Ja, in der Tat, kann man glutensensitiv sein, ohne das die normalen Schulmedizinischen Tests auf Zöliakie/Sprue und Weizenallergie anschlagen.
Zöliakie/Sprue zeichnet sich durch ein T-zellvermitteltes Autoimmungeschehen. Der Körper bildet Antikörper was zur Zerstörung der Darmzotten führt.
Bei Weizenallergie finden sich spezifische IgE-Antikörper oder T-Lymphozyten, welche sich gegen bestimmte Allergene in Weizengetreide richten.
Werden Zöliakie/Sprue und Weizenallergie sicher ausgeschlossen so kann dennoch eine "Glutensensitivität" vorliegen. Hier erfolgt Diagnose mittels Ausschlussverfahren.
Was für Tests wurden gemacht?
Anzumerken ist, dass die Tests inmitten des täglichen längeren Verzehrs von glutenhaltiger Nahrung gemacht werden müssen, und nicht während der Karenzzeit. Sprich eine angestoßene glutenfreie Ernährung erst nach Durchführung von allen Tests in Absprache mit dem behandelten Arzt zu beginnen. Eine med. gesicherte Zöliakie/Sprue bzw. Weizenallergie - Diagnose kann nämlich in der Zukunft für den Fall der Fälle (wie etwa Arbeitsunfähigkeit und Beantragung der GdB etc.) sehr wichtig sein.