Dadurch, dass im Wesentlichen nur noch kinderliebe Menschen sich fortpflanzen,....................
Ich weiß ja nicht.
Weltweit ist fast jede zweite Schwangerschaft (48 %) ungewollt. Dies bestätigen aktuelle Berichte des UNFPA (2022) und des Guttmacher-Instituts – die Zahl von 121 Millionen ungewollten Schwangerschaften pro Jahr wird weiterhin zitiert.
Das führt laut diversen Erhebungen zu 46 Millionen ungewollten Geburten pro Jahr.
50 % der ungewollten Schwangerschaften enden in einer Abtreibung und 12–13 % in einer Fehlgeburt
In Deutschland liegt der Anteil ungewollter Schwangerschaften laut aktueller Berichte bei etwa 30 %, wobei viele davon medikamentös oder operativ abgebrochen werden.
Davon sind 15–18 % ausdrücklich ungewollt, der Rest war zwar gewollt, aber zeitlich nicht passend.
Ursachen: Wie eh und je Verhütungsfehler, mangelnde Planungssicherheit, berufliche/finanzielle Unsicherheit oder schwierige Lebenssituationen.
Den Unterschied zwischen heute und vor 20 Jahren bei ungewollten Schwangerschaften in Deutschland::
Vor 20 Jahren (ca. 2006):
Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche war höher – 119.710 im Jahr 2006.
Die Abbruchrate lag bei 6,6 von 1.000 Frauen (15–49 Jahre).
Heute (2023/2026):
Die Zahl der Abbrüche ist leicht gestiegen – auf 106.218 in 2023 (nach einem Tief von 94.596 in 2021).
Die Abbruchrate liegt aktuell bei rund 5,8 von 1.000 Frauen – leicht niedriger als 2006, aber wieder steigend.
Hauptgründe für die Entwicklung:
Bessere Aufklärung und Verhütung seit den 2000er Jahren senkten die Zahlen langfristig.
Seit 2020/2021 steigen die Abbrüche wieder – auch aufgrund von gesellschaftlicher Unsicherheit, Krieg, Inflation und Veränderungen im Sexualverhalten nach der Pandemie. Denke auch die medizinischen Folgen.
Die Rate Alleinerziehende lag 1986 bei 7-8%, 2006 bei ca. 16% und liegt aktuell bei ca. 20%. Der Anstieg ist auch auf gesellschaftliche Veränderungen wie häufigere Trennungen, steigende Akzeptanz Alleinerziehender und mehr ledige Mütter zurückzuführen.
Vor 20 Jahren (2006):
Es gab etwa 2,7 Millionen Alleinerziehende mit Kindern jedes Alters in Deutschland.
Der Anteil an allen Familien mit minderjährigen Kindern lag bei rund 16 % (2006: 1,6 Millionen von insgesamt ca. 10 Millionen Familien).
Heute (2026):
Im Jahr 2026 leben in Deutschland rund 2,7 Millionen Alleinerziehende mit Kindern – einschließlich volljähriger Kinder.
Die Zahl von 2,7 Millionen Alleinerziehende mit Kindern jedes Alters ist wegen der Nesthocker seit 2006 stabil geblieben.
Heute liegt der Anteil bei rund 20 % (ca. 1,7 Millionen von 8,2 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern).
Finde, man kann auch nicht die Hausgeburten von anno Tubak als tollen Vergleich nehmen.
Im Jahr 1938 fanden die meisten Geburten in Deutschland noch zu Hause statt, wobei ca. 60 % der Entbindungen außerklinisch erfolgten.
In Großstädten wie Berlin waren bereits 67,5 % der Geburten klinisch, in Düsseldorf sogar 80 %.
Säuglingssterblichkeit 1938: 60 von 1.000 Lebendgeborenen starben im ersten Lebensjahr. Heute: Nur noch ca. 3 von 1.000.
Müttersterblichkeit 1938: Lag schätzungsweise bei 150–200 pro 100.000 Geburten. Heute: Unter 5 pro 100.000.
Meine Mutter hatte z.B. noch eine jüngere Schwester, die kurz nach der Hausgeburt die Nottaufe bekam und starb.
Gleichzeitig gibt es doch auch heute die Möglichkeit sich eine Klinik zu suchen, die natürliche Geburt anbietet, wo man das Kind direkt nach der Geburt bekommt und auch rooming-in machen kann. Gab es schon vor 40 Jahren.
Bei uns hat man sich damals vorher die Geburtskliniken angeschaut, welche Möglichkeiten sie anbieten und sich für eine Klinik entschieden.
Wenn Frauen es nicht wichtig finden ihr Kind in einer solchen Klinik möglichst natürlich ohne schultechnische Maßnahmen zu gebären und Dinge wie Essensauswahl, technischen Ausstattung und Angebote schultechnische Maßnahmen wichtiger als eine natürliche Geburt sind, wie ich es damals bei meinen Kolleginnen erlebt habe, dann sind die Frauen doch selbst Schuld, dass das nicht vermehrt angeboten wird.
Ich war damals die erste Schwangere der Firma und danach wurden noch mehrere Kolleginnen schwanger, als würde ich ein Schwangerschaftsvirus verbreiten. Mein armer Chef.
Aber ich hab die Damen damals gefragt, warum sie sich nicht für die Klinik mit der möglichst natürlichen Geburt entschieden haben, denn die Klinik hatten sie sich auch angeschaut.
Hauptargumente waren in dieser Reihenfolge: keine Essens-Vorbestellung mit Auswahlmenüs, Zimmer nicht modern eingerichtet-wirken altmodisch, technische Ausstattung nicht auf dem letzten Stand.
Mein Eindruck war definitiv, dass Mutter und Kind früher zwar unter der mechanisierten Geburt gelitten haben, als die Mehrheit in der Klinik grundsätzlich zur Kontrolle der Wehen an den Wehentropf kam. Aber kaum war das beendet, hat sich die Mehrheit der Frauen überwiegend für völlig irrelevante Äußerlichkeiten, statt Natürlichkeit entschieden.
Daher gehe ich davon aus, die Mehrheit der heutigen deutschen Frauen geht mehr nach Äußerlichkeiten und hat Angst vor einer natürlichen Geburt. Sie legen selbst sehr viel Wert auf Technik, geplant oder auch für den Notfall und haben kein Vertrauen mehr in sich.
In Deutschland sind Hausgeburten legal und werden von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet, wenn eine Hebamme beteiligt ist.
- Rechtliche Grundlage: Schwangere haben das Recht auf freie Wahl des Geburtsortes (§ 24f SGB V).
- Kosten: Die Betreuung durch eine Hebamme wird von der Krankenkasse übernommen. Eine zusätzliche Rufbereitschaftspauschale (ca. 300–600 €) zahlen Eltern selbst.
- Sicherheit: Hausgeburten sind nur bei niedrigem Risiko erlaubt. Ausschlusskriterien wie Diabetes, Bluthochdruck oder Mehrlingsschwangerschaft gelten seit dem Kriterienkatalog von 2020.
- Häufigkeit: Etwa 1,9 % aller Geburten in Deutschland (ca. 5.000 pro Jahr) finden zu Hause statt – Tendenz leicht steigend.
Bis jetzt werden jedenfalls noch überall Geburtsvorbereitungskurse angeboten und von der Krankenkasse übernommen. Die AOK-Seite bietet auch eine Hebammensuche.