Beiträge von René Gräber

    Ja, die Nebenwirkungsliste liest sich bei solchen Präparaten immer wie ein Krimi - Todesfolge oftmals inklusive.

    Wichtig ist aus meiner Sicht zuerst die Frage: Wie stark ist die Abflussbehinderung wirklich?

    Also: Wie groß ist die Prostata? Wie hoch ist der Restharn nach dem Wasserlassen? Wie ist der Harnstrahl? Gibt es nächtliches Wasserlassen, Drang, häufige Infekte, usw.?

    Zum Prostavit. Ich kann mich da auch nur auf das stützen was ich im Netz dazu lese. Erfahrungen mit dem Präparat habe ich nicht -- ich setze andere "Dinge" ein... Also: solche Präparate können grundsätzlich sinnvoll sein, wenn sie vernünftig zusammengesetzt sind. Typische Stoffe wären Sägepalme, Kürbiskern, Brennnesselwurzel, Zink, manchmal auch Roggenpollenextrakt oder Beta-Sitosterol. Das kann bei leichten bis mittleren Beschwerden helfen, vor allem beim Wasserlassen, Harndrang und nächtlichen Toilettengängen. Aber die Pflanze muss "gut" sein (Anbau, Verarbeitung usw) und auch die Dosierung muss passen.

    Kann man das ersetzen?

    Kommt auf die Fragen an die ich oben gestellt hatte... Wenn keine gefährliche Abflussstörung vorliegt, kann man durchaus über einen zeitlich begrenzten Versuch mit einem pflanzlichen Präparat sprechen.

    Ganz wichtig sind die weiteren Maßnahmen. Naturheilkundlich würde ich zusätzlich an folgende Punkte denken: Zucker und Alkohol niedrig halten, abends nicht zu spät große Trinkmengen, Beckenbodentraining (!) und tägliche Bewegung, Entzündungsherde prüfen, Gewicht reduzieren falls nötig... und dann der Darm! Verstopfung verschlechtert Prostatabeschwerden oft deutlich.

    Eine komplexe Frage...

    Nicht ganz einfach. In der Praxis "Standard", aber im Forum werden sich da manchen schwer tun...

    Also: wenn im Innenohr Haarzellen tatsächlich geschädigt oder verloren gegangen sind, dann wird es sowieso schwierig. Diese Zellen wachsen nicht einfach wieder nach, nur weil man Ginkgo, Safran oder irgendein Komplexmittel nimmt. Da sollte man sich keine Illusion machen. Genau deshalb ist eine gute Hördiagnostik wichtig: Audiogramm, Sprachverstehen bei Störgeräusch, usw. -- möglichst auch die Frage, ob es wirklich eine reine Innenohrschwerhörigkeit ist.

    Der Zusammenhang mit den Wechseljahren ist aus meiner Sicht aber durchaus zu sehen. Denn Östrogene wirken nicht nur an Gebärmutter und Knochen, sondern auch an Gefäßen, Nervengewebe, Entzündungsregulation und offenbar auch im Innenohr. Dass viele HNO-Ärzte diesen Zusammenhang nicht auf dem Schirm haben, wundert mich wenig. In der Praxis wird häufig erst dann reagiert, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Ich würde an Ihrer Stelle mehrere Ebenen prüfen:

    Erstens: Hormone.
    Wenn wirklich kaum noch Östrogen vorhanden ist und gleichzeitig typische Wechseljahresbeschwerden bestehen, wäre eine fachkundige bklärung sinnvoll. Ob Rimkus, transdermales Estradiol, Progesteron oder ein anderer Weg müsste man sehen. Dazu müsste ich mehr wissen: Labor, Beschwerden, Risikoprofil, Brust, Gebärmutter, Gerinnung, Leber und persönlicher Vorgeschichte im Blick usw...

    Zweitens: Mikrozirkulation und Stoffwechsel.
    Das Innenohr ist empfindlich. Alles, was Gefäße, Mitochondrien und Nervenversorgung belastet, kann dort eine Rolle spielen: Blutzucker, Insulinresistenz, Blutdruck, Entzündungen, Schilddrüse, B12, Folat, Homocystein, Ferritin, Vitamin D, Omega 3 Status.

    Drittens: Medikamente
    Ich würde "ototoxische Medikamente", frühere Lärmbelastung, häufige Infekte, Durchblutungsstörungen, Kiefergelenk, HWS und Stressachse überlegen.

    Zu den Naturmitteln:

    Ginkgo kann man versuchen. Ich würde eher an 120 bis 240 mg täglich für 8 bis 12 Wochen denken und dann nüchtern schauen, ob sich etwas verändert. Bei Blutverdünnern, OPs oder Blutungsneigung wäre ich vorsichtig.

    Omega 3, Magnesium, B-Vitamine, Vitamin D und eventuell Coenzym Q10 wären für mich keine „Ohrmittel“, sondern Mittel für Gefäße, Nerven und Zellenergie. Wenn dort Mängel bestehen, kann das relevant sein. Ohne Mangel oder klare Belastung darf man aber auch hier keine Wunder erwarten.

    Akupunktur kann bei Tinnitus, Stressregulation und vegetativer Übererregung natürlich hilfreich sein. Fragt sich natürlich wer macht die? Welche Methode. Ich erlebe da "gruseliges".

    Osteopathie, Kieferbehandlung, HWS-Arbeit und manuelle Therapie? Ist IMMER zu prüfen! Wenn Atlas und Axis nicht stimmen wird es ganz schwierig. Und wenn die nicht stimmen und das jemand richtet der das auch kann, kann das DER Bringer sein.

    Zum Hörgerät noch ein Wort: Ich verstehe vollkommen, dass man mit 56 kein Hörgerät tragen möchte. Aber ich würde es nicht als Niederlage sehen. Wenn das Sprachverstehen schlechter wird, bekommt das Gehirn dauerhaft zu wenig saubere akustische Information. Dann verlernt es mit der Zeit regelrecht, Sprache in Geräuschen gut herauszufiltern. Ein gutes Hörgerät kann deshalb auch Training für das Gehirn sein. Nicht sexy, schon klar.

    Ich muss mich hier wieder einmal als "Betreiber" / Verantwortlicher des Forums einschalten.

    Zunächst: Natürlich dürfen hier Links zu anderen Webseiten, Studien, Videos und auch YouTube-Beiträgen eingestellt werden. Das ist ja der Sinn / Gedanke des Internets gewesen. Man verweist auf Quellen, diskutiert Inhalte, prüft Aussagen und ergänzt eigene Erfahrungen. In einem Forum gilt das erst Recht. Eigentlich muss ich das hier gar nicht erwähnen - ihr wisst das.

    Aber: Nicht jeder Link ist automatisch ein hilfreicher Beitrag. Auch nichts Neues...
    Aber: wir erleben inzwischen eine Flut an Videos, die nach meinem Eindruck vor allem für den "Algorithmus" produziert werden. Reißerische Überschriften, viel Gerede, große Versprechen, dramatische Warnungen aber mir (sehr) wenig Substanz. Oft wird dabei KI eingesetzt, dann wird aus fremden Inhalten ein Video zusammengerührt, ohne dass erkennbar wäre, dass der Ersteller jemals selbst mit Patienten gearbeitet, Therapieerfahrungen gesammelt oder die Sache fachlich wirklich durchdrungen hätte. Der typische KI BLOB halt.

    Zum Beispiel ein von Torcer eingestellte Video (Kanal "Senioren Gesundheit"), das ich mir unter anderem angesehen habe, fällt für mich in genau diese Kategorie. Solchen KI-Blob brauchen wir hier sicher nicht. Nur weil ein Kanal zigtausend Follower hat, wird der Inhalt nicht besser. Das zeigt mal wieder dass die Masse noch nie ein Beweis für Qualität war -- ob diese 82.000 Abonnenten der "Senioren Gesundheit" alle echt sind? Wer weiß...
    Youtube verbietet das KI Zeug auch nicht, sondenr beginnt es zu kennzeichnen - soweit es entdeckt wird.

    Das Video von Ralf Blume ist völlig ok. Und auch der Inder der da spricht benutzt zwar KI in seinen Folien, scheint aber real zu sein. Ich habe das nicht weiter recherchiert. Und genau solche Sachen wollen / sollen wir hier diskutieren dürfen.

    Ferade Hochdosis-Vitamin D, Coimbra-Protokoll, usw... Wenn da einer echte Erfahrungen bringen kann - immer her damit. Gerade bei Vitamin D und vielem anderen ist das wichtig. Ich bin gewiss nicht dafür bekannt, Vitamin D kleinzureden.

    Zwischen sinnvoller Supplementierung, gezielter Laborkontrolle, therapeutischem Vorgehen und dem unkritischen Weiterreichen spektakulärer Videos liegen Welten. 60.000 IE täglich sind keine Hausnummer für den Eigengberauch - es sei denn man weiß genau was man tut. Ich kenne mittlerweile zu viele Patienten, die sich Megadosen von A-Z reinhauen: DMSO, Methylenblau, Vitamine, Lithium, usw. usw. Und ich habe mittlerweile ein paar wo da einige Sachen aus dem Ruder gelaufen sind.
    Klar: im Vergleich zur "Tabletten-Liga" machen die nur einen Bruchteil aus - aber die werden mehr...
    Also Augen auf.

    Zum Thema Urheberrecht und YouTube: Ich bin kein Anwalt. Ich lade selbst Videos auf YouTube hoch und kenne aus der Praxis, dass man beim Hochladen Lizenzen und Nutzungsoptionen wählen kann. Ob und in welchem Umfang fremde Videos besprochen, eingebettet, zitiert, übersetzt oder weiterverwendet werden dürfen, hängt von der konkreten Lizenz und vom jeweiligen Fall ab. Das sollten wir hier nicht mit wilden Behauptungen entscheiden. „Man kann es downloaden“ ist jedenfalls nicht automatisch gleichbedeutend mit „man darf es beliebig weiterverwenden“. Jedenfalls ist das mein Kenntnisstand - und Die Mama hatte es auch schon in einem Post oben wieder relativiert. Ja liebe Mama, da hst du etwas zu scharf geschossen um es mal konkret zu benennen.

    Also: Ich will mal wieder an den "Umgangston" erinnern...

    Man darf hier Forum deutlich widersprechen. Das gehört dazu. Man muss seine Worte auch nicht auf die Goldwaage legen - auch ein Grund warum ich Foren wie Yamedo oder das bei Symptome.ch unbedingt erhalten will. Ohne Tracker, ohne "Einordnungseingriffe" usw.

    Man darf deshalb auch sagen, dass man ein Video unseriös / schlecht findet. Aber Begriffe wie „Lüge“, persönliche Angriffe, Unterstellungen und gegenseitiges Herabsetzen bringen niemanden weiter. Wir diskutieren hier nicht, um den anderen niederzuringen, sondern um gemeinsam schlauer zu werden. Das gelingt selten (eigentlich nie) mit der rhetorischen Brechstange.

    Meine Bitte daher:
    Links ja. Videos klar. Kontroverse Inhalte? Natürlich. Youtube hat da übrigens eine nette Liste über die man nicht sprechen / empfehlen darf.

    Und wenn hier künftig vermehrt KI-generierte, reißerische oder offensichtlich nur auf Klicks gebaute Gesundheitsvideos eingestellt werden, behalte ich mir oder die Moderatoren (allen voran Bernd) vor, solche Beiträge zu entfernen oder entsprechend zu kommentieren. Dieses Forum soll ein Ort bleiben, an dem Erfahrung, Fachlichkeit und echtes Nachdenken mehr zählen als dieses lächerliche YouTube-Gebrüll.

    Ach ja... und ich darf noch aus dem Nähkästchen sagen:
    Ich reise seit zwei Jahren durch Deutschland und die Schweiz und spreche mit einigen Menschen. Darunter auch ziemlich bekannte aus der Gesundheitsszene die auch "stark" in Youtube sind. Es ist einfacher euch die aufzuzählen die überhaupt noch Patienten sehen, als anders herum! Ich war selbst relativ überrascht. Fazit: es gibt so schon einen Haufen "Schwätzer" da draussen -- da brauchen wir den KI Müll aus YT sicher nicht.

    Eine Leserin fragt mich:

    "Hast du eine Idee? Ich schwitze so am Kopf und keiner weis wo es her kommt Sommer für Winter."

    Ich meine:

    Starkes Schwitzen am Kopf kommt gar nicht so selten vor, vor allem bei Damen im fortgeschrittenen Alter. Leider kann man aus der kurzen Frage nicht viel ableiten. Aber vielleicht beteiligt sich die Fragestellerin hier noch :)

    Grundsätzlich würde ich ein paar Dinge abklären lassen, vor allem Schilddrüse, Blutzucker, Blutbild, Entzündungswerte, Leberwerte und die Medikamente, falls welche eingenommen werden. Auch hormonelle Umstellungen, Stress, vegetative Dysregulation, Histaminprobleme oder Kaffee können so etwas verstärken.

    Es gibt aber tatsächlich Menschen, bei denen man trotz Abklärung nichts wirklich Auffälliges findet. Dann bleibt oft nur die nüchterne Feststellung: Die Schweißregulation läuft überaktiv, besonders im Kopfbereich.

    In solchen Fällen versuche ich in der Praxis häufig, homöopathisch zu behandeln. Aber nicht nach dem Motto „Mittel gegen Kopfschwitzen“, sondern individuell: Wann tritt es auf? Eher nachts oder tagsüber? Bei Aufregung? Nach dem Essen? Mit Hitzegefühl? Mit rotem Kopf? Mit Erschöpfung? Gibt es Geruch, Kältegefühl, Herzklopfen, innere Unruhe?

    Das sind die Punkte, die in der Homöopathie wichtig werden. Ohne diese Details wäre jede konkrete Mittelangabe eher geraten.

    An dieser Stelle darf ich wieder einmal sagen, dass dieses Forum auf eigenen Servern bei Hetzner läuft; ansonsten keine Tracker etc.
    Theoretisch müssten alle Daten vom Server abgegriffen werden und die IP ermittelt werden.

    Insofern: nutzt mehr das Yamedo Forum ;) Genau aus diesem Grund halte ich das hier am Laufen!

    Wie Locke 38 es bereits per KI gut formulierte... Ich habe da eigentlich kaum Ergänzungen...

    Bei so einer Stuhlprobe gilt meist: möglichst frisch ist am besten. Wenn es organisatorisch nicht anders geht, kann die Probe in vielen Fällen auch heute entnommen und morgen abgegeben werden. Dann würde ich den Behälter gut verschlossen im Kühlschrank lagern, aber nicht einfrieren.

    Wichtig ist, dass die Probe sauber entnommen wird und nicht mit Urin oder Toilettenwasser in Kontakt kommt.

    Der entscheidende Punkt: Es hängt ein wenig davon ab, was genau untersucht werden soll und mit welchem Verfahren das Labor arbeitet. Bei einem Candida Verdacht ist eine kühle Lagerung bis zum nächsten Tag meist sinnvoll, aber die Praxis oder das Labor kann im Einzelfall andere Vorgaben haben.

    Mein pragmatischer Rat wäre daher: Wenn heute entnommen wird, dann kühl lagern und morgen möglichst früh abgeben.

    14 kg unter Anastrozol sind leider kein Einzelfall. Das Medikament greift massiv in den Östrogenstoffwechsel ein. Weniger Östrogen bedeutet häufig: veränderte Fettverteilung, mehr viszerales Fett, geringere Insulinsensitivität, teils weniger Muskelmasse. Und genau das macht Abnehmen deutlich schwerer - auch wenn man „weniger isst“.

    Zu den Shakes hier: konkret MetaFlow oder ähnliche Produkte...

    Ich wühle mich durch die Seite und finde keine Zusammensetzung. Nur das übliche:

    "Leckerer Stoffwechsel-Shake* mit 22 g Eiweiß, der dich beim Abnehmen unterstützt"

    Ah.. jetzt doch: im Aufklappmenu!

    Zutaten: Sojaproteinisolat (45 %), Hafervollkornmehl (37,5 %), Maltodextrin, Aroma, Trikaliumcitratmonohydrat, Tricalciumcitrattetrahydrat, Kaliumhydrogenphosphat, Magnesiumcarbonat, Süßungsmittel (Sucralose) Eisengluconat, Vitamin C, Zinkgluconat, Vitamin E, Niacin, Kupfergluconat, Pantothensäure, Mangansulfat, Vitamin B6, Riboflavin, Thiamin, Vitamin A, Folsäure, Kaliumjodid, Natriumselenit, Menachinon, Biotin, Vitamin D, Vitamin B12.

    Was mir am bittersten aufstößt: Sucralose!
    Sojaprotein... auch lecker!
    Zum Soja hatte ich mal was geschrieben:
    Soja - Warum ich das lieber nicht essen würdeˍ

    Und dann mit 5g Rapsöl pro Shake?
    Nein Danke.

    Apropos Marketing: ich sehe die Katzenberger macht dafür Werbung. Na... Und ne App gibt´s auch und mehr.

    Weiter unten im Shop gibt´auch leckere Riegel :)
    Zitat: "Der Sweet Harmony Riegel mit 11 g Eiweiß und Beta-Glucan für einen stabileren Blutzucker³ gibt dir nach dem Essen das gute Bauchgefühl, das bleibt."

    Fazit: Die Shake Diäten funktionieren durchaus - einfach weil man Kalorien einspart.
    Zum Slimfast Pulver hatte ich mal vor Jahren hier geschrieben:
    Slim Fast Pulver und Fertigdrink - Ist klar! Immer wieder Pulver, Pulver, Pulver...ˍ

    Ihr kennt das:
    „Du musst mehr Protein essen!“
    oder: „Fasten wäre gut.“
    oder: „Wir essen viel zu viel Eiweiß!“

    Ja was denn nun?

    Die Antwort ist relativ unbequem: alles kann stimmen – aber zur falschen Zeit ist alles falsch.

    Im folgenden Beitrag versuche ich das zu erklären -- das sollte die Verwirrung dann endlich mal beenden:
    : https://www.vitalstoffmedizin.com/naehrstoffbala…laengert-leben/

    Schaut euch Bild mal bitte an. Ich will etwas ähnliches erstellen - und zwar was "stichhaltiges".

    Die korrupte WHO kann ich da so nicht bringen.

    Aber ich denke an Sachen wie:
    Wir hatten Recht bei den Bildern von Bergamo.

    Wir hatten Recht, dass die Gentechspritzen keine Immunität verleihen

    usw.

    Jetzt da Kennedy aus den USA Deutschland direkt anspricht gibt das ein Momentum...

    Eine Leserin schrieb mir folgende Nachricht:

    Ich hätte heute mal eine Frage:
    Ich habe letzte Woche mal wieder meinen Vitamin-D-Spiegel messen lassen, so wie eigentlich jedes Jahr im Spätherbst. Dieses Jahr ist der Wert höher als letztes Jahr (111 nmol/l). Jetzt liegt er bei 162 nmol/l.
    Der Hausarzt hat natürlich zwangsläufig den Wert gesehen und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Haha… Ich bin der Meinung, der Wert ist super.

    Mich interessiert, wie viel IE ich bei dem Wert täglich weiter nehmen soll (also im Winter). Ich wiege 58 kg und nehme seit September täglich 6000 IE. Im Sommer, da ich viel draußen bin, täglich 2000 IE.

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Antwort:

    162 nmol/l -- hört sich viel an, ist es aber überhaupt nicht.
    162 nmol/l entspricht ungefähr 65 ng/ml. Ich schreibe das dazu, weil immer wieder jemand denkt, es seien ng gemeint – das wäre ein ganz anderer Bereich. In Deutschland wird meist in nmol/l gemessen, in vielen Studien hingegen in ng/ml. 1 ng/ml sind knapp 2,5 nmol/l.

    Zu deinem Wert: der liegt absolut im grünen Bereich. Problematisch wird es erst ab etwa 250–300 nmol/l (also deutlich über 100 ng/ml). Viele Hausärzte reagieren reflexhaft, weil ihre Laborzettel noch alte Referenzbereiche anzeigen, die mit moderner Vitamin-D-Forschung wenig zu tun haben. Machen werden hier vielleicht auch weiter unten schreiben, dass der Arzt keine Ahnung habe...

    Du nimmst seit September 6000 IE, wiegst 58 kg und bist viel draußen. Das erklärt den Wert. Ich würde das erst einmal weiter so beibehalten.

    Wichtig sind die Begleitstoffe, damit Vitamin D im Körper gemacht wird und nicht nur gemessen wird:

    – Magnesium, abends 200–400 mg (z. B. Glycinat)
    – Vitamin K2 (MK-7) 100–200 µg/Tag
    – optional Bor 1–2 mg/Tag

    Damit reduzierst du das Risiko für Kalziumverschiebungen, über das viele Ärzte gern reden.

    Zum weiterlesen: wir haben das Thema Vitamin D hier im Forum bereits ausführlich behandelt:
    Vitamin D3▪ (Ein Beitrag der seit über 10 Jahren läuft - ein echter Dauerbrenner!)

    Eine Leserin schreibt mir gerade wieder Fragen zu diesem Thema:

    Sie haben von den toten Zähnen gesprochen.... ich habe 6 Stück, die eine (Nr.6, rechts unten, dahinter ist kein Zahn mehr) ärgert mich seit 5 Tagen und hat einen kleinen Herd lt. Panorama-Röntgenbild vom 2.12.25. Im August 2025 war noch nichts a.d. Röntgenbild zu sehen.
    Ich habe einen Tiefenbiss und stehe ich vor einer Bisshebung, denn der Zahnsubstanz ist sehr abgerieben, ich habe ständig HWS Beschwerden. Ein Kieferchirung soll eine Wurzelspitzen-Resektion vornehmen, die Alternative wäre : Zahn raus, als Nr 7 ein Implantat und danach eine Brückenlösung. Ich weiß kein Rat und bin unsicher. Bitte helfen Sie mir.

    Ich kann auch hier nur wieder das sagen, wovon ich überzeugt bin (pauschal):

    Ich würde klar sagen: sechs tote Zähne sind sechs potentielle Entzündungsherde, die den ganzen Körper „verspannen“. HWS-Probleme, chronische Müdigkeit, Neuralgien, entzündliche Prozesse – ich habe das über Jahrzehnte immer wieder gesehen.

    Was mich hier stutzig macht: im August nichts – jetzt Herd sichtbar? Man müsste einen Spezialisten dazu befragen...

    Wurzelspitzenresektion bringt bei solchen Zähnen aus meiner Sicht selten nachhaltige Ruhe. Man schneidet etwas weg, aber die „Leiche“ bleibt im Knochen. Das kann ein paar Monate gut gehen, manchmal auch länger – aber die Grundsituation bleibt identisch: totes Gewebe, anaerobe Keime, Toxine. Ein Fass ohne Boden. Jedsenfalls sehe ich das so.

    Implantat kann eine Lösung sein, aber (wieder meine Sicht): nicht sofort nach der Entfernung. Erst ausräumen, ausheilen lassen, Knochenmilieu beruhigen und dann erst über Zahnersatz nachdenken. Sonst holst du dir die Störung einfach in die nächste Ebene.

    Bisshebung: Tiefenbiss + abgeriebene Zähne = jahrelanger Fehlbiss. Das reizt genau die Strukturen, die mit deiner HWS korrespondieren. Die Zähne sind nicht nur „schlecht“, sie sind wahrscheinlich Teil eines kompletten mechanischen Problems zwischen Kiefer, Atlas, Nackenmuskulatur.

    Eine andere Leserin zu meinem Beitrag kommentiert:

    "Bin auch in den Wechseljahren und nehme nichts. Habe auf vegane Vollwertkost ohne verarbeitete Lebensmittel und ohne Zucker umgestellt. Ohne zu hungern 28 kg weniger trotz Wechseljahre, durch kluge Kombinationen immer gut gesättigt, fühle mich 20 Jahre jünger und hatte zumindest bis jetzt noch keine einzige Hitzewallung."

    DAS ist genau das was ich auch beobachte... Mit der Ernährung kann man enorm viel machen!

    Ich lese gerade einen weiteren Kommentar auf fb für den ich sehr dankbar bin:

    "Erschreckend, wie plötzlich überall in den sozialen Medien "Experten" aus dem Boden schießen und uns Frauen erklären, wie toll die Hormonersatztherapie wirkt.

    Jedes Medikament hat (schwerwiegende) Nebenwirkungen. Ich weiß nicht, wie es heute ist. Aber werden junge Frauen inzwischen auf die langfristigen negativen Veränderungen in ihrem Körper hingewiesen geschweige denn davor gewaent, wenn sie sich die Pille verschreiben lassen?
    Die Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess, den wir durchschreiten. Doch die Werbung der Pharma und somit auch die Gynäkologen suggerieren uns, daß alles ganz schlimm wird ohne HET und daß wir nur mit Medikamenten wieder mehr Lebensqualität haben.
    Je mehr die Wechseljahre dramatisiert werden, je mehr es als ein Makel gilt, gerade als Frau alt zu werden und je mehr die Angst vor dieser Phase des Lebens bewusst geschürt wird, desto sorgenvoller und unsicherer gehen Frauen in diese Phase.

    Osteoporose.gehört ja bekanntlich zu den Nebenwirkungen einer hormonellen Therapie oder die Antidepressiva, die ja auch sooo gerne in den Wechseljahren verschrieben werden. Aber hey - keine Sorge!!! NATÜRLICH gibt es auch da Medikamente, die den Knochenabbau hemmen!

    Mit der Einnahme von Medikamenten hemmen wir zwar Symptome, geben unserem Körper dadurch aber keine Chance, sich selbst zu heilen. Jeder Mensch hat Selbstheilungskräfte. Die Natur hat das so erschaffen. Es ist ja logisch, daß sich alles viel schlimmer anfühlt, wenn wir dagegen ankämpfen. Und unsere Psyche spielt eine wesentliche wenn nicht sogar die wichtigste Rolle in diesem Lebensabschnitt. Deshalb sollten wir wieder mehr auf uns selbst vertrauen und den Weg des Lebens akzeptieren."

    Und noch ein weiterer Kommentar den ich gerne beantworten würde:

    "Hallo Rene, ich habe bisher in puncto Hormonbehandlungen in den Wechseljahren auch so gedacht wie Du. In letzter Zeit jedoch komme ich ins Grübeln, auch weil ich meine Ansichten und Überzeugungen immer mal wieder hinterfrage. Wenn Wechseljahressymptome wie schwere Schlafstörungen, Depressionen, schwere Erschöpfung, Gedächtnisprobleme auftreten, können diese Symptome natürlich auch jeweils andere Ursachen haben. Könnte aber nicht auch der Hormonmangel ursächlich sein? Klar, nicht jede Frau hat diese Symptome und evt. kommt eben etwas hinzu, was auch ausgeglichen werden muss. Aber könnten bioidente Hormone nicht auch hilfreich sein? Ich würde dabei immer zuerst den Hormonabbauweg der betreffenden Frau checken, um die Überführung der zugeführten Hormone in schädliche Metabolite auszuschließen. Wenn dies nicht der Fall ist, könnte man ggf. über eine Hormontherapie nachdenken.... Ich bin allerdings noch nicht fertig mit meinen Überlegungen und belese mich derweil weiter."

    Also...

    Ich gehe mal weg von der HET / bioident.HET und wechsle das Thema zu Schmerzen.

    Wenn ein Patient starke Schmerzen hat und sich im Moment (oder sein Therapeut) nicht anders zu behelfen weiß, als ein Schmerzmittel zu geben / nehmen, dann ist das erst einmal in Ordnung. Dabei spielt es erst einmal eine sehr nachgeordnete Rolle ob:

    Ibuprofen mit einem plötzlichen Herztod, Magenbeschwerden assoziiert ist, siehe:
    : https://www.naturheilt.com/ibuprofen/

    Paracetamol mit Leberproblemen:
    : https://www.naturheilt.com/paracetamol/

    ASS mit Magenproblemen:
    : https://www.naturheilt.com/acetylsalicylsaeure/

    Dicolfenac mit Schlaganfällen:
    : https://www.naturheilt.com/diclofenac/

    in Verbindung gebracht werden...

    Dazu muss man nur in die Beipackzettel der entsprechenden Mittel schauen.
    DAS ist aber in den allermeisten Fällen KEINE vernünftige Schmerztherapie, denn die Ursachen sind nicht beseitigt worden.
    Welche Ursachen? Na, darüber schreibe ich ja ausführlich, z.B. hier:
    : https://www.naturheilt.com/schmerzen/

    Jetzt wieder zur ursprünglichen Frage der Leserin (siehe oben).

    Ja... Hormonmangel kann Symptome verstärken. Aber ein Punkt wird in der Debatte oft übersehen und oft überhaupt nicht beachtet:
    „Hormonmangel“ ist nicht automatisch die Ursache!

    In der Praxis sehe ich seit Jahrzehnten: Schlafstörungen, Erschöpfung, Depressionen, Gedächtnisprobleme – das sind multifaktorielle Zustände.

    Wenn man weiter zurück geht kommt man wieder auf weitere Ursachen, um die sich bisher kaum jemand wirklich gekümmert hat, hier ein paar Beispiel:

    • chronischer Stress (Cortisol-Achse im Chaos)
    • Entzündung
    • Schilddrüse, Ferritin, B12
    • Schlafdefizit
    • Nebennierenschwäche (hat auch wieder zig Gründe!)
    • Darmflora / Leaky Gut Syndrom u.a.!
    • Insulin/Blutzucker
    • Mikronährstoffmängel (!!)
    • Fettleber (40% der Deustchen haben die!)

    Wenn diese Bereiche wackeln, wirken die Hormone (egal ob synthetisch oder bioident) wie eine Decke über ein unaufgeräumtes Zimmer: es sieht besser aus – aber die Unordnung bleibt.

    Beispiel:
    Ein klarer Vitamin-D-Mangel kann Wechseljahresbeschwerden verschlimmern – aber: er ist nicht als ursächlicher Motor fundiert belegt. Aber wenn der D-Spiegel nicht stimmt, wird einiges andere "schlechter" - bei vielen die Schmerzen (welcher Ursache auch immer), Infektionen stärker, usw.

    Bei Wechseljahresbeschwerden spielen dann vor allem Magensium, Omega 3, B-Vitamine (vor allem auch B12!) und allen voran der niedrige Ferritin / Eisenmangel eine Rolle! Mit niedrigen Eisenspeichern sieht man nämlich Müdigkeit, Haarausfall, depressive Stimmung, Schlafstörungen, usw.

    Wird das in der normalen "Schulmedizin-Praxis" kontrolliert / besprochen?

    Ja? Guter Ansatz! In der Praxis würde ich bleiben.

    Nein? Aber man bietet euch die neueste HET an (egal ob mit bioident oder ohne!), dann würde ich mir das überlegen.

    Kleine Anmerkung: sicher 90% der Praxen da draussen haben eine Gentechspritze verabreicht mit einer Datenlage und einem Erkenntnisshorizont auf Kindergartenniveau. Da sage ich nur: "Herzlichen Glückwunsch"!

    Ach ja: und eine Sache habe ich überhaupt noch nicht erwähnt!!

    Aus was werden denn Hormone gebildet??? Na?

    Na – aus dem, was die wenigsten auf dem Schirm haben: aus FETT.

    Genauer gesagt: das Cholesterin. Klingelt da was?
    Cholesterin -> Pregnenolon -> Progesteron / DHEA -> Östrogene / Androgene.

    Das ist die "Grundstraße" der Steroidhormone. Und deshalb ist es kein Wunder, dass Frauen mit:

    • zu wenig gesundem Fett,
    • zu wenig Cholesterin,
    • zu wenig Protein,
    • Nährstoffmängeln (B-Vitamine, Magnesium, Zink),
    • chronischem Stress

    im Hormonhaushalt „aus dem Takt“ geraten.

    Jetzt habe ich natürlich wieder das Fass mit den Fetten und dem Cholesterin aufgemacht. Aber da bekommt ihr von der pharmazeutischen Industrie ja eure Statine / Cholesterinsenker. TOLL!

    Wofür man Physiologie in der Medizin studieren muss? Braucht man eigentlich gar nicht. Es reicht meist zu wissen welche Beschwerden der Mensch hat, um dann in die entsprechende Lei(d)tlinie zu sehen und das entsprechende zu verschreiben. Ich glaube dass kann sogar die KI mittlerweile besser... *IRONIEOFF*

    Auf facebook stellte eine Dame zu meinem "Hormonbeitrag▹ˍ" folgende Frage:

    "Jetzt hab ich mal eine Frage. Ich bin durch die Wechseljahre irgendwie durchgegangen ohne Hormone- ich wusste nie , wo ich grade war-war ich noch in der Stufe davor , mitten drin oder schon danach?Ich hatte die letzten Jahre so viel Stress um die Ohren , daß ich gar keine Zeit hatte gross darüber nachzudenken-Fürs Schwitzen gab es Salbeitee und fürs Schlafen Melatonin und jetzt kommt schon meine Frage- es gibt ja ziemlich viele Hormone- nicht nur Östrogen und ich nehme seit einiger Zeit Pregnenolon-Davor nahm, ich auch DHEA-Du hast das jetzt so sehr allgemein gesagt "Hormone überdecken Symptome "-Gilt der Satz nur für Östrogen bzw HET oder sprichst du da allgemein?"

    Anmerkung: Mein ursprünglicher Post auf fb bezog sich auf einen Beitrag im Symptome.ch Forum:
    : https://www.symptome.ch/threads/hormon…hinweis.147453/

    Ich antworte hier im Forum weil auf facebook verschwinden die Antworten ja irgendwann alle...

    Also:

    Aus meiner Sicht ist das erst einmal nicht "falsch". Du bist trotz Stress und Chaos da durchgegangen, wie es der Körper ursprünglich vorgesehen hat: ohne synthetische Eingriffe. Salbeitee, Melatonin, ein bisschen Pflanzenkraft. So läuft es bei sehr vielen Frauen, die nicht dauernd darauf „hingeschaut“ haben oder in Therapien gedrängt wurden. Der Prozess ist grundsätzlich "normal" und für sehr viele Frauen ohne Beschwerden verbunden. Aber natürlich gibt es Frauen, wo das mit den Beschwerden aus dem Ruder läuft.

    Jetzt zu deiner eigentlichen Frage:
    Wenn ich (in einer fb Antwort zuvor) sage „Hormone überdecken Symptome“ – wen meine ich?

    Ich meine damit vor allem die klassische HET, also Östrogen, Gestagen, Kombinationen, Pflaster, Gels, orale Präparate.

    Diese greifen direkt in den Regelkreis ein, oft mit einer Wucht, welche die echte Regulation "überlagert". Das kann kurzfristig helfen (und tut es fast immer auch), aber mittelfristig wird der Körper passiv, weil er nicht mehr selbst ausbalanciert, sondern nur noch reagiert.

    Was ist mit Pregnenolon und DHEA?

    Das ist eine "andere" Ebene. Pregnenolon ist ein Vorläuferhormon. Es beeinflusst Stressachsen, Gedächtnis, Neurohormone. Das DHEA ist Teil der Nebennierenachse. Es wirkt schwach androgen, unterstützt Energie, Stimmung, Immunsystem. Auch das ist kein Vergleich mit einer Östrogen-Gestagen-HET.

    Bedeutet das: „Alles OK“?

    Nicht automatisch. Auch DHEA und Pregnenolon sehe ich per se erst einmal kritisch und würde wissen wollen, ob sie wirklich gebraucht werden.
    Aber sie sind kein „Überdecken“ im Sinne von: Symptome zudecken, Ursachen ignorieren.

    Für mich gilt: HET greift massiv in die zentrale Hormonachse ein. Pregnenolon und DHEA unterstützen Randbereiche der Regulation. Und das sind (soweit ich das verstanden habe) zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe.

    Und was deine Frage zur Einordnung betrifft: Viele Frauen können im Rückblick gar nicht sagen, wo sie genau waren – Prämenopause, Perimenopause, Postmenopause.
    Das ist normal. Der Körper arbeitet im Hintergrund – auch unter Stress. Manche spüren jeden Zacken der Kurve, andere "rauschen" da halb blind durch und andere merken es gar nicht.

    Du bist eher Kategorie 2. Und das ist aus meiner Sicht völlig in Ordnung...

    Könnte man das auch anders behandeln?

    Vielleicht / wahrscheinlich. Dazu müsste ich aber mehr Wissen....

    Hi Sascha,

    ich hatte dazu in einem Online Sprechstunde gesprochen:
    Darmsanierung verstehen – Video-Sprechstunde mit Praxiswissenˍ ;)

    die Idee hinter dem Bananenmehl (exakter: Grünbananenmehl!) ist vor allem der hohe Anteil an resistenter Stärke. Das ist eine Form von Stärke, die im Dünndarm nicht vollständig abgebaut wird, sondern erst im Dickdarm als „Futter“ für bestimmte Darmbakterien dient.

    Diese Bakterien bilden daraus kurzkettige Fettsäuren (z. B. Buttersäure), die wiederum die Darmschleimhaut regenerieren, Entzündungen dämpfen und den Blutzucker stabilisieren. Viele merken: weniger Heißhunger, bessere Verdauung, ruhigere Haut.

    Ich setze es gern in bestimmten Phasen einer Darmsanierung ein, auch bei Reizdarm, leichten Entzündungen oder nach Fastenkuren, um den Darmaufbau zu unterstützen – immer niedrig dosiert am Anfang (1 TL), weil die Flora / Patient darauf reagieren kann. Muss man testen.

    Das Glycin passt übrigens ganz gut dazu: wirkt leberentlastend, schlaffördernd und ebenfalls leicht entzündungshemmend. Zusammen ergibt das eine recht einfache, aber wirkungsvolle Kombination zur Stoffwechselberuhigung. Das Glycin mutiert sowieso zu meiner Lieblingsaminosäure...

    Grüße
    René

    Heute erreichte mich wieder die Frage eines Lesers:

    Mein Urologe empfahl mir "sabalvit uno" einzunehmen damit das Wasserlassen bei meiner ziemlich vergrößerten Prostata gut funktioniert. Ist das so in Ordnung?

    Oder was kann ich noch gutes Tun für meine Prostata mit 66 Jahren?

    Sabalvit uno – also Sägepalme. Klassiker bei gutartiger Prostatavergrößerung.
    Kann wirken, muss aber nicht. Die Studienlage ist… sagen wir: gemischt. Manche Männer profitieren spürbar, andere gar nicht. Ich habe Männer gesehen, bei denen die Beschwerden damit merklich besser wurden – und welche, bei denen es nichts war...

    Von daher: Ich würde meinen: absolut in Ordnung und einen Versuch wert.

    Was ich bei Prostata-Geschichten über Jahrzehnte immer wieder gesehen habe:

    1. Kürbiskernextrakt
    Nicht nur „Kerne knabbern“, sondern Extrakt mit Phytosterolen.
    Viele reagieren darauf besser als auf Sägepalme. Kann auch kombiniert werden.

    2. Brennnesselwurzel, kann Hemmung der 5-Alpha-Reduktase unterstützen. Also sehr interessant. Muss ein guter Extrakt sein und lange genug genommen werden.

    3. Zink & Vitamin D! Zinkmangel ist bei vielen Männern jenseits der 50 zu finden.
    Vitamin-D-Spiegel prüfen und "einstellen". Sonst wird es schwierig.

    4. Beckenboden! Überraschend unterschätzt: Ein gut trainierter Beckenboden kann das Wasserlassen erleichtern und den Harndrang normalisieren. Man findet leider kaum jemand der das wirklich gut ausbildet / trainiert.

    5. Blutzucker & Bauchfett! Ja, auch bei der Prostata. Je mehr Bauch, desto mehr Aromatase-Aktivität, desto ungünstiger das hormonelle Milieu.

    6. Entzündung kontrollieren... Omega 3, Ernährung usw.

    Ich bin mir sicher hier kommen noch mehr Tipps!