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Die Nachfrage an Vorschlägen, wie sich die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte nicht noch zusätzlich verschärfen lässt, ist deshalb groß. Eine viel beachtete Idee hat der Virologe Christian Drosten (gmx.net/magazine/gesundheit/thema/christian-drosten) unlängst in Form eines Aufsatzes veröffentlicht. Er hält einen zweiten Lockdown für vermeidbar, wenn die Behörden ihre Teststrategie in Richtung Herbst änderten.
Konkret sieht der Drosten-Plan vor, dass die Gesundheitsbehörden sich auf das Verfolgen sogenannte Quellcluster konzentrieren sollten, statt einzelne Infektionsstränge mit vergleichsweise großem Aufwand nachzuverfolgen. "Die gezielte Eindämmung von Clustern ist wichtiger als das Auffinden von Einzelfällen durch breite Testung", schreibt Drosten bei "Zeit Online". Komme es beispielsweise bei einem Superspreader-Event zu einer Corona-Infektion, müssten alle Menschen, die daran teilgenommen haben, einige Tage isoliert und in Quarantäne geschickt werden, empfiehlt der Virologe. Denn viele könnten hochinfektiös sein, ohne es zu wissen. Jeden Einzelnen zu testen sei zu aufwändig, dafür fehle die Zeit bei den zuständigen Institutionen.