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Dienstag, 16. Dezember 2014, 12:03

Lektine

Dieses Thema ist sicherlich auch für alle Leser interessant, die sich mit "Ernährung" beschäftigen.

Zu meinem Beitrag: http://www.gesund-heilfasten.de/blog/gefaehrliche-smoothies/ schrieb ein Leser bezüglich der Lektine:

Zitat


Deine Aussagen zum Thema Lektine teile ich nicht ganz. Lektine sind teilweise doch recht hitzestabil und benötigen häufig eine Erhitzung über 110°c über eine Dauer von mehr als 10 Minuten, um sie in ihrer Wirkung unschädlich zu machen. Ganz besonders hitzestabil ist das Weizen-Lektin WGA. Daraus folgend sinjd m.E. Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und vor allem Soja (auch noch wegen der Phytinsäure) keine empfehlenswerten Lebensmittel, die häufig auf unserem Speiseplan stehen sollten. Ich selbst lebe seit einiger Zeit hervorragend ohne diese Lebensmittel und konnte meine Gesundheit, einschl. vieler meiner Blut-Laborwerte dramatisch verbessern.

Meine Antwort:

Lektine kommen in „allen Farben und Größen“. Sie können giftig sein, hitzestabil, anti-biotisch wirksam, hitzeempfindlich, ungiftig, entzündungsfördernd, entzündungshemmend und so weiter. Das heißt mit anderen Worten, dass die Eigenschaften von dem von Dir erwähnten Beispiel Weizen-Lektin (Weizenkeimagglutinin) nicht auf andere Lektine übertragbar sind. Eine nähere Charakterisierung der Lektine hatte ich seinerzeit unter Das Leaky-Gut-Syndrom – Löcher im Darm? geschrieben, wo Weizenkeimagglutinin und einige andere Substanzen im Getreide als „Anti-Nährstoffe“ charakterisiert werden. Unter Brot und Getreideprodukte gehe ich nochmals kurz auf die Rolle der im Getreide befindlichen Lektine ein.

Weniger problematisch – als „gutes“ Beispiel für die Wirksamkeit von Lektinen – sind die Lektine der Brennnessel (Brennnessel-Agglutinin UGA). Hierzu siehe auch Die Brennnessel: Inhaltsstoffe – Anwendung – Wirkung. Dieses Lektin aktiviert T-Lymphozyten und verhindert (bei Mäusen) die Ausbildung von Lupus erythematodes und Nierenentzündungen. Außerdem wirkt es anti-viral.

Andere Lektine sind notwendiger Bestandteil bei der Proteinsynthese, da sie hier als Chaperone dienen, wie Calnexin und Calreticulin im Endoplasmatischen Retikulum. Die Aufgabe dieser Lektine als Chaperone ist, neu gebildete Proteine beim Aufbau der Sekundärstruktur zu helfen, d.h. die korrekte Faltung der neuen Proteine wird erst durch diese Lektine ermöglicht. Ohne diese Chaperone wären die neuen Proteine mit inkorrekter Faltung funktionsuntüchtig und damit biologisch nicht verwertbar.

In Wikipedia (Lektine) gibt es eine gute Zusammenstellung der verschiedenen Klassen von Lektinen und ihren Eigenschaften. Die meisten Lektine binden spezifische Kohlenhydrate beziehungsweise Zuckermoleküle.

Meine Aussage zur Hitzestabilität der Lektine bezog sich auf Gemüse, in dem jedoch kein Weizen-Lektin zu finden ist. Kochen ist zum Beispiel bei Gartenbohnen die einzige Möglichkeit, die toxische Wirkung von Phasinen in den Bohnen zu eliminieren. Daher stimme ich zu, dass Gemüse einen anderen Gesundheitswert hat als Getreideprodukte. Das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Lektinen, die hier zu finden sind, ist jedoch ein nicht zu unterschlagender Bestandteil.

Franz-Anton

Erleuchteter

Beiträge: 553

Wohnort: San Fernando / La - Union Philippinen

Beruf: Kunsterzieher in Ruhestand

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Freitag, 1. Mai 2015, 08:32

guter Beitrag zum Thema Lektine

Hallo Rene,
Leider habe ich diesen Beitrag erst jetzt gelesen.
Auch mich beschäftigt dieses Thema schon sehr lange Zeit. Gerade bei Chronischen Erkrankungen so wie ständige Entzündungswerte sollte man bei unser täglichen Ernährung etwas genauer hinschauen.
Auch ernährte ich mich überwiegend am Anfang vegetarisch - vegan aber es brachte nicht den gewünschten Erfolg auf langer Sicht.
Für viele Menschen ist Brot ja immer noch ein Grundnahrungsmittel,und so wird es auch bleiben. Aber man muss das immer auch von mehreren Seiten aus sehen. Und für einen Chronisch Erkrankten kann es sich fatal auswirken. Es ist und bleibt ein weitgehend ungünstiges Kohlehydrat, und bringt wenn man es auch selbst herstellt keinen nennenswerten Effekt. Auch nachzulesen in dem Buch vom Kardiologen Dr. William Davis die Weizenwampe.
Das Maß war endgültig voll.
Vier Krebsfälle und ein Schlaganfall der letzten Jahre. Dazu noch meine eigene Borreliose hatten das Fass zum Überlaufen gebracht. Was wurde da alles nur falsch gemacht? diese Frage lässt sich so einfach nicht beantworten. Jedesmal stand ich unter Schockstarre und musste tatenlos mit zusehen!
Aber es fehlten wir damals auch noch gewisse Erfahrungen. Erst die Radikale Umstellung auf weitgehend zu 80 % Roh - Vegan kam der langersehnte Wunsch zur Genesung. Seit meinen totalen Verzicht auf Kuchen und Brot,erhitzte Fette auch pflanzlich, sowie Hülsenfrüchte, habe ich auch die letzten Baustellen meiner Chronischen Erkrankung besiegt. Hätte ich schon früher diesen Weg gefunden, wäre mir so manches erspart geblieben. Alles dazu in ausführlicher Form kann man auf meiner Seite unter dem Beitrag zur Gesunden Ernährung sowie Ausleiten und Entgiften nachlesen. Im Jahr 2009 war ich noch auf Gehhilfe angewiesen und seit dieses Jahr laufe ich wieder mehrere Kilometer Dauerlauf in der Woche. Denn nichts ist unmöglich.
Viele Grüße
Franz-Anton
Täglich Kokoswasser trinken hilft die Blutfettwerte senken, reinigt auch noch Blut und Nieren, und hilft dir beim Gelenke schmieren. ( Eigenzitat )

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Franz-Anton« (1. Mai 2015, 08:52)