Leberwerte - Verständlich Erklärt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Leberwerte geben Aufschluss über im Blut nachweisbare Enzyme und Abbauprodukte, die bei Abweichungen auf eine Schädigung der Leber hinweisen.

Weil dieses Organ die größte Drüse des menschlichen Körpers und an fast allen lebenswichtigen Stoffwechselreaktionen beteiligt ist, gehört die Bestimmung der Leberwerte zu einer Routine-Blutuntersuchung dazu.

Ausgewertet werden beispielsweise die Enzyme GPT, GOT, GLDH und Gamma-GT.

Biliburin wird ebenfalls zu den Leberwerten gezählt, da das Abbauprodukt der roten Blutkörperchen in der Leber gebunden und von hier über die Galle in den Darm ausgeschieden wird. Liegt der Wert des Biliburin im Blut eines Erwachsenen über 1,1 mg/dl, so ist eine Störung des Gallenabflusses der Leber wahrscheinlich. Dies kann durch Gallensteine, Entzündungen, Tumore oder Parasiten hervorgerufen werden. Wird das gelbliche Biliburin nicht mehr ausgeschieden, so kann man es als starke Verfärbung des Auges, der Haut und des Urins wahrnehmen. Deshalb werden Krankheiten, die den Biliburin-Stoffwechsel betreffen, trotz unterschiedlichster Auslöser, oft als Gelbsucht (Ikterus) bezeichnet.

Die alkalische Phosphatase (AP) ist kein spezifisches Leberenzym, sondern kommt in verschiedenen Geweben in großen Mengen vor. Dennoch kann ein verstärktes Auftreten im Blut unter anderem auf Schädigungen der Leber (Lebererkrankungen), einen Gallenstau oder eine Gallenentzündung hinweisen. Auf der anderen Seite erhöhen aber auch Störungen an anderen Organen, beispielsweise Knochen oder Niere, die Messwerte der alkalischen Phosphatase.

weitere Themen: Bilirubin - Blutdruckwerte - Nierenwerte - Urinuntersuchung

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 31.07.2012 aktualisiert