Die Mama: Deine Idee, nur viermal im Jahr richtig viel Brot zu backen, hat was. So ein Vorratssystem gibt Struktur – und ich stell’s mir fast befreiend vor, nicht ständig ans Brotbacken denken zu müssen. Interessant wäre, wie du das mit der Lagerung löst – ob’s dann einfach ab in die Tiefkühltruhe geht oder ob du da auch ein eigenes System hast?
Naturheilung: Was du über die Suche nach „richtig gutem Brot“ schreibst, fühlt sich an wie ein innerer Kompass, der sich nach echtem Handwerk sehnt. Und wenn’s dann irgendwann im eigenen Ofen landet, ist das ja fast wie ein kleiner Lebenswandel. Wahrscheinlich war das bei dir ein schleichender Prozess – oder gab’s so einen Aha-Moment, der dich richtig reingezogen hat?
sububu: Die Idee mit dem Sauerteiggeruch als Duftkerze – herrlich! Ich habe tatsächlich bei meinem ersten Glas gedacht: Okay, riecht wie ein Bio-Kompost, aber irgendwie mit Potenzial. Besonders spannend finde ich, wie sich das Aroma verändert – vor allem je nach Mehlsorte. Roggen, Dinkel, Weizen – da kommt ja ganz Unterschiedliches raus. Hast du da so einen Lieblingsduft?
Emera: Deine ehrliche Einschätzung hat mir gut gefallen. Brotbacken klingt oft romantischer, als es im Alltag dann ist – und wenn’s nicht reinpasst, ist das auch in Ordnung. Aber ich kann mir vorstellen, dass du’s trotzdem nicht ganz aus dem Kopf bekommst? Vielleicht ist’s einfach grad nicht der richtige Zeitpunkt, oder hat’s eher an einem konkreten Punkt gehakt?
guenter40: Du erklärst das mit einer Ruhe, die echt ansteckend ist. Wie du den Sauerteig beschreibst – fast wie ein Haustier mit Mikrobiom-Charakter. Diese Klarheit beim Beobachten, Warten, Füttern – das klingt nach einer Kunst, die man lernen kann, wenn man sich drauf einlässt. Und wahrscheinlich ist das richtige Mehl mindestens genauso entscheidend wie die Temperatur, oder?
marmotta: Das mit dem bewussteren Umgang durch Selbermachen kann ich absolut nachvollziehen. Es verändert wirklich die Beziehung zum Essen, wenn man weiß, was drin ist – und vor allem, wie viel Zeit und Ruhe da reingeht. Ich finde, es klingt ein bisschen wie ein stiller Protest gegen das ständige Schnell-Schnell. Machst du das dann eher an Wochenenden – oder hast du so Routinen, die sich auch unter der Woche ganz gut einbauen lassen?
Und zwischendurch schwirrt bei mir der Gedanke rum, ob vielleicht so alte Mehlsorten wie Emmer oder Einkorn das Ganze noch spannender machen würden. Hat jemand von euch damit schon gebacken – oder war das eher eine zähe Angelegenheit?