Ich Frage mich bei all den wissenschaftlichen Abhandlungen, wie nur meine Ahnen ohne Vitamin D in Kapseln oder Tropfenform überlebt haben?
Hmm ...? Vielleicht haben sie die Sonne nach dem Naturgesetz sinnvoll für ihre Gesundheit genossen ? Aber sorry, selbige war für jedermann und dazu kostenlos. Ich Depp! Was nix kostet ist auch nix. Gelobe Besserung!
Die Frage ist mehr als leicht zu beantworten und hat nichts mit Deppentum zu tun - Deine Ahnen lebten früher mehr im Draussen als im Drinnen, wie die Menschen es heute machen. Beim ersten Hahnenschrei aufstehen und schuften bis zum Sonnenuntergang war damals die Devise. Und zwar überwiegend auf dem Acker, also an der frischen Luft.
Durch die so genannte Bauernbefreiung und die Industrialisierung hat sich das dann extrem verschoben, die Menschen gaben die Landwirtschaft auf, wanderten ab in die immer schneller wachsenden Städte und verdienten sich ihren Lebensunterhalt immer häufiger in den stinkenden, verrußten Fabriken. Auch lebten die Städter wegen der Enge in den Städten in unsäglichen Zuständen - dunkle, enge Wohnungen in engen, stickigen Straßen, in denen sich selten ein Sonnenstrahl verirrte. Zu sehen ist dies heute noch in Hamburg, wo ein Teil des ehemaligen Gängeviertels in der Altstadt, wo die Häuser so eng beieinander standen, dass selbst Fuhrwerke ihre Not hatten dort durchzukommen, noch zu besichtigen ist.
Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung damals ist ganz besonders England, wo die rußigen Abgase der Industrie in den Städten dermaßen überhand nahmen, dass diese die Sonne verdunkelten, worauf es in England zu einer extremen Zunahme von Rachitis bei Kindern kam. Als Ergebnis davon wurde den Kindern dann der fürchterliche Lebertran eingeflösst, da dieser neben Omega 3-Fettsäuren und Vitamin A auch das Vitamin D enthält.
Es gab also auch damals schon Nahrungsergänzungsmittel.
Heute sitzen die Menschen den ganzen im Büro, die Kinder in der Schule und nachmittags auf dem Sofa vor der Glotze oder dem Computer. Wo soll da das Vitamin D herkommen? Von der Schreibtischlampe?
Das alles hat nun sicherlich nichts mit "was nichts kostet, taugt auch nichts" zu tun. Es ist einfach unsere heutige komplett desolate Lebensweise, die eine Substituierung nötig macht. In Zukunft noch mehr als heute schon. Denn bald gibt es ja 5G, da braucht man noch nicht einmal mehr aus dem Haus zu gehen, wenn der Kühlschrank leer ist. Das Einkaufen läuft dann automatisch. Also noch weniger frische Luft, noch weniger Bewegung und noch weniger Vitamin D.
Und wie man im Sachsenspiegel im März diesen Jahres lesen konnte, ist nach dem Kinder- und Jugendreport der DAK in Sachsen bereits jedes dritte Kind chronisch krank - die Kinder leiden überwiegend an Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis. Gerade diese drei sind schöne Beispiele für Erkrankungen, die mit einer vernünftigen Dosierung von Vitamin D nicht nur nicht entstehen müssten, sondern auch ruckzuck geheilt werden könnten.
Aber wie man sieht, lehrt uns die Geschichte, dass wir aus der Geschichte nichts lernen.