Hallo Atti,
das ist einer der fast "typischen" verworrenen Fälle, die in der Praxis "aufschlagen". Patienten, die bereits eine Odyssee hinter sich haben.
Aber, Du beschreibst etwas sehr wertvolles:
Zitat
Dann bin ich zu einem Heilpraktiker gekommen, ein guter Nachbar meines jetzigen Ehemannes- der hat mir sehr geholfen.
In solchen Fällen frage ich die Patienten immer: Sind Sie noch dort? Warum gehen Sie da nicht mehr hin?
Denn: Wenn der Kollege der Ansicht ist, dass es noch weiter "aufwärts" gehen könnte (wovon ich hier auch erst einmal überzeugt wäre), warum dort nicht weiter die Therapie durchführen?
Dann schreibst Du aber noch etwas anderes:
Zitat
"Seit vielen Jahren leide ich sehr unter starken Schmerzen"
Das ist eigentliches alles, was Du zu Deinen Beschwerden schreibst. Das wäre mir für eine Verdachtsdiagnose viel zu wenig. Der Verdacht einer unterschwelligen (oder wie auch immer gearteten Entzündung) liegt nahe - bei den Blutwerten die Du anführst.
Gehen wir einmal davon aus, dass wir es tatsächlich mit einer sehr alten Borrelien-Infektion zu tun haben. Dann wäre meine Frage sofort, wie das bisher behandelt wurde? Gleiche Frage bei den Chlamydien?
Ich gehe in solchen Fällen folgendermaßen vor:
1. Eine genaue Anamnese (Krankengeschichte). Gerade bei Schmerzpatienten will ich das verstehen, was das für Schmerzen sind.
2. Aus der Anamnese leite ich dann ab, welche Untersuchungen ratsam sind. Entweder eine Untersuchung oder gleich Labor etc. In der Praxis setze ich meistens auch die Dunkelfeldmikroskopie▪
ein (siehe auch: https://naturheilt.com/blog/dunkelfeldtherapie/)
In meinem Beitrag zur Borreliose beschreibe ich auch einige Therapieverfahren und gehe u.a. auf die Therapie nach Klinghardt ein:
: https://www.naturheilt.com/borreliose/
Ergänzend kommen Therapien aus dem Bereich der Schmerztherapie in Frage:
: https://www.naturheilt.com/schmerzen/
sowie allgemein aus dem Bereich der Infektionen:
: https://www.naturheilt.com/infektionen/
Jetzt stelle man die Schnittmenge her und man hat einen Therapieplan für den betreffenden Patienten. Klar: das ist nicht ganz so einfach...