Pflanzenkunde

  • Guten Abend liebe Leute,


    Ich werde mal ein herzliches Hallo in die Runde :)


    ein paar Worte zu mir. Ich bin 25 Jahre alt und bin durch den Paganismus zur Kräuterkunde gekommen. Ein unendlich interessanter Bereich.


    Nun möchte ich meinem Körper regelmäßig was Gutes tun und fände dafür einen Medizinalwein ganz interessant. Um den Magen und das Herz zu stärken, was meint ihr kann man aus Wermuth und Weißdorn einen solchen Wein machen um den 2x die Woche zu trinken? Denn ich denk mir, das kann in jungen Jahren angefangen später fürs Alter nicht verkehrt sein .


    Freue mich auf eure Antworten

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Herzliches Hallo zurück :)

    Und zu Deiner Frage - ich sehe das mehr als kritisch. Nicht die Kräuterkunde, aber die Sache mit dem Medizinalwein.


    Viele solcher Heilmittel stammen aus dem Mittelalter, gerade Wein gehört oftmals zu den immer gern empfohlenen Substanzen. Dazu sollte man aber nicht vergessen, dass Wein Im Mittelalter meist deswegen genommen wurde, da sauberes Wasser zu diesen Zeiten nicht selbstverständlich war- Wasser aus natürlichen Quellen, wie Bäche, Flüsse oder auch Brunnen war sehr häufig verschmutzt und nicht zu genießen. Gerade die Städter waren davon stark betroffen. Und Milch oder auch Fruchtsäfte wurden damals eher selten zum Durstlöschen verwendet.


    Großer Beliebtheit erfreuten sich Getränke, die einen bestimmten Alkoholgehalt hatten, Getränke wie Dünnbier oder Wein waren weniger stark verunreinigt und der Alkoholgehalt des Getränks hatte gleichzeitig noch leicht konservierende Eigenschaften.

    Auch die Kirche förderte den Weinanbau - allerdings nicht aus Gründen zur Versorgung mit Grundnahrungsmitteln, sondern für ihre religiösen Zwecke, schließlich symbolisiert in den Augen der Kirche der Rebensaft das Blut Christi.

    Die Verwendung von Wein in der mittelalterlichen Medizinkunde hatte von daher eher profane Gründe.


    Auch leuchtet mir nicht ein, wie das Trinken dieses Medizinalweins von lediglich zweimal pro Woche, Herz und Magen stärken soll.

    Um das Herz zu stärken, wären sportliche Aktivitäten wie 2 oder 3 mal pro Woche Schwimmen, Walken oder auch Radfahren sicher sinnvoller. Auch sollte der Körper darin unterstützt werden, Stickstoffmonoxid (NO) zu produzieren, es fördert die Durchblutung des Herzens und des gesamten Organsimus. Dazu eignen sich ganz hervorragend Lebensmittel wie Spinat, Grünkohl, Mangold, Brunnenkresse, Weißkohl oder auch Brokkoli. Sie alle sind Lieferanten für die Ausgangsstoffe, die zur NO-Produktion benötigt werden. Auch Salbei, Weißdorn, Pfingstrose und der Chinesische Ginseng gehören dazu.


    Und letztlich - Alkohol ist reines Gift für den Körper, schon kleine Mengen an Alkohol reduzieren die Thetawellen im Gehirn um die Hälfte. Thetawellen zeigen, wie es um die Entscheidungsfähigkeit bestellt ist.

    Und Alkohol jagt das Magnesium dermaßen schnell aus dem Körper, dass er Tage benötigt, um ein Defizit wieder auszugleichen.

    Die einzige Waffe gegen Corona ist der gesunde Menschenverstand. Leider sind die meisten Menschen unbewaffnet.

    Wem aber bereits ein Licht aufgegangen ist, den kann man nicht mehr so schnell hinter´s Licht führen!