Ansonsten - viel Spaß bei der gendergerechten Umschreibung deutscher Klassiker wie Goethes "Erlkönig" oder Schillers "Lied von der Glocke". Interessant wird´s bestimmt auch beim "Zauberlehrling", denn einer der Besen fühlt sich sicherlich eher als Pinsel, denn als Besen.
Mir kommen bereits die Tränen, wenn ich auf Youtube diese Veblödungsmaschinerie mit zum Beispiel "Goethes Faust to Go", in der Vorschlagleiste sehen muß. Ein Lebenswerk erklärt in 5 Minuten? Dann hatte ich bereits bei dem Theaterstück "Nathan der Weise" gefragt, ob die Gymnasiasten, die dort haufenweise Kommentare, wie "Ich verstehe das trotzdem nicht, gibts da nicht irgendwo eine kurze Zusammenfassung, ich muß morgen eine Klassenarbeit darüber schreiben", ob die nicht mehr lesen und verstehen können, und ich wäre zu Schulzeiten froh über solch ein Theaterstück gewesen, da ich schon imemr Hörlerner war.
Aber schaut man sich mal in den Innenstädten um, habe ich sowieso den Eindruck, daß unsere Sprache ganz absichtlich abgeschafft werden soll. Die ganzen Werbeplakate selbst in den Schaufenstern kleiner Läden, mit denglisch machen mich mittlerweile nur noch wütend. ebenso auf irgendwelchen Produkten.
Aber ja doch, das paßt zum politischen Ziel, denn Muttersprache ist ein Teil der Kultur, und will man die Kultur zerstören, was für den Kommunismus das höchste Gleichmachziel überhaupt ist, und geistlose Untertanen heranzüchten, muß die Sprache verwirrt werden.
"Es ist ein Zeichen, daß wir uns selbst gering achten, solange wir uns gegen uns und gegen andere Nationen unserer Sprache schämen. Die Sprache, in der ich erzogen bin, ist meine Sprache. Nicht um meine Sprache zu verlernen, lerne ich andere Sprachen; nicht um die Sitten meiner Erziehung umzutauschen, reise ich unter fremde Völker; nicht um das Bürgerrecht meines Vaterlandes zu verlieren, werde ich ein naturalisierter Fremder: denn sonst verliere ich mehr, als ich gewinne. Sondern ich gehe bloß durch fremde Gärten, um für meine Sprache, als eine Verlobte meiner Denkart, Blumen zu holen: ich sehe fremde Sitten, um die Meinigen, wie Früchte, die eine fremde Sonne gereift hat, dem Genius meines Vaterlandes zu opfern." Johann Gottfried Herder