Dann schreiben die hier wohl auch Quatsch?
: https://ambulantes-schmerzzentrum.de/behandlungen/m…ransdermal.html
Prima, da empfiehlt ein Dr. Kammermayer die transdermale Magnesiumtherapie mit Mg-Chlorid nach einer Rezeptur von ... Dr. Kammermayer.
Und erklärt auf seiner Homepage noch, dass Mg-Chlorid vom Körper am besten aufgenommen wird, was in seinem Beispiel gegenüber Mg-Oxid zwar stimmt, nur "vergisst" er dabei zu erwähnen, dass die beste Magnesium-Verfügbarkeit durch Mg-Citrat, also einem organisch gebunden Magnesium, erreicht wird. Auch vergisst er zu erwähnen, dass Mg-Chlorid durch seinen Chloridanteil schnell zu einer Säurebelastung im Körper führt.
Er führt weiter aus, dass es durch die transdermale Verwendung keine Darmkrämpfe oder auch Durchfälle mehr gibt, anders als bei oraler Aufnahme. Das ist grobe Irreführung von Patienten durch Weglassen! Zu Durchfällen bei Magnesiumeinnahme kann es nur kommen durch eine zu hohe Dosierung, meist über 800 oder 900 mg. Und diese bekommt man ganz schnell in den Griff, indem man einfach die Dosierung reduziert. Eine zu hohe Dosierung reduziert sich somit praktisch von alleine.
Man erfährt zudem auf seiner Homepage, dass Magnesiumchlorid, also transdermales Mg, Osteoporose vorbeugen kann, auch dies ist Irreführung. Magnesium ist ein physiologischer Calciumantagonist, Magnesium und Calcium stehen in einer Wechselwirkung, lediglich die Magnesiumkonzentration im Körper ist dabei wichtig, unabhängig von der Mg-Verbindung.
Hinzu kommt folgendes:
Die Haut bildet eine biophysikalische Barriere gegenüber der Umwelt und ist für eine Trennung zwsichen "Außen" und Innen" verantwortlich. Was bedeutet, dass die Aufnahmefähigkeit der gesunden Haut für Substanzen von außen sehr begrenzt ist. Dies zeigt sich vor allem in der eingeschränkten Anwendungsmöglichkeit für Arzneistoffe über die Haut. Die äußere Schicht unserer Haut besteht aus abgestorbenen Zellen, die zusammen mit den zwischen den Zellen abgelagerten Fetten eine wasserabweisende Schutzschicht bilden. Das Überwinden dieser Schicht ist praktisch nur für fettlösliche Substanzen möglich. Als geladenes Teilchen ist das Magnesium(-Ion) jedoch nicht in der Lage, eine fettlösliche und wasserabweisende Schicht zu durchdringen. Eine zelluläre Magnesiumaufnahme findet deshalb nur über spezielle Magnesiumtransportsysteme im Darm statt (parazelluläre sowie transzelluläre Resorption).
Ich hatte in der Vergangenheit bei diesem Thema auch öfter das Baden im Toten Meer erwähnt und tue es auch hier wieder - eine transdermale Aufnahme von Magnesium ist praktisch ausgeschlossen. Punkt! Ende! Und aus!
Magnesiumöl ist rausgeschmissenes Geld, wobei sich mir auch der Sinn von solch einem Produkt nicht ergibt. 300 mg Magnesium-Citrat in ein Glas Wasser aufgelöst, ab durch die Futterluke und gut is. Noch einfacher geht´s nicht. Und wenn man das dann noch abends, vor dem Schlafengehen macht, ist man auf der sicheren Seite:
Serummagnesiumkonzentrationen unterliegen einem circadianem Rhytmus, wobei der Magnesiumspiegel morgens niedrig ist, im Laufe des Tages ansteigt, abends einen Höchsstand erreicht und nachts abfällt. Der Abfall der Serummagnesiumkonzentration über Nacht geht dann meist einher mit klinischen Symptomen, wie beispielsweise Wadenkrämpfen, diese treten gehäuft in den frühen Morgenstunden auf. Das gleiche gilt für Herzattacken. Führe ich dem Körper also abends noch Magnesium zu, bringt mir das Ruhe für die Nacht und erhöht somit die Schlafqualität.