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Dienstag, 27. Januar 2015, 18:50

Adipositas

Seit einigen Jahren habe ich stetig an Gewicht zugenommen, obwohl ich meine Essgewohnheiten nicht geändert und immer schon auf eine gesunde Ernährung geachtet habe. Zwei Ärzte bescheinigten mir dann (ohne weitere Untersuchungen gemacht zu haben) dass ich an Adipositas erkrankt sei- ich bin bald hinten rübergefallen, auch das noch.

Dann bekam ich Angststörungen und Depressionen und lief von einem zum anderen Arzt- die meinten alle ich sei eine Simulantin, nahmen mich einfach nicht ernst. Aber ich konnte mich mit diesem Zustand nicht abfinden, weil ich das nicht von mir kannte. Ich hatte nie mit Depressionen zu tun. Dann kam ich (Gott sei es gedankt) an einen Arzt, der mich ernst nahm und der mich sofort in eine Klinik einwies. Mit Kliniken tu ich mich schwer, das machten vielleicht auch die schlechten Erfahrungen.
Ich wollte aber dass mir geholfen wird, obwohl ich meine Zweifel hatte.

Dann kam ich in diese Klinik, die einen sehr guten Ruf hat und nach 6 Wochen Aufenthaltging es nun ein wenig bergauf. Ich wurde ernst genommen und ich bekam die Medizin, dich ich erst einmal benötigte. Desweiteren hatte noch keiner auf meine Anmerkung acht gegeben, dass die Symptome ggf. mit den Wechseljahren zusammenhängen könnten. So war es dann auch, also die verordneten Hormone und mein kleines Happypillchen verhalfen mir dazu wieder etwas mehr Freude zu haben und wieder viel klarer im Kopf zu werden und ich hatte sogar wieder ein wenig Spaß, was vorher überhaupt nicht mehr möglich war.
In der Klinik gab es ein super Essen, ich nahm dort sehr gut ab, bewegte mich auch viel. Ich selbst hatte es vor dem Klinikaufenthalt selbst mit einer Insulin-Diät versucht
Jetzt meine Frage auch an Herrn Gräber, kann man diese Insulindiät beibehalten oder sollte sie von einem Arzt überwacht werden? Mit ging es wesentlich besser damit, ich hatte auch weniger Verstopfungen usw.
Aber noch eines, ich möchte gern die Antidepressiva absetzten- (ausschleichen) und habe über "5 Htp" gelesen.Könnte ich diese Mittel nehmen (da ich sowieso nicht gern die Schulmedizin in Anspruch nehme.- nur wenn es sein muss)
Über eure Beiträge würde ich mich freuen und auch über eine Beantwortung von Herrn Gräber.
:) :) :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (28. Januar 2015, 14:31) aus folgendem Grund: Thema von "Über das Forum..." verschoben


bermibs

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2

Mittwoch, 28. Januar 2015, 17:12

ich finde es gut, dass du von den Antidepressiva wegkommen willst. Bei ihnen liegt auch die Hauptursache für die Gewichtszunahme. In den Beipackzetteln wird sie hinter der Nebenwirkung Darmträgheit versteckt.
Aber 5-HTP allein reicht dazu nicht aus. Hier sind neben gesunder Ernährung (auf Insulin-Diät gehe ich später ein) weitere Mikronährstoffe ganz wichtig.
Hast du schon einmal deinen Blutspiegel von 25D (Zwischenstufe Vitamin D) bestimmen lassen? Gerade bei solchen Erkrankungen sollte er mindestens um/über 60 ng/ml liegen.
Des weiteren ist für die Synthese der Gehirnbotenstoffe wie Serotonin der gesamte Vitamin B-Komplex wichtig. Hier wäre B-100 sinnvoll.
Auch die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA spielen eine wichtige Rolle bei dieser Erkrankung. Zwei Gramm der beiden Säuren wären angeraten. Das entspricht in etwa 6 Gramm hochwertigem Fischöl. Therapeutisch sind bis 4 Gramm möglich, auch bei Adipositas.
Bei 5-HTP würde ich eher zur natürlichen Vorstufe, der Aminosäure Tryptophan (Fisch, Nüsse, Hülsenfrüchten und Bananen) tendieren, da sie auch den Appetit zügelt. Hier ist es aber wichtig, dass deine Antidepressiva keine Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind. Denn dann besteht die Gefahr eines Serotonin-Syndroms. Hier wäre unbedingt eine Absprache mit dem Arzt erforderlich.
Hier noch eine orthomolekulare Übersicht zu [Link zu Depressionen auf Wusch per PN].

Gegen Beschwerden in den Wechseljahren ist auch ein Kraut bzw. eine Wurzel gewachsen. Es ist die Wilde Yamswurzel. Die Inhaltsstoffe - Phytoöstrogene - beseitigen den Progesteronmangel und damit die Östrogendominanz. Diese Dominanz ist eine Hauptursache für die Beschwerden.

Doch jetzt zu deiner Insulin-Diät. Für mich ist sie zweischneidig und ich würde sie nur kurz-, höchstens mittelfristig einsetzen. Sie ist mir eindeutig zu eiweißlastig. Das führt zur Übersäuerung des Körpers und Überladung mit nicht benötigten Eiweißen. Diese wiederum führen zu zum Teil verheerenden Spätfolgen. Unser Körper braucht eine basische, überwiegend vegane (ca. 90 %) und naturbelassene Ernährung. In einem gehe ich mit: Reduzierung der Kohlenhydrate, vor allem der raffinierten.
Auch das Negieren des dritten Hauptteils Fette ist nicht gut, da wir sie auch dringend brauchen. Natürlich kein Fett vom Schwein oder Huhn. Fettarm ist gefährlich bis tödlich (Herzinfarkt, Schlaganfall).
Die LOGI-Methode spricht von folgender Aufteilung: Kohlenhydrate und Eiweiße je 20 - 30 % und Fette 40 - 50 %!!!
Unser Körper benötigt alle Fette:
- einfach gesättigt: Butter
- mehrfach gesättigt: Kokosfett, Palmfett
- einfach ungesättigt: Olivenöl
- mehrfach ungesättigt (Omega 3 und 6): Rapsöl, Leinöl, Chiaöl, Perillaöl, Fischöl
Bei diesen Fetten ist das Verhältnis wichtig: Omega 3 zu 6 - 1:2 bis höchstens 1:4; deshalb auf reine O6-Vertreter wie Sonnenblume und Distel verzichten; ungesättigte Fette niemals stark erhitzen - > Bildung von schädlichen Transfetten

Die Reduzierung der Kohlenhydrate ist bei dieser Diät positiv, aber leider auch nur die halbe Wahrheit. Morgens kann man alle KH essen, egal welche. Bei Kohlenhydraten kommt es auf komplexe an, also unverarbeitet oder zumindest Vollkorn von Roggen, Hafer und Dinkel. Weizen sollte ganz gemieden werden. Komplexe Kohlenhydrate werden nur langsam verdaut, genau so wie es unser Körper benötigt. Schnelle Kohlenhydrate machen Krank, einschließlich Depressionen.
Ich selbst stufe diese Diät zu denen ein, die man eher nicht machen sollte (eiweißlastig, Fett wird negiert).

Es gibt auch andere Möglichkeiten. Über die Ernährung hatte ich ja schon gesprochen. Thema Ausschleichen der Antidepressiva können wir auch als erledigt ansehen. Bewegung setze ich voraus.
Die Natur hat eine Doppelstrategie, einerseits mit den richtigen Mikronährstoffen die Bildung und Einlagerung von körpereigenem Fett zu reduzieren. Hier sind die eigentlichen Übeltäter raffinierte Kohlenhydrate und nicht körperfremde Fette. Aber genau eine Fettsäure ist dazu in der Lage - die Omega-3-Fettsäuren.
Dazu Burgerstein aus seinem Handbuch Nährstoffe:
"Adipositas: Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) hemmen Schlüsselenzyme, die verantwortlich sind für die Fettbildung, fördern die Fettoxidation, die Thermogenese, und schützen freie Fettsäuren vor dem Eintritt ins Fettgewebe."
Hier kannst du deinen "Fettkonsum" auch auf 4 Gramm EPA/DHA (12 Gramm Fischöl) steigern.
Die andere Schiene ist die Fettverbrennung in den Mitochondrien. Für eine optimale Funktion benötigen diese Kraftwerke einige Beistoffe, wichtige Bestandteile der Atmungskette: Coenzym Q10 (200 - 400 mg) und Alpha-Liponsäure (500 -1.000 mg). Auch 3 - 5 Gramm Vitamin C wären für den Fettstoffwechsel wichtig.

Abschließend noch ein Literaturtipp, eine Anleitung zum Selbstmachen.
Mitochondrientherapie - die Alternative -- Schulmedizin? Heilung ausgeschlossen!

Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (31. Januar 2015, 22:35)


3

Mittwoch, 28. Januar 2015, 17:51

Hallo Bernd,

danke für deine hilfreichen Tips- aber dann weiß ich immer noch nicht genau, was ich wie machen kann bzw. einnehmen soll. Auf meine Ernährung achte ich seit geraumer Zeit sehr. Ob es so richtig ist, weiß ich nicht genau, viel. benötige ich ja ganz andere Lebensmittel. Viel Gemüse, Obst und wenig Milchprodukte, weil ich die eine Zeit lang nicht vertragen habe.
Aber es kommt dem schon gleich wie du beschrieben. Ich nehme fast jeden Tag Öle ein, (Leinöl, gutes Olivenöl mit Zitrone) ernähre mich von Roggen-, Hafer- Dinkelprodukten, esse sehr wenig Weizenprodukte- schmeckt mir garnicht. Zum Braten nehme ich auch Rapsöl, Olivenöl und Kokosfett- keine Magarine, wenig Butter - viel Fisch, wenig Fleisch und wenn dann Rindfleisch Lamm, Hühnchen oder Pute.
Vorerst noch einmal danke
Liebe Grüße
AStrid

4

Mittwoch, 28. Januar 2015, 20:40

Hallo Astrid,

kennst du Moringa oleifera?
Hilft zwar nicht bei einer Diät, aber enthält (fast) alle Vitamine, Mineralien und Aminosäuren!
Ich habe keine bessere, natürliche Nahrungsergänzung gefunden :thumbsup:
Nette Grüße
Kerstin

bermibs

Moderator

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5

Mittwoch, 28. Januar 2015, 22:20

Hallo Astrid,

wenig Milch/Milchprodukte ist sehr gut, da sie entgegen landläufiger Meinung nicht gerade gesund sind. Auch viel Obst und Gemüse, ich hoffe ein Großteil davon naturbelassen (frisch) :rolleyes:
Bei Leinöl (Omega 3) darfst du richtig zuschlagen :D Für 2 Gramm EPA/DHA sind 3 - 4 Esslöffel erforderlich, bei 4 g natürlich das Doppelte. Wegen der Menge nehme ich deshalb Fischöl und ergänzend gelegentlich Leinöl ;)
Geflügelfleisch bitte nur als Filet verwenden, da Haut und Fett von den Fliegern sehr viel Arachidonsäure enthalten. Und die ist pures Gift für unseren Körper. Den geringen Eigenbedarf stellt er selbst her und damit sind externe Quellen vollkommen überflüssig.
Fleischmahlzeiten nach Möglichkeit auf eine pro Woche beschränken. Deine Sortenauswahl ist sehr gut, Schwein ganz meiden.

Thema Braten ist sehr heikel. Die Verwendung von ungesättigten Fetten wie Rapsöl, Olivenöl oder Sonnenblumenöl ist sehr kritisch, da hier die schädlichen Transfette entstehen können. Deshalb sollten zum Braten ausschließlich gesättigte Fette wie Butter und Kokos-/Palmfett verwendet werden.

Jetzt zu deiner ersten Frage - was sollst du nehmen? Vitamin B-Komplex ist einfach. Du gehst in die Apotheke und holst dir den Komplex B-100, mindestens aber B-50. Bei Forderung lässt du dir ein Privatrezept von deinem Arzt geben. Langfristig kannst du dich nach preiswerteren Quellen außerhalb der Apotheke umschauen.
Alternative Möglichkeit aus Bayern: BioMada

Bei Vitamin D wäre als erstes dein Blutspiegel wichtig. Den Test kannst du bei deinem Arzt veranlassen (Kosten ca. 30 €). Da bei dir garantiert gravierender Mangel vorliegt, dränge deinen Arzt, dass er den Test über Kasse veranlasst. Eine nachträgliche Erstattung ist nicht möglich. Bei nachgewiesenem Mangel (unter 20 ng/ml) ein Rezept für Dekristol 20000 geben lassen. Das muss die KK bezahlen.
Für die Berechnung der hoch dosierten Starttherapie und anschließenden Erhaltungsdosis bräuchte ich Ausgangswerte von dir, die du mir auch als PN zuschicken kannst: Ausgangswert 25D, Zielwert (mein Vorschlag 80 ng/ml), Gewicht und IE je Kapsel/Tablette. Die Berechnung erfolgt nach einer in der Praxis bewährten Formel von Dr. von Helden.

Die Aminosäure L-Tryptophan kannst du nur im Web suchen, da Ratiopharm L-Tryptophan zur Zeit nicht verfügbar ist. Hier eine alternative Quelle Amazon/Berlin.
Zur Dosierung empfiehlt Burgerstein in seinem Handbuch folgendes:
"Der tägliche Bedarf eines gesunden Erwachsenen, um den normalen Tryptophanverbrauch zu kompensieren, liegt bei 5 mg/kg Körpergewicht; bei einem Körpergewicht von 70 kg müsste man also 350 mg/Tag zuführen. L-Tryptophan wird gewöhnlich in Dosen von 0,5 g – 5 g verabreicht, je nach Indikation. Die Einnahme sollte auf leeren Magen erfolgen, bei Schlafstörungen 30–45 Minuten vor dem Zubettgehen."
Da es gewichstabhängig ist, würde ich 3 - 5 Gramm empfehlen, am besten langsam einschleichen.
Aber wie gesagt, zuerst mit dem Arzt wegen der SSRI und dem Ausschleichen der Anti-Depris sprechen.

Omega 3 hatte ich ja schon im ersten Teil beschrieben.

Sofern du es dir leisten kannst, wäre natürlich die fachliche Begleitung durch einen Heilpraktiker oder Alternativmediziner sinnvoll.
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

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Samstag, 7. Februar 2015, 22:22

Wurde bei dir die Schilddrüse geprüft?
Seit kurz vor Weihnachten treibt mich das Thema Glyphosat im Essen um. Glyphosat ist in mehreren Herbiziden enthalten. Das bekannteste davon ist Roundup. In diesem Forum habe ich auch schon darüber geschrieben. Offenbar ist Glyphosat (ebenso wie die enthaltenen Tallowamine) für Menschen weitaus toxischer, als die Behörden zugeben wollen. Alle gentechnisch veränderten Pflanzen sind so konstruiert, dass sie zusammen mit Roundup "funktionieren". Vielleicht ist darin der Grund für die Untätigkeit zu suchen.

Roundup tötet nützliche Bakterien im Darm ab. Es bleiben nur soch die übrig, die uns eher schaden. Eine Spezies ist auch dabei, die offenbar aus Fasterstoffen Energie gewinnen kann, was uns zusätzliche Kalorien beschert.

Gentechnisch veränderte Lebensmittel machen uns ebenfalls krank. Selbst unsere Haustiere erkranken. Diesbezügliche Berichte erfolgten erstmals in den 1990er Jahren aus den USA und aus England.

Es empfiehlt sich, zunächst auf Bio-Nahrung umzuschwenken und dann eine Entgiftung durchzuführen. Dazu dann leichte Spaziergänge und später leichte Gymnastik, einfach zuhause. Thera-Bänder sind wunderbar geeignet.

Moringa kann ich auch empfehlen. Es enthält viele Nährstoffe. Ich persönlich entgifte nach Dr. Klinghardt mit Bärlauch, Koriander und Chlorella. Etwas Heilerde (Zeobent) für die innere Einnahme rundet meine Entgiftung ab.
similia similibus curentur