher dann natürlich auch die gemeldeten Fälle. Mit denen man schön Panik betreiben kann.
Und schwupps, steht auch wieder eine Melinda und Bill Gates-Stiftung mit 100 Millionen Dollar bereit für eine entsprechende Impfstoffentwicklung und -produktion. Natürlich nicht, ohne dass vorher durch Bill Gates eine "düstere Prognose" zu Corona abgegeben wurde. Der dabei nicht umhin kommt darauf hinzuweisen, dass diese Corona-Epidemie in Afrika zu weitaus größeren Problemen führen wird, als in China.
Aber, Mister Gates -100 Millionen investiert in humanitäre, sanitäre Hilfe, sowie in gesunde, vitaminreiche Lebensmittel, eine Versorgung mit Vitamin C, A und E würden "denen da unten in Afrika" sicherlich besser helfen, als irgendwelche dusseligen Spritzen.
Und weiter mit meiner Kritik - warum zum Kuckuck schreiben die Medien denn nicht in gleichem Stil über eine derzeitige Zunahme an Influenzafällen, beispielsweise in Deutschland? Die Zahl der Grippefälle allein in Bayern nimmt derzeit massivst zu - in den ersten 6 Wochen dieses Jahres liegen diese bei etwas mehr als 17.000 Fällen, 7.000 Fälle mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Schulschließungen im Bayernländle nehmen zu, da überwiegend Schüler von der Grippewelle betroffen sind. Und auch von Magen-Darm-Erkrankungen, die sich dort ebenfalls häufen.
Aber glücklicherweis hat das Paul-Ehrlich-Institut ja bereits 15.000 Dosen des neuen, saisonalen Influenza-Impfstoffes freigegeben.
(Der allerdings genauso wenig schützen wird, wie die entsprechenden Vorgänger-Impfstoffe, so viel ist mal sicher)