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Wasserheilkunde nach Sebastian Kneipp

Klassische Wasserheilkunde (Hydrotherapie) nach Kneipp: das Wassertreten.Die meisten Menschen verbinden mit Sebastian Kneipp "kaltes Wasser" oder das Wassertreten nach Kneipp.

Tatsächlich ist die Heilkunde nach Sebastian Kneipp aber wesentlich mehr.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr zu den Parametern der Reiz-Reaktion des Wassers.

 

Parameter der Reiz-Reaktionsstärke

Wie  wirkt Wasser?

 Kalt Warm 
 Bradykardie Tachykardie 
 Konstriktion Dilatation 
kurz und kalt bewirkt eine
Leistungssteigerung
kurz und warm beseitigt
Ermüdungserscheinungen
lang und kalt bewirkt
Leistungsminderung
lang und warm bewirkt
Müdigkeit und Erschlaffung

Wie intensiv ein physikalischer Reiz empfunden wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

1. von der individuellen Reaktionslage, die bestimmt wird durch Konstitution, Kondition, psychische Verfassung, Alter und Geschlecht:

a) Konstitution: Summe der vererbten Anlagen wie Körperbau etc. Die K. ist als stabiler Faktor kaum beeinflußbar.

b) Kondition: Trainingszustand im weitesten Sinne, z. B. die Fähigkeit auf wechselnde Umweltbedingungen adäquat zu reagieren. Die K. ist als labiler Faktor gut veränderbar.

c ) Die Psychische Verfassung kann die Reagibilität auf physikalische Reize und die Reaktionen darauf erheblich beeinflussen und stellt somit ebenfalls einen labilen Faktor dar.

d) Alter und Geschlecht: Der Unterschied in der Reagibilität auf thermische Reize bei
jüngeren und älteren Menschen ist in erster Linie durch die Elastizität der Gefäße und
durch die Herz-Kreislaufreaktionen bedingt. Mit zunehmendem Alter werden die Reaktionen “träger”. Bei jungen Frauen ist eine niedrigere Hauttemperatur an Fuß und Unterschenkel zu beobachten als bei jungen Männern im selben Alter.

In der Zeit nach der Menstruation ist die Kälteempfindlichkeit gesteigert.

Je weiter die Umgebungstemperatur von der Hauttemperatur abweicht, umso stärker ist der Reiz. Wird Wasser als Medium verwendet, so soll bei Kaltreizen die Differenz wenigstens 10°C betragen.

2. von der Größe der gereizten Fläche und deren Lokalisation

Kleinflächige und periphere thermische Reizsetzungen werden weniger intensiv empfunden als jene am Rumpf.

3. von der Tageszeit

Die Körpertemperatur weist einen Tagesrhythmus mit einer “Aufheizphase" von 4.00 -15.00 Uhr und einer "Entwärmungsphase" von 15.00 - 4.00 Uhr auf. Es besteht eine gesteigerte Kälteempfindlichkeit während der Aufheizphase und eine gesteigerte Wärmeempfindlichkeit während der Entwärmungsphase.

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Rene Graeber

Chefredaktion: R. Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge (SKA)

Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker


"Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muß eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern." Sebastian Kneipp 


"Nichts beschleunigt die Genesung so sehr wie regelmäßige Arztrechnungen..." Alec Guiness 


 

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