deshalb muss man nicht jeden Unsinn hinnehmen und brav befolgen, den sie sich ausspinnen. Sonst würde man irgendwann einmal auch Persönlichkeitsstörungen bekommen. 
Es gibt Menschen die gehen oder fahren ein halbes Leben lang immer den gleichen Weg zur Arbeit.
Sie sehen immer die gleichen Straßen, kaufen in den gleichen Läden, treffen die gleichen Leute.
Es ist der kürzeste Weg den sie kennen und ist Gewohnheit und ihnen vertraut.
( und täglich grüßt das Murmeltier)
Indem wir uns weigern, neue Wege zu gehen oder zumindest über andere Wege nachzudenken, schaden wir uns mitunter selbst am meisten. Denn wenn wir erst gar nicht losgehen, kommen wir auch nirgendwo hin.
Wir belügen und täuschen uns selbst,
Wo kämen wir hin, nähmen wir plötzlich einen ganz anderen Weg?
Das herauszufinden ist doch auch der Reiz des Lebens und vielleicht erlebt man sogar beim Umweg eine Überraschung.
Manchmal braucht es dazu einfach mal einen anderen Impuls jenseits der eigenen Betriebsblindhei die Brille zu wechseln
Das Loch in der Straße
Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren ... Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann es nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, heraus zu kommen.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Dieses Mal sehe ich es.
Ich falle hinein ... aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine Schuld
Ich komme sofort heraus.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.
ICH GEHE EINE ANDERE STRASSE
(Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und Sterben)