Meine Meinung zur Schulmedizin versus Alternativmedizin-Debatte

  • Oft ist es so, daß ich Kräuter einnehme, die gegen etwas wirken sollen, aber genau nichts tun, das ich merke.

    Dann höre ich immer, ich müsse sie öfter einnehmen. Oder mehr davon öfter.

    Das ist ein nicht enden wollender Kreislauf, bei dem ich manchmal den Eindruck habe, daß manche Kräuter entweder bei allen Menschen oder schlicht nur bei mir nicht so wirken wie versprochen.


    Um dabei nicht den Verstand zu verlieren, habe ich Kriterien festgelegt:

    1. Wieviel soll ich vom Kraut X nehmen?
    2. Wie lange soll ich diese Menge nehmen?
    3. Welches Ergebnis soll ich nach der Zeit X erwarten?

    Wenn man das nicht tut, wird man wahnsinnig. Wenn man etwa

    1. "Ein bißchen" von X nimmt, auch ohne zu wissen, wieviel wirklich drin ist
    2. X solange nimmt, "bis es wirkt"
    3. Glaubt, daß es schon irgendwann helfen wird

    dann wird man verrückt. Wie der Mensch, der bis zu seinem Tod durch Krebs daran glaubt, daß Blausäure ihn heilen wird. Oder Bleiche.


    Warum kann man nicht einfach das Gute in der Schulmedizin sehen?


    Wer von euch hat schon mal selbst eine Studie angefertigt, doppelblind? Wahrscheinlich keiner, ich auch nicht. Ich konnte jetzt auf die Schnelle keine Anleitung für eine eigene Doppelblindstudie finden.


    Die Kritik an der SM ist, daß sie gefährliche Zusatzstoffe in Medikamente gibt und auch die Hauptwirkstoffe Nebenwirkungen haben. Das stimmt.


    Ich sehe das Problem darin, daß hier keiner jemals etwas synthetisiert hat. Ich auch nicht. Weil wir weder wissen, wie es geht, noch die Geräte dazu haben.


    Vieleicht würde es weiterhelfen, wenn jeder mal einen Grundkurs in Pharmazie besucht, um die Erkenntnisse auf Kräuter anzuwenden oder, besser noch, bessere Zusatzstoffe zu entwickeln und Hauptwirkstoffe ohne gravierende Nebenwirkungen. Dann müßte man auch nicht Kräuter einnehmen, die nicht das bewirken, was man will, sondern kann sich selbst erschaffen, was einem hilft.


    Gerne lese ich von Beiträgen hierzu, die mir zustimmen und das im Positiven weiterdenken.

    Gegenmeinungen interessieren mich hier jedoch nicht, die würden nur zu einer fruchtlosen Debatte führen.

  • Willkommen im Forum Noah.


    Naturheilkunde und Alternativmedizin ist weit mehr als ein paar Kräuterchen, da könntest du dein Wissen erweitern bevor du urteilst meine ich.


    Die Schulmedizin mit all ihren pharmazeutischen Mitteln mag im ersten Moment scheinbar wunderbar helfen an der Stelle an der sie gebraucht wird, doch bedenke Noah Gutmann, genau im selben Maße macht sie an anderer Stelle im Körper was kaputt.


    Hast du dich schon mal mit einem schulmedizinisch vom Krebs geheilten unterhalten?

    Diese Menschen haben mit so vielen Beschwerden zu kämpfen, die durch die Chemos hinterblieben sind und irreparabel bleiben.


    Bedenke was Schmerzmittel im Körper zerstören auf Dauer, Immunsuppressiva für Rheumatiker oder abhängig machende Medikamente, Blutdrucksenker, Protonenpumpenhemmer, die Palette ist groß.

    Der Körper verlernt sich selbst zu heilen; Krankheit ist doch immer auch ein Hinweis zum Umdenken, neue Wege einzuschlagen und um mehr Bewusstsein und Verständnis für sich selbst zu bekommen.


    Ich gebe dir insofern Recht, manchmal nutzt die Unterstützung der Schulmedizin, wenn nichts anderes mehr greift oder vorübergehend für eine begrenzte Zeit oder wenn der Körper bereits so zerstört ist, dass nichts anderes mehr bleibt.


    Gruß Mara

    „Das ist die Seuche unserer Zeit. Verrückte führen Blinde.“
    – aus William Shapespeare: König Lear

  • Hallo Noah,

    auf dieser Basis ist kein nützlicher Gedankenaustausch möglich, da du eine vorbehaltlose Zustimmung zu deiner Meinung einforderst.

    Ich werde deshalb dieses Thema schließen.

    LG Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • bermibs

    Hat das Thema geschlossen