Wenn Du also auf meinen Beitrag antworten willst, solltest Du Dich vielleicht mal zuerst mit der von mir empfohlenen Literatur beschäftigen.
Ich beschäftige mich lieber mit China, das auch mal von Deutschland teilkolonialisiert war.
Wie wir wissen hat Mao erstaunliches geleistet, um ein Land, in dem der Kaiser praktisch Gott war und es eine strenge Dynastie gab, zu einem Land zu machen, in dem es eine gewisse Gleichheit unter den Menschen gibt.
Er hat natürlich auch Fehler gemacht.
Die kommunistische Volkspartei China hat Strukturen von unten nach oben und viele Menschen haben es bei Umsetzung von Maos Ideen übertrieben.
So wie das Volk selbst früher diejenigen, die gegen die Ideen verstoßen haben, öffentlich auf die Straße gezogen, zur Schau gestellt und wie Verbrecher behandelt hat, werden auch heute noch Menschen, die gegen das Volk und die gemeinsam mit dem Volk erarbeiteten Gesetze verstoßen, öffentlich zur Schau gestellt. Maos Ideen sind meiner Ansicht nach in China immer noch ziemlich lebendig.
Er hat damals schließlich selbst den Kaiser erfolgreich umerzogen.
Aufgrund des gestiegenen Wohlstands ist gemeinsam mit den massiven kapitalistischen Einflüssen, die den Menschen eine Freiheit vorgaukeln die sie nicht wirklich haben, auch die Überwachung, die es natürlich in jedem Land gibt (die politischen Parteien der USA haben über jeden Amerikaner ca. 20.000 unterschiedliche Informationen) sehr stark gewachsen.
Der chinesischen kommunistischen Volkspartei geht es auch darum, dass ihr Land vereinigt bleibt und es nicht zu Aufständen kommt, keinen Bürgerkrieg gibt und keine Unruhen herrschen. Andere Länder hatten schon etliche Bürgerkriege aus diesem Grund.
Mich selbst würde es dabei nicht im Geringsten wundern, wenn unser Imperium wie schon in vielen anderen Ländern, selbst dafür gesorgt hätte, dass dieser ganze Terror in China entstanden ist und dazu im Ursprung Al-Qaida und andere Terrorgruppen ins Land geschmuggelt hätte.
Denn das ist genau die Art, wie das Imperium seit Jahrzehnten arbeitet. Nur hat es sich bei China verrechnet.
Anhänger des Islam leben seit langem in den Territorien des modernen Chinas. Zum Beispiel werden aus der ethnischen Mehrheit in China, den Han-Chinesen, das Volk der Hui herausgegriffen, das sich nur in der mohammedanischen Religion unterscheidet.
Es gibt 56 Nationalitäten im Land, und ursprünglich bewohnten Han-Chinesen nur 40 Prozent des gesamten Territoriums. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bevölkerungen der fünf autonomen Regionen nicht nur in der Religion, sondern auch in der Kultur insgesamt, was immer wieder zu Befreiungsbewegungen und bewaffneten Konflikten geführt hat. Sowohl in Tibet als auch in der Inneren Mongolei kam es regelmäßig zu separatistischen Stimmungen.
In den 2010er Jahren bestand die reale Bedrohung durch Separatismus nur noch in Chinas größter Region, dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang.
Diese Gebiete wurden Ende des 1. Jahrhunderts Teil des chinesischen Han-Reiches. Der Islam drang dort jedoch erst Ende des 9. und Anfang des 10. Jahrhunderts ein, als die Große Seidenstraße durch diese Orte führte.
Davor waren dort andere östliche Religionen vorherrschend: Taoismus, Buddhismus, Zoroastrismus und Manichäismus. Die Uiguren erinnern sich auch an ihren eigenen, ziemlich mächtigen Staat, das uigurische Khaganat, das vom 7. bis zum 9. Jahrhundert existierte.
Das Uiguren-Problem eskalierte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.
Die zentralasiatischen Republiken erlangten ihre Unabhängigkeit, was bei den Bewohnern Xinjiangs nur Neid hervorrufen konnte – direkt daneben befanden sich neu gegründete Länder mit einer verwandten türkischen Kultur. In jenen Jahren wurden Afghanistan und Zentralasien von islamischen Extremisten zerrissen, und auch die Muslime Chinas dachten über einen bewaffneten religiösen Kampf nach.
Der utopische Traum von der Schaffung eines unabhängigen Staates – Ostturkestan oder Uyghurstan – wurde besonders populär, weil die Region weit hinter Ostchina zurückblieb.
Radikale, wie in Afghanistan, indoktrinierten die Analphabeten. Das meiste davon hatte nichts zu verlieren.
Auch die Uiguren und andere Muslime der Region (u.a. Kasachen, Dunganer und Kirgisen) leben eher dicht gedrängt und kompakt, fast alle im südlichen Teil der XUAR.
Aber die wohlhabenderen nördlichen Regionen werden hauptsächlich von Han-Chinesen bevölkert, von denen viele vom Staat speziell motiviert wurden, in die ärmste Autonomie zu ziehen.
In den 2000er Jahren wurden die radikalen Uiguren zu einem gefährlichen Feind der Volksrepublik China.
Terroristen des Islamischen Staates Ostturkestan verübten regelmäßig Anschläge, meist mit Messern, und töteten jedes Jahr Dutzende von Menschen.
Der berüchtigtste war der Terroranschlag auf den Tiananmen, Pekings Hauptplatz im Jahr 2013, als ein SUV in eine Menge Touristen fuhr.
Gleichzeitig fühlten sich Vertreter anderer gefährlicher Terrorgruppen, darunter Al-Qaida, die in Russland verboten ist, in XUAR wohl.
Ihre Zellen versuchten zusammen mit lokalen Extremisten, die Situation zu destabilisieren und Propaganda unter den Anwohnern zu betreiben.
Gleichzeitig versuchten die Uiguren aktiv, die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu ziehen.
Der Weltkongress der Uiguren, der von der Kultfigur Rabia Kadeer geleitet wird, hat seinen Sitz in München. Ihre Mitglieder hielten Kundgebungen vor chinesischen Botschaften ab und trafen sich mit prominenten westlichen Diplomaten. Internationale Organisationen schenkten ihnen Beachtung, aber es dauerte ziemlich lange, bis sie auf eine umfassende Unterstützung warteten.
Nach den Massenzusammenstößen von 2009 kam es zu schweren Repressionen gegen die Uiguren.
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