Homöopathie

Die Miasma-Lehre in der Homöopathie

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber
René Gräber

Die Miasmenlehre der Homöopathie entspringt dem Versuch von Samuel Hahnemann, der Ursache chronischer Krankheiten auf den Grund zu gehen.

Bei der Lehre über die Miasmen gibt es in der Homöopathie unterschiedliche Auffassungen und Meinungen.

Die Miasmen-Lehre wird deshalb auch als “schwieriges Thema” bezeichnet, das immer wieder anders ausgelegt, ergänzt und erweitert wurde.

Das weitergehende Konzept von Dr. Rajan Sankaran z.B. verbindet mit den Miasmen zusätzlich einzelne Empfindungen und Reaktionen des Patienten bezüglich des Problems. Sankaran hat auch den Miasmen Hahnemanns noch weitere hinzugefügt.

Ein Miasma ist eine chronische Erkrankung im homöopathischen Sinn, wobei das Wort „chronisch“ in der Homöopathie eine etwas andere Bedeutung hat als im normalen Sprachgebrauch.

Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet Miasma Befleckung oder Verunreinigung. Die homöopathische Schule besagt, dass Miasmen chronische Prozesse sind, die entweder durch eine Krankheit in Gang gesetzt werden, oder aber bereits in den Erbanlagen eines Menschen festgelegt sind.

Miasmen stören die Regulationsabläufe im Organismus eines Lebewesens auf eine jeweils ganz bestimmte Weise. Daraufhin kann der Organismus die richtige Funktion dieser Abläufe nicht mehr von selbst wiederherstellen und wird immer anfälliger für weitere Erkrankungen.

Falls keine Gegenmaßnahmen von außen vorgenommen werden, können sich nach vielen Jahren schwerwiegende, langfristige und auch unheilbare Krankheiten entwickelt haben.

Um ein Miasma in sich zu tragen, ist es jedoch nicht Voraussetzung, dass man an der entsprechenden Krankheiten leidet oder gelitten haben muss. Bei den verschiedenen Krankheitsbildern wurden vielmehr “Energiemuster” beobachtet, die bei anderen Krankheiten in gleicher Form zu finden sind.

Wenn jemand also das entsprechende Miasma in sich trägt bedeutet dies, dass er eine erhöhte Empfänglichkeit für bestimmte Krankheiten mit gleichem Energiemuster aufweist. Trägt jemand mehrere Miasmen in sich, so ist die Wahrscheinlichkeit schwer zu erkranken um so größer.

In der Praxis sind meiner Erfahrung nach nur gut geschulte Therapeuten dazu in der Lage miasmatische Prozesse zu erkennen. Ausschließlich sie können mit einem wirksamen antimiasmatisches Mittel den miasmatischen Prozess stoppen. Hierzu ist vor allem die Kenntnis der Arneimittellehre (Materia Medica) und ein gutes Repertorium nötig.

Ein solcher Therapeut wird den Menschen ganzheitlich betrachten. Er wird nicht nur einer akut auftretenden Krankheit Beachtung schenken, sondern darüber hinaus versuchen, den Menschen in seinem gesamten System zu sehen. Hierzu muss er seine ganze persönliche und familiäre Vorgeschichte, seine Krankheitsbiografie, sowie einschneidende Ereignisse in seinem Leben in Erfahrung bringen.

Es werden mehrere Miasmen in der Homöopathie unterschieden:

  1. Die Psora – schon vorhanden
  2. Die Sykose – entweder erworben oder bereits vererbt
  3. Die Syphilis – entweder erworben oder bereits vererbt
  4. Die Tuberkulinie – vererbt
  5. Die Cancerinie – vererbt
  6. Die Vaccinose – durch eine Impfung erworben

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