Blutwerte: Leberwerte
Leberwerte - Verständlich Erklärt
Die Leberwerte geben Aufschluss über im Blut nachweisbare Enzyme und Abbauprodukte, die bei Abweichungen auf
eine Schädigung der Leber hinweisen.
Weil dieses Organ die größte Drüse des menschlichen Körpers und an fast allen lebenswichtigen
Stoffwechselreaktionen beteiligt ist, gehört die Bestimmung der Leberwerte zu einer Routine-Blutuntersuchung
dazu.
Ausgewertet werden beispielsweise die Enzyme GPT,
GOT, GLDH und Gamma-GT.
Biliburin wird ebenfalls zu den Leberwerten gezählt, da das Abbauprodukt der roten Blutkörperchen in der Leber
gebunden und von hier über die Galle in den Darm ausgeschieden wird. Liegt der Wert des Biliburin im Blut eines
Erwachsenen über 1,1 mg/dl, so ist eine Störung des Gallenabflusses der Leber wahrscheinlich. Dies kann durch
Gallensteine, Entzündungen, Tumore oder Parasiten hervorgerufen werden. Wird das gelbliche Biliburin nicht mehr
ausgeschieden, so kann man es als starke Verfärbung des Auges, der Haut und des Urins wahrnehmen. Deshalb werden
Krankheiten, die den Biliburin-Stoffwechsel betreffen, trotz unterschiedlichster Auslöser, oft als Gelbsucht
(Ikterus) bezeichnet.
Die alkalische Phosphatase (AP) ist kein spezifisches Leberenzym, sondern kommt in verschiedenen Geweben in
großen Mengen vor. Dennoch kann ein verstärktes Auftreten im Blut unter anderem auf Schädigungen der Leber
(Lebererkrankungen), einen Gallenstau oder eine
Gallenentzündung hinweisen. Auf der anderen Seite erhöhen aber auch Störungen an anderen Organen, beispielsweise
Knochen oder Niere, die Messwerte der alkalischen Phosphatase.
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