Plastik im Darm und in der Atemluft – Unsere Körper werden zu Plastik

UNsere Körper werden zu PLASTIK

Plastik an den Stränden, im Park, im Müll. Das kennen wir ja. Aber jetzt finden Forscher bereits Plastik in unserem Darm. Und neuerdings atmen wir bereits Plastik aus der Luft.

Na wunderbar… — dabei hat das „Plastik-Zeitalter“ noch gar nicht nicht seinen Höhepunkt erreicht. Bis heute hat die Menschheit rund 8 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert und die jährliche globale Menge steigt stetig an. Waren es 1960 „nur“ unter 100 Millionen Tonnen, wuchs die weltweite Jahres-Produktion 2016 auf über 3.5 Milliarden Tonnen.

Prognosen zufolge wird diese Menge 2030 über 5 Milliarden Tonnen betragen. Eine wohlwollende Schätzung geht davon aus, dass ein Drittel des hergestellten Kunststoffes in der Umwelt landet, statt ordnungsgemäß entsorgt zu werden.

Forscher aus Österreich haben 2018 erstmals Plastik im Darm von Menschen nachgewiesen und zwar in allen Stuhlproben der acht Studienteilnehmer. Das Interessante daran: Die Teilnehmer leben auf verschiedenen Kontinenten. Gefunden wurde 20 Mikroplastik-Teilchen pro 10 Gramm Stuhl, in der Größe zwischen 50 und 500 Mikrometer.

2019 finden Forscher Plastik im Schnee der Antarktis. Das bedeutet: Die Luft enthält bereits feinste Plastikpartikel, die wir auch einatmen.

PLASTIK – Überall

Plastik ist inzwischen auf diesem Planeten fast so allgegenwärtig wie die Luft, die wir atmen. Inzwischen finden wir Plastikabfälle in Gegenden der Erde, wo man kein Plastik erwarten würde. Laut Alfred-Wegener-Institut (Zentrum für Polar- und Meeresforschung) ist der Plastikmüll jetzt auch in arktischen Gewässern angekommen. Und die dort lebende Fauna (Haie, Seevögel etc.) haben bereits angefangen, diesen Müll zu konsumieren.

Eine Umweltstudie von 2016 (Observations of floating anthropogenic litter in the Barents Sea and Fram Strait, Arctic) wies nach, dass in der Barentssee und weiter westlich in der Framstraße 0,006 beziehungsweise 0,004 Plastikteile auf 1 km zu finden sind. Die Zahlen mögen zwar an homöopathische Konzentrationen erinnern. Sie sind aber alarmierend, wenn man bedenkt, dass diese Gegend ursprünglich vollkommen frei von Plastik und anderem Müll war.

Plastik in unserem Essen

Über den Verzehr von Plastikteilen durch Fische gelangt dieses Plastik dann wieder auf unseren Tellern, wenn dieser Fisch gefangen und an die Konsumenten verkauft wird. Über die Strömungen in den Weltmeeren ist sichergestellt, dass das Plastik, das wir heute in die Nordsee zum Beispiel kippen, in ein paar Jahren in anderen Teilen der Weltmeere auftaucht und dort die Umwelt belastet.

Aber nicht nur „wir“ tragen die Schuld an dieser Entwicklung. Das, was früher als „Entwicklungsländer“ angesehen wurde, hat sich inzwischen zu „entwickelten Ländern“ gemausert – mit all den üblen Konsequenzen, die seinerzeit bei uns ebenfalls die Folge waren. China, Indonesien, Vietnam, Thailand und die Philippinen bezahlen ihren wirtschaftlichen Fortschritt unter anderem mit einer unüberschaubaren Flut an Plastik, der der Einfachheit halber ins Meer „entsorgt“ wird. Wie so etwas dann aussieht, beschreibt die „Huffington Post“ in diesem Beitrag: The Oceans Are Drowning In Plastic — And No One’s Paying Attention.

Plastik von heute: Noch 400 Jahre in den Meeren!

Plastik ist vom Menschen gemachte Chemie und biologisch kaum abbaubar. Selbst Salzwasser ist nicht aggressiv genug, um das Material rasch zu zersetzen. Die Umweltorganisation „Ocean Conservancy“ in Washington schätzt, dass unser heute ins Meer entsorgte Plastikmüll noch in 400 Jahren nahezu unverändert sein wird (wenn es nicht von Fischen vertilgt wird): Stemming the Tide: Land-based strategies for a plastic-free ocean.

Plastik – klein aber oho

Dies alles ist schon schlimm genug. Aber es kommt noch „besser“. Obwohl Plastik biologisch fast nicht abbaubar ist, kann es sich im Laufe der Zeit verändern. Und diese Form der Veränderung ist alarmierend. Denn es zerbricht in winzige Teile, Mikropartikel, die weniger als 1 mm lang sind. Diese Teile und ihre Größe sind optimal für die Aufnahme durch Fische und am Ende der Nahrungskette durch uns.

Diese Plastik-Mikropartikel treiben wie eine Wolke in den Weltmeeren. Wir haben an Land den „Smog“ durch Abgase. In den Meeren haben wir einen „Plastik-Smog“ durch diese Plastikpartikel. Wie verbreitet dieser Smog im Nordpazifik bereits ist, das zeigt eine Grafik in der „Huffington Post“: The Ocean Is Filling Up With ‚Plastic Smog‘. Der Beitrag spricht von 5,25 Billionen Plastikteilchen in den Weltmeeren mit einem Gewicht von über 250 Tausend Tonnen (Plastic Pollution in the World’s Oceans: More than 5 Trillion Plastic Pieces Weighing over 250,000 Tons Afloat at Sea).

Die Folgen für die Natur

Für die Fauna hat dieser Mikro-Plastik-Horror entsprechende Folgen:

  • Fische im Nordpazifik verzehren zwischen 12.000 – 24.000 t Plastik jährlich. Dies führt zu Schädigungen des Gastrointestinaltrakts der Tiere und häufig zu deren Tod. Und über die Nahrungskette akkumuliert das Plastik in Fischen, die an deren Spitze stehen. Davon ist der „Raubfisch“ Mensch nicht ausgeschlossen. Eine neuere Studie hat gezeigt, dass rund 25 Prozent der Fische, die auf kalifornischen Märkten angeboten werden, Plastik im Darm der Tiere enthielten.
  • Seeschildkröten betrachten Plastik als Nahrung. Dieses Plastik verstopft den Verdauungstrakt der Tiere und damit zu deren Tod. Selbst wenn diese Konsequenz ausbleibt, können die Tiere verhungern, da sie über die Aufnahme des Plastiks das Hungergefühl unterdrücken. Rund die Hälfte aller Seeschildkröten weltweit sind mit Plastik verseucht.
  • Seevögel sehen Plastik fälschlicherweise ebenfalls als eine Form der Nahrung an. Sie laufen Gefahr zu verhungern, da das Plastik die Kapazität des Magens so verringert, dass es zu einer Unterernährung kommt. Fast 100 Prozent aller Laysanalbatros Küken enthalten Plastik, da die Elterntiere Plastik irrtümlich als Futter ansehen. Schätzungen zufolge enthalten 60 Prozent aller Seevögel Plastikteile. Diese Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 praktisch alle Seevögel Plastik enthalten.
  • Meeressäugetiere fressen Plastik und verfangen sich in größeren Plastikteilen. Die Hawaii-Mönchsrobbe ist eine vom Aussterben bedrohte Mönchsrobbenart, die endemisch im tropischen Nordpazifik bei Hawaii vorkommt. Diese Robben teilen sich den Lebensraum mit dem Laysanalbatros. In diesem Gebiet sind große Mengen an Plastikmüll gesichtet worden, der das Leben der jungen Robben zunehmend gefährdet und damit den Artbestand zusätzlich bedroht. Und es werden immer wieder tote Wale gefunden, deren Mägen gefüllt sind mit Fischernetzen, Tauen und Plastikteilen, die für das Verenden der Tiere ursächlich waren.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den „5 Wundermitteln“ an:

Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Jetzt aber weiter mit dem Plastik:

Mikroplastik um uns herum

Da das Plastik in kleinste Teilchen zerbrechen kann, eignet es sich besonders gut, sich in der Umwelt und vor allem im Wasser extensiv zu verteilen. Solche Partikel haben eine Ausdehnung bis zu 1 mm, die meisten sind aber deutlich kleiner

So gelangt es nicht nur über den verzehrten Fisch wieder auf unseren Teller, sondern es ist auch in der Lage, in die Wasserversorgung einzudringen. Laut Invisibles – The plastic inside us | Orb ist das amerikanische Oberflächenwasser mit mikroskopisch kleinen Plastikfasern durchseucht. Das Gleiche gilt für Indonesien,  Indien, Ecuador, Uganda, England und Libanon.

Heute wird angenommen, dass wir den größten Anteil der Kunststoffe über das Trinkwasser einverleiben. Dabei können rund 1.800 dieser Mikro-Partikel pro Woche inkorporiert werden. Diesen Durchschnittswert errechneten Forscher anhand einer Literatur-Sichtung über 51 Einzel-Studien. Den Zahlen zufolge nimmt jeder Mensch im Mittel 5 Gramm Plastik pro Woche auf. Das wäre so, als wenn wir jeden siebten Tag eine Kredit-Karte äßen! So lauten die Ergebnisse der Meta-Studie „Aufnahme von Mikroplastik aus der Umwelt beim Menschen“ im Auftrag des WWF.

Wenn wir kein Plastik sehen, das heißt nicht, dass es nicht da ist. Es ist nur zu klein, als dass man es mit dem bloßen Auge erkennen könnte.

Mikrofaser – Unsere Kleidung

Orb nennt sechs Hauptquellen des „unsichtbaren Plastiks“. Eine Quelle sind die synthetischen Mikrofasern von synthetischen Kleiderstoffen, wie zum Beispiel Fleece (Kunstfilz), Polyacrylnitril und Polyester. Diese Mikrofasern werden vor allem beim Waschen freigesetzt. Es wird vermutet, dass dadurch weltweit jährlich 1 Millionen Tonnen Fasern in die Umwelt gelangen. Diese Fasern sind noch kleiner als die oben erwähnten Plastik-Mikropartikel, sodass sie eine noch höhere Penetrationsfähigkeit haben. Es ist auch wahrscheinlich, dass die Ausscheidung von diesen einmal aufgenommenen Partikeln noch schwieriger ist als bei größeren Partikeln.

Reifenabrieb

Reifenabrieb ist eine weitere signifikante Quelle für Umweltplastik. Dieser vom Abrieb entstandene Staub enthält Styrol-Butadien-Kautschuk, ein synthetischer Kautschuk. Laut Orb produzieren Lastwagen und Personenwagen 20 Gramm synthetischen Staub pro 100 gefahrene Kilometer.

Mikropellets

Mikropellets sind winzige Plastikpellets, die zum Beispiel in Seifen vorkommen. Sie sind so klein, dass sie von der Wasseraufbereitungsanlage nicht erfasst und eliminiert werden. Denn deren Filter sind für so winzige Partikel nicht fein genug. Bislang hat man sich dieses Problems noch nicht wirklich angenommen, sodass man bislang nur von Schätzungen ausgehen, die das Ausmaß der Umweltschädigung durch diese Pellets beschreibt.

Farben

Farben enthalten ebenfalls Mikropartikel aus Plastik. Der sich auflösende Anstrich von Häusern, Schiffen, Verkehrszeichen, Hinweisschildern etc. ist ein weiterer Beitrag für diese Umweltbelastung.

Sekundäres Mikroplastik entsteht, wie oben bereits erwähnt, durch einen mechanischen Zerfall von Einmal-Plastik-Produkten, die in der Umwelt entsorgt werden. Einkaufstüten, Besteck, Strohhalme und alle die schönen Einweg-Wegwerf-Plastikdinge, die unser Leben so erleichtern, verlangen einen hohen Preis von der Umwelt und damit indirekt und etwas später auch von uns.

Plastikfasern in der Luft

Plastikfasern in der Atemluft, dies ist ein neuer Bereich der Umweltforschung. Noch wissen wir nicht viel, dafür aber viel zu wenig über dieses Problem. Eine Studie von 2015 (Microplastic contamination in an urban area: case of greater Paris) berichtet von mikroskopisch winzigen Fasern in der Luft von Paris, die jährlich in einer Rate von 10 Tonnen zu Boden fallen.

Dazu gesellt sich noch das Problem der Weichmacher, das auch allgegenwärtig zu sein scheint: Weichmacher – Eine Belastung die man vermeiden kann. Und hier fällt das alles entscheidende Stichwort: Wie kann man das alles vermeiden?

Vermeidung des Unvermeidbaren oder Quadratur des Kreises?

In dem zuletzt zitierten Beitrag zu den Weichmachern (siehe oben) hab ich beschrieben, wie schwer eine Vermeidungsstrategie ist. In Sachen Plastik ist der Einzelne noch machtloser, da keiner von uns für die Produktion dieser Sachen verantwortlich ist. Oder doch?

Ich fürchte, wir werden dann verantwortlich, wenn wir diese Sachen akzeptieren. Es bleibt uns also kaum etwas anderes übrig, als dass jeder für sich alleine Plastikprodukte boykottiert. Orb gibt dazu eine Reihe von Empfehlungen:

  1. Vermeiden Sie Plastiktüten, Plastiktaschen und Plastikbehälter für die Aufbewahrung von Nahrungsmitteln.
  2. Beim Waschen von synthetischen Kleidungsstücken weniger häufig waschen, um dann in einem sanfteren Waschgang die Freisetzung der Zahl der Mikrofasern zu reduzieren. Es soll anscheinend auch Produkte geben, die diese Fasern in der Waschmaschine binden können.
  3. Vermeiden Sie Einwegflaschen aus Plastik. Wo es möglich ist, sollten Sie Glasflaschen oder Flaschen aus anderen Materialien benutzen, die wiederverwendet werden können.
  4. Strohhalm aus Plastik vermeiden. Es gibt Strohhalme aus Edelstahl, Bambus oder Glas.
  5. Zahnbürsten – auch hier gibt es Alternativen zu den Plastikvarianten, gefertigt aus Bambus, Flachs oder sogar aus wiederverwerteten Dollarscheinen…
  6. Beim Auswaschen von Farbpinseln sammeln Sie das Waschwasser in einem Behälter und entsorgen Sie dieses Wasser fachgerecht. Wie dies aussieht, ist sicherlich von Ort zu Ort verschieden. Ähnlich wie bei Batterien gibt es hierfür offizielle Annahmestellen, die dann den Abfall (hoffentlich) sicher entsorgen. Die Schlechteste aller Alternativen wäre es, das Waschwasser einfach in den Ausguss zu geben.Plastik ist überall, jetzt auch in Bereichen der Welt, die als weitestgehend schwer zugänglich gelten. Die dort lebenden Tieren haben jetzt eine neue „Ernährungsgrundlage“. Denn das biologisch so gut wie nicht abbaubare Plastik zerfällt in Mini- und Mikropartikel, die von den Tieren aufgenommen werden. Einmal im Organismus ist das Plastik schwer oder nicht mehr ausscheidbar. Und so landet das von uns weggeworfene Plastik in Form von Fisch und Hummer und in unsichtbarer Form wieder auf unserem Teller. In Australien nennt man das „Bumerang“. Wir haben heute einen modernen Bumerang, der groß weggeworfen wird und unsichtbar klein wieder zu uns zurückkehrt.
  7. Vermeidung? Fast unmöglich. Denn wir brauchen Luft zum Atmen. Und es lässt sich mit bloßem Auge nicht feststellen, ob der Fisch vom Markt oder Supermarkt Plastikteilchen enthält.

Fazit

Plastik ist überall, jetzt auch in Bereichen der Welt, die als weitestgehend schwer zugänglich gelten.  Die dort lebenden Tieren haben jetzt eine neue „Ernährungsgrundlage“.

Denn das biologisch so gut wie nicht abbaubare Plastik zerfällt in Mini- und Mikropartikel, die von den Tieren aufgenommen werden. Einmal im Organismus ist das Plastik schwer oder nicht mehr ausscheidbar. Und so landet das von uns weggeworfene Plastik in Form von Fisch und Hummer und in unsichtbarer Form wieder auf unserem Teller. In Australien nennt man das „Bumerang“. Wir haben heute einen modernen Bumerang, der groß weggeworfen wird und unsichtbar klein wieder zu uns zurückkehrt.

Vermeidung? Fast unmöglich. Denn wir brauchen Trinkwasser und Luft zum Atmen. Und es lässt sich mit bloßem Auge nicht feststellen, ob der Fisch vom Markt oder Supermarkt Plastikteilchen enthält.

Anekdote zum Schluss: Frank Zappa war ein Musiker, aber kein Prophet. Dennoch sprach/sang er häufig von „plastic people“, die beim Schmelzen anfangen zu stinken (when they melt they start to stick). Was in einem seiner Songs (Uncle Bernie‘s Farm) aus den 1960er Jahren noch als grotesk erscheinen mag, scheint heute keine groteske Utopie mehr zu sein. Wir sind dabei, „plastic people“ zu werden.

Der Beitrag wurde im Oktober 2017 erstellt und am 14.8.2019 aktualisiert.

René Gräber

René Gräber

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17 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Avatar

    Lieber Herr Gräber,
    danke für den aufklärenden Bericht, der wahrlich entsetzlich ist, aber auch Mut macht, wirklich nachzudenken, den Alltag nach Möglichkeit plastikfrei zu gestalten. Ich bin immer dankbar für Ihre Artikel. Ich wünsche Ihnen viel Kraft. Schade, dass sie soweit entfernt wohnen, sonst würde ich auch gerne mal ihre Seminare besuchen.
    Liebe Grüße
    ml

  2. Avatar

    Lieber Herr Gräber,

    ich danke Ihnen sehr für Ihre Berichte. Tatsächlich haben sie mich bewogen, mein Verhalten zu ändern und auf die Umwelt mehr Rücksicht zu nehmen. Vieles erfährt man über die normalen Medien nicht bis ins Detail.

    Liebe Grüße
    Marion

  3. Avatar

    Vielen Dank für diese erneut schockierenden Informationen – von denen die meisten mitllerweile bekannt sein dürften. Dennoch: ein paar neue Details und Denkanstöße sind immer drin – über Plastikteile in Farben hatte ich einfach noch nie nachgedacht. Und deswegen den geplanten Anstrich in meiner Gästetoilette doch noch einmal zurückgestellt. Weniger ist mehr….

    Ansonsten ist es meiner Erfahrung nach ein reiner Gewöhnungsprozess, private Wege zu einer Verringerung des Plastikaufkommens zu finden. Sind überall genügend Stoffbeutel verteilt (Auto, Handtasche, Fahrradkorb), reduzieren sich auch die Plastiktüten bei Spontaneinkäufen. Getränke in Plastikflaschen kann man auf null reduzieren, wenn man in einer Gemeinde mit gut trinkbarem Leistungswasser lebt – meine Glasflasche hält in einem netten Stoffsäckchen weich aufbewahrt nun schon Jahre. Stückseife ist etwas wunderbares – die Generationen vor uns kannten nichts anderes und kamen doch auch zurecht!

    Schade, dass es weiter so viele Artikel des täglichen Bedarfs ohne aufwändige Plastikumverpackung nicht gibt und man dort schnell an Grenzen stösst. Leider ist halt auch das Verkaufen von Verpackung ein Geschäft.

  4. Avatar

    Hallo Herr Gräber,
    ihre Informationen finde ich sehr gut.
    Auf was ich zum Thema Plastik noch gestoßen bin, setzt dem Ganzen eine Krone auf.
    Hierbei muss man sich fragen ob das Alles wirklich ungewollt ist:

    Die Stoffe PVP und PVPP (Polyvinylpyrrolidon / Polyvinylpolypyrrolidon) sind Kunststoffe die offiziell als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind mit eigener E-Nummer (E 1202).
    Diese finden sich teilweise unter verschiedenen anderen Bezeichnungen in Ketchup, Dressings, etc. um einen sahnigen Effekt zu erzielen.
    Oder in Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungen.
    Das Argument vor vielen Jahren diese Kunststoffteile werden nicht verdaut und verlassen uns wieder, wie wir sie aufgenommen haben.
    Nun gibt es jedoch seit einigen Jahren eine sogenannte PVP-Einlagerungskrankheit !!!
    Wen wundert das?
    Und jetzt kommt der sarkastische Aspekt:
    Die Einlagerung verursacht u.a. Schmerzen in den Gelenken, gegen diese werden Salben wie Voltaren verschrieben, die – unglaublich aber wahr bis vor einigen Jahren PVP enthalten haben !!! Damit das Ganze nicht so auffällig ist hat man jetzt PVP durch Polyacrylsäure ersetzt. Diese ist eine synthetisch hergestellte chemische Verbindung und ein hochmolekulares Polymer der Acrylsäure, also eine andere Art Kunststoff !
    In den Voltaren Tabletten wird jedoch weiterhin PVP verwendet,
    Dort unter der Bezeichnung Povidon.
    Handelsübliche Bezeichnungen für PVP sind vor allem Povidone, PVP oder Periston. Unterschieden wird hier beispielsweise zwischen: Povidone K-30; Povidone K-90. Der K-Wert stellt eine in der Kunststoffindustrie übliche Klassifikation dar und steht in direktem Zusammenhang mit der mittleren molaren Masse des Polymers.
    Sind die Verantwortlichen wirklich so unterbelichtet ?
    Oder wie soll man sich solche Vorgänge erklären ?
    Beispiele dieser Art gibt es mehrere u.a. das Thema Teflon Beschichtungen,
    Talkum in Tabletten….
    Ist das jetzt eine Verschwörungs-Praxis ? oder nur Theorie ?

  5. Avatar
    Hildegard Maria Koob

    17. August 2019 um 08:19

    Lieber Herr Graeber, seit Jahren verfolge ich schon Ihre interessanten, aufschlussreichen Berichte. Dafuer bedanke ich mich herzlich und sende viele liebe Gruesse aus Mexiko, wo ich schon seit ueber 50 Jahren lebe.

  6. Avatar

    Lieber Kollege Gräber,
    sehr interessante Ausführungen. ich komme aus der Zahn-Kieferchirurgie und bin Heilpraktikerin im Süddeutschen Raum. Ich beschäftige mich seit 25 Jahren mit den Auswirkungen von Zahnmaterialien. Auch hier spielen Kunststoffe eine große Rolle. Viele Patienten kommen zu uns mit der Bitte endlich eine verträgliche Prothese zu erhalten, nachdem sie die dritte Variante probiert hatten und wieder über Schleimhautreizungen, Magen-Darm-Probleme und Hautveränderungen, Gewichtsabnahme und Kopfbeschwerden (Nerven, Augen, Konzentration, Psche)… klagten. Kunststoffe verwandeln sich im Körper durch die uns innewohneneden Bakterien und können auf mehreren Ebenen Schädigungen herbeiführen. Der erste Angriffspunkt ist die Schleimhaut von Mund-Anus. Eine konsequente Darmtherapie über mindestens 1-2 Jahre ist somit der erste Ansatz. Die Testung der Allergiebereitschaft mit jeweils 3 Blut- und Speicheltests ist eine wichtige Vorraussetzung für einen neuen wissenschaftl. getesteten Zahnersatz….
    Herzlichen Dank für Ihre immer wieder super detallierten Aufklärungen.

  7. Avatar

    Und vielleicht sollte man auch noch bedenken:
    Kunststoff Zahnmaterialien (Füllungen, Brackett-Kleber von Kinderspangen, Kronenverblendungen und Prothesen) sind 24 Stunden, Tag und Nacht und sogar im Urlaub in unserem Mund und werden von unseren lieben Bakterien der Mundflora zersetzt und geschluckt. Man sollte wirklich darauf achten, Kunststoffe zu meiden. Es gibt für fast alle Kst-Teile in der Zahnmedizin Alternativen: Keramiken, Zirkonoxide, Zemente, PEEK, Nylon…

  8. Avatar

    Bitte auch das nicht offensichtliche Plastik vermeiden! Laut WASCHMITTEL-Test von Ökotest, verzichten nur eine Handvoll Hersteller auf LÖSLICHES PLASTIK im Waschmittel, ich fasse es nicht.
    Infos findet man im Internet, wenn man folgende Suchbegriffe verwendet:
    swr waschmittel lösliches plastik

  9. Avatar

    Und wieder einmal wird die Plastiksau durchs Dorf getrieben. Wobei ich nicht verneine, daß von diesen Stoffen eine große Gefahr ausgeht, z.B. in Bezug auf das Hormonsystem (u.a. Testosteron), allerdings halte ich technologische Entwicklungen, die mehr oder weniger seit Jahrzehnten vor aller Augen betrieben werden in der nächsten Zukunft für weitaus bedrohlicher.
    Webseite der Harvard Universität zu Solargeoengineering
    https://geoengineering.environment.harvard.edu/

    Spiegelartikel dazu vom 3.3.2010!
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/geoengineering-aufgehellte-wolken-koennten-erderwaermung-stoppen-a-681082.html

    Natureartikel von November 2018
    First sun-dimming experiment will test a way to cool Earth
    Researchers plan to spray sunlight-reflecting particles into the stratosphere, an approach that could ultimately be used to quickly lower the planet’s temperature.
    https://www.nature.com/articles/d41586-018-07533-4#ref-CR1

    Planungsamt der Bundeswehr 2017
    Geo-Engineering: Gezielt das Klima beeinflussen
    https://tinyurl.com/yys7aab2

    Mittlerweile kann man sogar die ‚Aerosolbewegung‘ bestehend aus Nanopartikeln (Ba, Al, Strontium, etc.) online bewundern.
    https://www.windy.com/-Aerosol-aod550?aod550,49.861,8.572,5

    Als Sahnehäubchen kommt dann noch das 5G Netz oben drauf.
    Gigantische 5G Drohnen über Maui.
    https://youtu.be/1XH6oeBvf48

    Wir gehen interessanten Zeiten entgegen, in denen das Plastik eines unserer kleineren Probleme sein wird.

    Epheser 6, 10-12
    10 Im übrigen, meine Brüder, seid stark[5] in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; 12 denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].

    In diesem Sinne.

  10. Avatar

    Vielen Dank für Ihre genaue Recherche und Weitergabe der Information. Die Reaktion und Konsequenz darauf bleibt uns leider selbst überlassen.
    Aber die Zeiten sind reif, dass Lebensqualität über eine intakte Natur, wieder eingeführt werden kann.

  11. Avatar

    Schönen Tag Herr Gräber,
    als studierter Techniker und staatlich geprüfter Wohn- und Umweltberater kann ich Ihnen zu diesem wirklich gut recherchierten Artikel nur meinen Glückwunsch aussprechen!!! Seit über 30 Jahren verfolge ich die Umweltsituation und deren erschreckendes Ausmaß. Die Menschheit – tut mir leid das sagen zu müssen, aber die Zahlen der letzten Jahrzehnte beweisen das immer drastischer – fährt mit voller Geschwindigkeit an die Wand. Klar, es gibt solche, die diese Situation erkennen und versuchen ihren eigenen Beitrag zur Verbesserung zu leisten: es ist der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

    Zum Trinkwasser kann ich eine kleine Info anbieten: es gibt schon seit längerem im Haus installierbare kleine Umkehrosmose-Filteranlagen, die Partikel kleiner als 1 Nanometer herausfiltern. Die Leser mögen das gern im Internet recherchieren. Dieser Filterprozess ist – aus verschiedenen Gründen – in der Industrie schon üblich. Außerdem werden damit nahezu alle Mikroplastikteile herausgefiltert.

    Für die Gesamtproblematik „Umweltschutz“ bzw. „Überleben der Menschheit“ gibt es übrigens auch eine Lösung. Diese werde ich Ihnen (oder auch anderen) aber nur persönlich mitteilen, weil sie öffentlich nicht so opportun ist, leider. Die Lösung ist jedoch klar, verständlich, nachvollziehbar, extrem nachhaltig und manchen leider zu einfach. Weiterhin viel Kraft und alles Gute!

  12. Avatar

    Lieber Herr Graeber,
    man kann diese Info nicht genug streuen, denn immer noch wissen zu viele Leute nicht über die Gefahren von Plastik Bescheid. Danke für diese tolle Information, die ich gerne weiterleiten werde.
    Kennen Sie die geniale kostenlose App für das Handy „replaceplastic.de“? Mit ihr kann man im Handumdrehen den Barcode eines in Plastik verpackten Produktes scannen und dadurch wird der Wunsch zu einer umweltfreundlicheren Verpackung direkt an die Hersteller geschickt. Die Gründerin ist eine Journalistin, die an der Nordsee aktiv Müll sammelt und die mehr tun wollte. https://jennifertimrott.jimdo.com › küste-gegen-plastik

    Viel Erfolg weiterhin…
    Gaby

  13. Avatar

    Hallo Herr Gräber,
    vielen Dank für die vielen Informationen, wo überall Plastik zu finden ist und wie sie entstehen, und wie man es zumindest teilweise vermeiden kann. Wie Sie auch schreiben, ist dieses Problem inzwischen auch Thema in den Medien. Was ich allerdings vermisse, sind Informationen darüber, was dieses Plastik in unserem Körper macht. Einzig vom Kommentator Jürgen vom 11.02.2019 habe ich erstmals von einigen Problemen gelesen, die das Plastik im Körper verursacht. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie auch darüber berichten würden. Schön wäre es auch, wenn sie darüber berichten könnten, ob und wenn ja welche Möglichkeiten es gibt, mit denen man das Plastik aus dem Körper wieder ausleiten kann.
    Vielen Dank
    Erhard

  14. Avatar

    Lieber Herr Gräber,
    was nutzen uns derartige Horror Nachrichten? Wenig bis nichts,denn Sie sagen das ja auch selbst das man da wenig machen kann-also will ich es gar nicht soo genau wissen was alles uns umbringen könnte!

    Ich vertraue keinen Menschen mehr, alles Lüge und Geldmacherei. Was will man da noch erwarten?

    Ich koche selbst,suche mir meine Lebensmittel mit „Hirn“ aus und versuche auch sonst ein vernünftiges,friedliches Leben zu führen – mit der Welt kann man nicht mehr im „Einklang“ leben aber in seinen persönlichen Umfeld muss kann man selber was dafür tun! „Hilf dir selbst dann hilfst dir Gott,ist für mich keine leere Redewendung – sie IST mein WEG den ich gehe – ich vertraue auf Gott nicht auf Menschen die keine versprechen halten-aber ER wird es tun-es steht geschrieben in seinen Wort.

    Glauben sie was sie wollen,aber wir werden uns allein nicht mehr retten können von diesen Filz an Leid das wir uns selbst zufügen weil wir denken das wir es „besser“ können als Gott? Tja das sind nun die „Ergebnisse“ unserer Bemühungen hier…

  15. Avatar

    Hallo Herr Gräber,
    danke für den Augen öffnenden Artikel.
    Habe dazu eine Frage: Werden die Plastikpartikel aus dem Trinkwasser evtl. über einen guten Aktivkohlefilter herausgefiltert? Oder wie könnte man sich anderweitig davor schützen
    Schöne Grüße

  16. Avatar

    Hallo S. Baas, Klaus vom 1.9. hat dazu was geschrieben!

    Als ich früher über Nanomaterialien gelesen habe, hieß es, daß diese winzigen Partikel die Blut-Hirnschranke passieren können sowie die Blut-Plazenta-Schranke. Ob dies auch auf Mikroplastik zutrifft?

    Eigentlich müssen wir nicht genau wissen, was Plastik in unseren Körpern anrichtet – gehört Plastik in Lebewesen aus Fleisch und Blut, mit Geist und Seele? Und was hat es bzw. was haben Nanopartikel jedweder Sorte in unserem Hirn und in unseren Embryos zu suchen?

    @Klaus vom 1.9. Was du zu Überleben der Menschheit mitteilen kannst, interessiert mich. Wie kann ich es erfahren? Will doch keine Kontaktdaten hier öffentlich hinschreiben…

  17. Avatar

    Ja es ist einfach entsetzlich was wir Menschen uns selbst alles antun. Das Haupt Problem ist doch, dass es einfach zu viele Menschen auf der Erde gibt. Das Ganze wird sich erst eindämmen, wenn die unkontrollierte Vermehrung die noch in vielen Ländern statt findet aufhört.

    Das wird nur passieren wenn die Frauen Zugang zu Bildung bekommen oder auch zu digitalen Medien damit Sie sehen wie es anderswo auf der Welt funktioniert.

    Es ist ja immer wieder erschreckend wie viel Rückständigkeit und Aberglaube noch in vielen Ländern herrscht. Das muß aufgebrochen werden.

    Wir wohlstandsverwöhnten Menschen müssen endlich darüber nachdenken was wir tun und nicht so Gedankenlos einkaufen oder mit der „ist mir doch egal Methode“.

    Aber solange es noch massenhaft Idioten gibt die SUV’s kaufen und das sind immerhin 30 % der Bevölkerung. Da verhallt Ihr Appell wohl ungehört. Es werden sowieso nur die Leute drauf hören, die auch sonst schon auf vieles achten. Die Anderen sind uninformiert und bleiben es auch.

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