Der Papst schmückt sich ganz offen mit teuflischen Zeichen, allein schon die Farbe Purpur, und generell empfinde ich sein Amt als absolut gotteslästerlich. Er nennt sich auch Pontifex Maximus, was ein Titel der römischen Kaiser war.
Dass die katholische Kirche seit Jahrhunderten jede Menge Dreck unter der Kutte hat, ist hinlänglich bekannt, das Vermögen dieser Kirche ist nichts anderes als Blutgeld.
So weit, so schlecht.
Die Farbe Purpur hat allerdings nichts mit dem Teufel zu tun:
Purpur ist zunächst nichts anderes als Violett - eine MIschung aus Rot und Blau. Überwiegt der Rotanteil, spricht man von Purpur, die Farbe stellt ein Gleichgewicht zwischen dem Blau des Himmels und dem Feuer der Erde, zwischen dem Geist und dem Körper her.
Früher wurde der Purpurfarbstoff aus der Purpurschnecke gewonnen und galt lange Zeit als der teuerste Farbstoff überhaupt. Und da die Farbe von jeher die Spiritualität und, neben königsblau, die Verbindung zum Geistigen symbolisiert, tragen Kardinäle und hohe Kirchenträger seit jeher Purpur.
Purpur ist eine in der Natur seltene Farbe und erregt daher sehr leicht visuelle Aufmerksamkeit. Wegen seines Farbpigment-Wertes im Mittelalter und der damit verbundenen Kosten für purpurne Gewänder wird dieser Farbe Würde und Spiritualität beigemessen.
Und zu Pontifex Maximus:
Im alten Rom war ein Oberpriester ein Pontifex, im Mittelalter war ein Bischof oder ein Papst der Pontifex maximus. Der Begriff kommt aus dem lateinischen Wortschatz, was ursprünglich "Brückenbauer" bedeutet. Abgeleitet aus "pons" (Brücke, man beachte hierbei auch den Fremdwörterduden "pons"), bzw. dem Genitiv "pontis" und dem Wort "facere" (machen). Diesen Beinamen sollen Priester erhalten haben, da ihnen der Bau des "Pons Sublicius" (der ältesten Brücke Roms) zugeschrieben wird.
Und Pontifex maximus bedeutet also im Umkehrschluss "oberster Brückenbauer". Besonders Cäsar bewarb sich für dieses höchste Amt, weil es für ihn einen hohen politischen Nutzen bedeutete.
In der Kaiserzeit war das Amt des Oberpontifex stets mit dem Kaisertitel verbunden. Daran änderte sich auch unter Kaiser Konstantin nichts, der den Christen eine bevorrechtigte Stellung im römischen Reich einräumte. Das heidnische Oberpontifikat blieb also fester Bestandteil der kaiserlichen Ehren bis Kaiser Gratian, 359 bis 383 n. Chr., diesen Titel ablegte. Die nachfolgenden Kaiser nahmen ihn dann nicht mehr auf.
Für das 4. und 5. Jahrhundert muss man dann feststellen, dass die Päpste den Titel Pontifex maximus wieder aufnahmen.
Über das Warum gibt es eine ältere und eine jüngere Forschungsmeinung, wird hier jetzt aber zu weit führen. Hängt unter anderem mit der Abschaffung des Königstums zusammen.