Schwefelhaltige Stoffe / Aminosäuren

  • Hallo hallo,


    ich suche Infos, Berichte usw... alles über schwefelhaltige Stoffe-Aminosäuren - Leberprobleme - Fibrose- Zirrose.


    Methionin, SAMe, Taurin usw...


    Im Netz findet man wiedersprüchige Meinungen dazu. Was genau passiert nun mit den schwefelhaltigen Stoffen in der kranken Leber.


    Ich habe hier einige Infos vorliegen, aber auch da ist es teils wiedersprüchig, möchte aber auch eure Meinung dazu. Insbesondere die von René Gräber :)


    Vielen Dank





  • du schreibst/fragst sehr allgemein. Damit wird es schwer, ohne auszuufern eine kurze Antwort zu geben.


    Bei den eigentlichen Aminosäuren gibt es ja nur zwei, die Schwefel enthalten: Cystein und Methionin
    Alle anderen enthalten diese als Bausteine.


    Es gibt aber noch weitere wirksame Schwefelverbindungen außerhalb der Aminosäuren. Hier wären DMSO (Dimethylsulfoxid) und MSM (Methylsulfonylmethan) zu nennen.


    Hier auf das Wirkungsspektrum einzugehen würde zu weit führen.


    Vielleicht kannst du ja deine Frage etwas präzisieren und eingrenzen.
    Liebe Grüße
    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Mir geht es ersteinmal um Aminosäuren wie z.B Methionin und Taurin (Aminoethansulfonsäure), warum schwefelhaltige Aminosäuren bei Leberzirrose nicht gut sind- was genau passiert mit denen in der kranken Leber.


    Es geht mit nicht um DMSO, MSM usw...

  • Also ich möchte nicht den Ablauf/Biosynthese wissen wie L-Methionin- SAM - Homocystein - Cystathionin - L-Cystein - Taurin, Cholin, Carnitin usw... / mit Vit.B usw...


    Sondern eher warum schwefelhaltiges bei Leberzirrose nicht sinnvoll ist zu geben, wenn es denn wirklich so sein sollte.


    Mir war immer so das ein Mangel an L-Methionin eher zu Leberfibrose/Zirrose führen kann und es eben auch bei starken Leberproblemen eingesetzt wird, auch bei hepatotoxisch wirkenden Substanzen.


    Ich hatte auch mal ein Link, auch in Verbindung mit HE wo stand das es reduziert werden sollte, nur ich finde es nicht wieder und auch nicht die Begründung. :(

  • Danke dir, aber das hilft mir nicht. Das Buch habe ich hier, aber da seht es nicht drinne. Es wird erwähnt das Methionin einige für sinnig bei Leberprobleme halten, aber nicht warum und warum bei Zirrose es event nicht mehr gut sei.

  • Ich habe immer noch nicht wirklich was gefunden, warum Taurin und Methionin z.b nicht bei Leberfibrose eingesetzt werden sollen.


    Unabhängig davon das BCAA schon sinnvoll wären und aromatische weniger gegeben werden sollten, was mir einleuchtet.

  • In der von Bernd genannten Literatur von René Gräber
    steht u.a. auch: (auf Seite 49)


    "...Bei alkoholbedingten Leberschädigungen sorgen die Vitamine A. D, E und K auftretenden Fettresorptionsstörungen entgegen. Hier greife ich öfter auf das Kombinations-Präparat Leber Health Care zurück, dass in Deutschland von der Firma Peak Nutrition vertrieben wird. Es ist quasi ein „Allroundprodukt“, das Pflanzenextrakte aus Mariendistel, Artischocke, Kurkuma, Sesamin, Betain, Taurin, Rutin, Quercetin, Zink und Selen enthält."


    Es sieht also so aus, als würde Taurin u.U. nicht schädlich wirken.


    Auf Seite 49
    steht auch (weiter oben):


    "Bei chronischen Hepatitiden, Leberzirrhose und Leberschädigungen durch Alkohol sind die Substanzen Cholin, Methionin, Orotsäure und die B-Vitamine zusätzlich angezeigt."


    Da eine Leberfibrose auch als Vorstufe zur Leberzirrhose verstanden werden kann, scheint also auch Methionin u.U. nicht schädlich zu sein. Außer in Fällen besonderer Unverträglichkeit...: Am besten den Therapeut Ihrer Wahl fragen.


    Die Ansätze im Buch halte ich für sehr empfehlenswert:
    - Ernährungsempfehlungen (was ist hilfreich <--> was schädigt)
    - Therapie - Vorschläge:
    Was hilft:
    Mariendistelextrakt / Silymarin,
    Artischocke,
    Flohsamenschalen,
    Gerstengras,
    Wärmflasche
    und einiges mehr... (siehe im Buch)


    http://www.gesund-heilfasten.d…gische-lebertherapie.html


    Alles Gute!

  • Danke dir, das Buch habe ich hier liegen. Mir fehlte das warum!


    Es ging in dem Bericht, den ich nicht mehr finde, um Methionin usw..
    Irgendwas in der Richtung wie aromatischen
    Aminosäuren wie Methionin entsteht im Stoffwechsel Mercaptan, das im Zentralen Nervensystem zu Bewusstseinstörungen führt und da die Aminosäure nicht zu den BCAAs gehört sondern zu den aromatischen und der Abbau erschwert ist usw...
    Bei zunehmender Leberzirrose steht im Plasma ein Konzentrationsanstieg von Methionin und ein Abfall von Taurin Cystein und Glutathion gegenüber... Methionin alleine darf nicht gegeben werden, wenn nur mit Cholin usw...
    Ich bekomme es nicht mehr zusammen und finde es nicht wieder.


    Es war eher ne rein theoretische Frage zum Ablauf in der Leber.


    Ein Therapeut oder Arzt brauche ich nicht fragen, die meisten Antworten sind solche wie ....es ist nicht schädlich, oder bitte nicht geben oder es ist Hilfreich usw... solche Aussagen sind mir aber nicht hilfreich, denn das warum fehlt mir.
    Oft wird dann erwähnt wenige schwefelhaltige Aminosäuren geben, nicht extra zufügen usw...


    Es ging nicht um mich, ich bin nicht betroffen, eher was mein Job betrifft und meine Neugier um Hintergründe zu verstehen.


    Bei Mariendistel, Curcumin, Löwenzahn und Co gibt es Erklärungen, man versteht warum, da man weiß wie und wo sie wirken.
    Im Zusammenhang von schwefelhaltige Aminosäuren u.a Methionin Taurin und co fehlen mir paar Schritte. Vielleicht will ich einfach zu viel wissen :)