nein, es gibt sogar Astromedizin und es gab eine Zeit, da war jeder Arzt gleichzeitig auch Astrologe.
Stimmt. Hippokrates beispielsweise. Der einst sagte, dass ein Arzt ohne Kenntnisse der Astrologie nicht das Recht habe, sich Arzt zu nennen. Hippokrates meinte aber auch, dass Krankheiten nur entstehen, wenn die vier Körpersäfte - schwarze Galle, gelbe Galle, Schleim und Blut - nicht im Einklang miteinander stehen. Mit Methoden wie beispielsweise häufigem Aderlass und Erbrechen, wollte er diesen Einklang dann wieder herstellen. Aus heutiger Sicht wirkungsvolle Heilmittel entwickelte er allerdings nicht.
Soviel also dazu.
Wenn man nichts darüber weiß, nicht einmal sein eigenes Horoskop kennt, kann man auch nichts davon verstehen und eigentlich auch gar nicht mitreden.
Och nö, das hatten wir hier vor einiger Zeit schon. Und wenn Du solch eine Aussage machst .... dann ist es wahrscheinlich am besten, gleich mal zwei Drittel des Forums zu schließen.
Und ob ich mitreden kann? Zumindest kann ich hier meine Ansichten vertreten wie jeder andere auch. Zumindest kenne ich aber schon mal den franz. Psychologen und Statistiker Michel Gauquelin und sein Serienmörder-Experiment aus 1968:
Dabei schickte er an 150 Personen, die er über ein Zeitungsinserat angeworben hatte, deren "ganz persönliches" Horoskop. Was diese 150 Personen allerdings nicht wussten - jeder erhielt den gleichen Text, den Gauquelin einfach aus Textbausteinen eines Astrologie-Programms am Computer erstellt hatte. Als Berechnungsgrundlage nahm er dazu für alle Probanden lediglich die Geburtsdaten des Serienmörders Marcel Petiots. Anschließend stellte Gauquelin seinen 150 Probanden etliche Fragen, unter anderem auch danach, ob sie sich und ihre persönlichen Probleme in ihrem Horoskop wiedererkennen würden. 141 Personen bestätigten dies, 135 von ihnen fanden die Aussagen in ihrem Horoskop sogar als sehr passend.
Soviel also dazu.
Bei solch einem Hintergrund - und es gibt weitere solcher Beweise - ist es mir eigentlich völlig schnuppe, ob ich mein Horoskop kenne oder nicht. Und ich erlaube mir die Freiheit der freien Rede, wenn ich sage, dass ich solche Dinge einfach nur als Humbug und Nonsens empfinde.
Seitdem der Mensch ein Großhirn entwickelt hat und angefangen hat bewusst zu denken, sucht er sein Heil in allen möglichen Gottheiten. Die mesopotamische Kultur betete alte Naturgottheiten an - Mondgötter, wettergötter, Fruchtbarkeitsgötter und einen Sonnengott. Krankheiten und Unwetter wurden als Strafe der Götter betrachtet, auch ein Regenbogen am Himmel oder die Farbe und Lage von Steinen auf der Erde am Wegesrand, wurden als gutes oder schlechtes Zeichen der Götter interpretiert.
Die Griechen hatten später ihren Göttervater Jupiter, bei den Römern war es Zeus. Die einen hatten ihre Athene, die anderen ihre Minerva. Es gab Götter für den Krieg, für den Wein, für die Weisheit, für Liebe und die Schönheit. Hades und Pluto waren die Herrscher der Unterwelt.
Bei den Azteken rollten Köpfe, um die Götter gnädig zu stimmen, bei den Maya ebenfalls. Es gibt den Gott der Christen, den der Juden, den der Moslems. Und in Indien kennt man sage und schreibe über 30 Millionen Gottheiten, dort gibt es sogar jeweils einen Gott für jeden einzelnen Tag.
Und warum das alles?
Weil der Mensch nicht damit klarkommt, dass das Leben endlich ist, oder früher weil er Natur und Naturgewalten nicht verstand: Woher kommt der Blitz am Himmel, woher kommt der Sturm, warum ist das Meer mal sanft, warum mal zornig? Warum geht die Sonne abends unter und taucht am Morgen wieder auf? Ganz schlimm waren dann natürlich Sonnen- und Mondfinsternis. Und seit jeher versucht der Mensch daher, mit seinem kleinen Verstand die Zukunft vorherzusagen, Um vorbereitet zu sein auf zornige Götter und ihre Naturgewalten. Und er erschuf in Folge von zunächst einfacheren Mitteln später dann Horoskope.
Den Göttern sei Dank, dass eine Vorhersage bis heute dennoch nicht funktioniert.