Thoraxmagen / Upside Down Magen – Ursachen, Symptome, Therapie

Definition

Der so genannte “Upside-down”-Magen ist eine sehr schwere Form der paraösophagealen Hernie, bei der sich mehr als zwei Drittel des Magens durch das Zwerchfell in den Brustraum verlagern.

Die paraösophagealen Hernie

Um erklären zu können, was eine paraösophagealen Hernie ist, muss zunächst erörtert werden, was eine Hiatusherie ist. Bei einer Hiatusherie (Zwerchfellbruch) verlagern sich Anteile des Magens durch den Zwischenraum des Zwerchfells in den Brustraum.

Hierbei wird zwischen einner axiale Hernie (Gleitherie) und einer paraösophagealen Hernie unterschieden. Bei der axialen Hernie liegen die betroffenen Anteile des Magens nur zeitweise oberhalb des Zwerchfells, bei der paraösophagealen Hernie drängt sich der vordere Teil des Magens neben die Speiseröhre.

In den meisten Fällen wird bei Patienten mit auf eine Hernie hinweisenden Symptomen eine Gleithernie diagnostiziert, ältere Menschen sind häufiger betroffen. Solange keine ausgeprägten Refluxbeschwerden vorliegen, wird eine Gleithernie nicht behandelt.

Bei einer paraösophagealen Hernie jedoch können lebensgefährliche Komplikationen auftreten, wie zum Beispiel eine Verklemmung von Speiseröhre oder dem Magen. Daher ist in der Regel ein operativer Eingriff notwendig. Die Erfolgsquote bei diesem Eingriff liegt bei mehr als 96 %.

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Symptome

Bei einer Gleithernie haben die Betroffenen fast keinerlei Beschwerden, außer ggf. Reflux Symptome wie Aufstoßen von Luft, Druckbeschwerden hinter dem Brustbein, Beschwerden beim Schlucken, ein Zurückfluss von Nahrungsbrei, Sodbrennen, seifiger oder salziger Geschmack im Mund, nicht weiter definierte Magenschmerzen und/oder Schäden am Zahnschmelz. Bei der paraösophagealen Hernie hingegen empfinden Betroffene insbesondere nach dem Essen ein starkes Völlegefühl und Druckgefühle in der Herzgegend.

Ursachen

Ursächlich für einen Zwerchfellbruch ist meist ein altersbedingter oder genetisch bedingter Verlust der Elastizität des Bindegewebes. Dieses dringt dann in die Zwischenraum des Zwerchfells ein und drückt auf den Bereich, in dem die Speiseröhre in den Magen übergeht.

Neben dem Alter und genetischen Faktoren sind auch Übergewicht, chronischer Husten, Übergewicht und chronische Verstopfungen begünstigende Faktoren für eine Hernie. Im Extremfall einer Hernie, dem “Upside-Down”- Magen wird der nach oben gedrückte Magen umgedreht. Folgeerkrankungen können hier Magenschleimhautschädigungen, versteckte Magenblutungen oder ein Durchbruch der Magenwand sein.

Diagnose

Eine Hernie wird durch eine Röntgenkontrastmittel-Untersuchung diagnostiziert. Auch die Schwere der Ausprägung kann so herausgefunden werden.

Therapie

Bei einer Gleithernie ist ein therapeutisches Eingreifen in der Regel nicht notwendig. Nur die Reflux-Erkrankung, die mit einer Gleithernie einhergehen kann, wird behandelt und die Beschwerden gelindert. Medikamentös werden in der Regel Protonenpumpenhemmer eingesetzt.

Bleiben die Beschwerden bestehen, kann ggf. operiert werden. Im Gegensatz hierzu wird eine paraösophagealen Hernie immer operativ behandelt. Bei der Operation wird der Magen zurück in den Bauchraum gelegt und dort fixiert. In der Regel ist dieser Eingriff heute minimal-invasiv.

Nach der Operation

Nach der Opperation eines Thoraxmagen – Upside Down Magens, treten bei den Patienten häufig Schluckbeschwerden und eine leichte Übelkeit auf. Daher ist es empfehlenswert, in denen auf die Operation folgenden 12 Wochen ausschließlich leicht verdauliche Nahrung, am besten in Form von Breien und pürriertem Essen zu sich zu nehmen, da diese den Magen nur minimal belasten.

Nachdem der Magen sich von der Operation erholt hat, ist normales Essen wieder möglich, es sollte jedoch darauf geachtet werden, auf sehr schwere, fettige Kost zu verzichten, da es sonst immer wieder zu Magenbeschwerden kommen könnte.

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Beitragsbild: fotolia.com – Tonpor Kasa

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 05.06.2014 aktualisiert.