Edelsteintherapie
Die Edelsteintherapie
Bei der Edelstein- bzw. Lithotherapie handelt es sich um eine jahrtausendealte Heilform, deren Wirkungsweise in
so genannten Steinbüchern niedergelegt ist: Bereits im Altertum setzten ägyptische Mediziner beruhigende Jadesteine
oder Smaragde zur Linderung seelischer Beeinträchtigungen ein und waren von der Wirkung des Karneols bei der
Bekämpfung von Scharlach überzeugt.
Jedem Tierkreiszeichen wurde ein bestimmter Edelstein als Heilstein und Glücksbringer zugeordnet: Bis heute üben
Amulette und Talismane aus dem Erdinneren auf viele Menschen eine ungebrochene Faszination aus. Während die Araber
in einer strikten Trennung von Magie und medizinischem Ansatz die Lehre von der Anwendung der Edelsteine
ausdifferenziert hatten, versprach man sich in Indien, dem eigentlichen Herkunftsland der Edelsteinmedizin positive
Wirkungen auf die getrübte Aura und klassifizierte Edelsteine hinsichtlich Farbe, Wirkung, Ursprung und Kaste.
Die Edelsteintherapie folgt der Theorie, dass aus elektromagnetischen Teilchen bestehende Edelsteine in
spezifischen Farbtönen speziell-spürbare Wellenlängen und damit physikalische Wirkungen entfalten. Doch nicht jeder
beliebige Stein ist geeignet: Man unterscheidet Gesteine und Mineralien. Letztere weisen eine einheitlichere
stoffliche Beschaffenheit auf und bilden Kristalle aus.
Struktur, Härtegrad und Färbung von Edelsteinen sind sehr unterschiedlich. Hildegard von Bingen definierte Zwölf
Grundsteine Gottes, die mittels Flüssigkeitsboten oder über die Sinnesorgane über spezifische Schwingungen
unmittelbar auf das zentrale Nervensystem wirkten:
1. Heliotrop bzw. Hildegardjaspis
2. Saphir
3. Kalzedon
4. Smaragd
5. Sardonyx
6. Sarder
7. Chysolith bzw. Peridot
8. Beryll
9. Topas
10. Chrysopras
11. Hyazinth bzw. Zirkon
12. Amethyst.
Die Wirkung der Steine entfaltete sich über Auflegen, dem Tragen als Amulett oder ein Einnehmen
feinpulverisierter Edelsteine sowie einer Verwendung als Bestandteil von Tinkturen und Salben.
Der spezielle Heilerfolg besteht in der letztendlichen Harmonie spiritueller, psychischer und physischer Energien
des Menschen. Negative Spannungen werden abgemildert, Blockaden gelöst und latent vorhandene Energien erneut
freigesetzt. Der Abschied von lang aufgestauten Ängsten macht den Weg frei für einen selbstbestimmten, kraftvollen
Neubeginn.
Absolute Ruhe, Einkehr und Konzentration sind für den Heilerfolg unverzichtbar: Jede Hektik und jedes
Bewusstsein zeitlicher Begrenztheit sowie ungemütliche, zu kühle oder überwärmte Räume lenken negativ ab, stören
die Befindlichkeit und wirken insofern kontraproduktiv. Therapien sollten in einem Raum mit angenehmer Atmosphäre,
eventuell unterstützt durch sanfte Klänge, stattfinden: Auf diese Weise finden die wärmenden Edelstein-Schwingungen
ideale Bedingungen, um vom Körper aufgenommen zu werden.
Aufgelegte Edelsteine geben nicht nur Energien ab, sie nehmen auch die negativen Schwingungen in sich auf. Vor
der Behandlung werden diese mehrere Stunden unter fließendem Wasser gereinigt, mit peinlich sauberen Händen
sorgfältig poliert und in der Mittagssonne mit neuer Energie aufgeladen. Auch sanfte Edelsteinmassagen mit auf
maximal 40 Grad erwärmten Steinen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Und nicht nur Edelsteine, sondern auch
Kristalle, etwa in Pyramidenform, können mit ihrer, sich z. B. innerhalb der Spitze sammelnden Energie (auf den
erkrankten Körperteil aufgelegt) gestörte Energiefelder harmonisieren. In Herznähe getragene Kristallamulette
stärken Abwehr und Thymusdrüse. Rosenquarze filtern die Effekte von Elektrosmog, Bergkristalle im häuslichen Umfeld
sorgen für Vitalität und Energie. Zunehmend gestresst? So weit muss es nicht kommen; Amethyste fördern die
Gelassenheit und ermöglichen den Zugang zur eigenen Spiritualität.
Elixiere werden aus unbearbeiteten, ungeschliffenen und meersalzgereinigten Steinen gewonnen. Sie werden für eine
Viertelstunde in ein Glasgefäß mit kochendem destilliertem Wasser gelegt, - bei Sonnenauf- oder –untergang bzw. um
die Mittagszeit. Die gewonnene Uressenz wird schließlich zu sieben Tropfen in Quellwasser gegeben.
Bei der Sonnenmethode setzt man in destilliertem Wasser befindliche Edelsteine für zwei Stunden der Mittagssonne
aus: Das Sonnenelixier kann in ein spezielles Glasfläschchen abgefüllt werden. Gern werden dem Wasser Bachblüten
zur Konzentrationssteigerung des Elixiers zugegeben.
Edelsteintherapien in Eigenregie? Wenden Sie sich besser einem Heilpraktiker Ihres Vertrauens zu. Suchen Sie
fachkundigen Rat, bevor Sie pulverisierte Heilsteine einnehmen, Edelsteinwasser selbst herstellen oder Steine in
den Mund nehmen: Viele Steine können Gifte enthalten; in der Fachliteratur sind entsprechende Giftlisten
verfügbar.
Edelsteintherapien sind häufig Teil einer Behandlung mittels weiterer Naturheilverfahren, können aber auch
prophylaktisch eingesetzt werden. Bei richtiger, fachgemäßer Handhabung entfalten Heilsteine nützliche und das
Lebensgefühl steigernde Wirkungen.
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