Dulcamara: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Dulcamara

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Dulcamara (fachsprachlich „Solanum dulcamara“ genannt) stammt aus der Familie der Nachtschattengewächse. Im Grunde ist sie ein mehrjähriger Halbstrauch, deren Stängel sich über den Boden schlängeln. Diese Stängel können bis zu zwei Meter lang werden. Die Pflanzen der Gattung Dulcamara sind überwiegend an Flussufern in Europa und Asien zu finden.

Als Früchte trägt die Dulcamara jedes Jahr dunkelrote, bittersüße Beeren, die starke Ähnlichkeiten mit kleinen Tomaten aufzeigen, und über das toxische Alkaloid Solanin verfügen. Bereits der Verzehr von 5 bis 10 dieser Beeren kann tödlich sein. Die Blüten und Beeren der Dulcamara finden in der Medizin und Homöopathie keine Verwendung. Anders sieht es bei den Blättern und Stängeln aus – diese werden für die medizinische und homöopathische Verwendung immer im Herbst und im Frühjahr gesammelt, verarbeitet und verwertet.

Kern des Mittels Dulcamara

Das Gewächs, welches auch „Bittersüß“ oder „bittersüßer Nachtschatten“ genannt wird, kommt bevorzugt bei Beschwerden zum Einsatz, die durch Feuchtigkeit oder Nässe verursacht werden: beispielsweise bei Erkältungen, Blasenbeschwerten oder Katarrhe. Denn die Einnahme von Dulcamara-Extrakten wirkt sich besonders auf die Beschaffenheit der Schleimhäute, der Haut, der Drüsen und des Verdauungs-trakts aus, sowie auf die Rücken- und Lendenmuskulatur.

Aber auch bei Asthma, Bronchitis, Sinusitis, Allergien wie Katzen- oder Hundehaarallergien sowie Heuschnupfen, Menstruations-beschwerden, Warzen, Herpes, vielerlei Hautproblemen, Ausschlag, Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen und rheumatischen Beschwerden kommt Dulcamara oft erfolgreich zum Einsatz.

Verbesserungen treten auf bei

  • Bewegung an warmen und trockenen Orten
  • trockenes und warmes – nicht zu heißes - Wetter
  • äußerlich zugefügte Wärme

Verschlechterung tritt auf bei

  • Nacht
  • Kälte und Nässe
  • Zugluft
  • Wetterwechsel im Allgemeinen
  • Wetterwechsel im Herbst und Winter
  • Unterdrückung der körperlichen Absonderungen

Körperliche und physische Symptome und Beschwerden von Dulcamara

Patienten, die Dulcamara verwenden, leiden häufig unter starken Stimmungsschwankungen. Sie sind nicht selten missgelaunt, streitsüchtig, zänkisch und sehr ungeduldig. Außerdem kommen sie selten seelisch zur Ruhe, sind stets in Eile und reserviert und können Angehörigen und Unbeteiligten arrogant erscheinen. Außerdem neigen Dulcamara-Patienten dazu ihre Angehörigen und Menschen, die ihnen nahestehen zu dominieren.

Ein weiteres Symptom bei Verwendung von Dulcamara sind Appetitlosigkeit und die Abneigung gegen bestimmte Speisen und Nahrungsmittel. Dies kann durch den Geruch, den Anblick aber auch alleinig durch den Gedanken daran ausgelöst werden. Ebenfalls häufig auf, tritt eine große Lust auf kalte und kühle Getränke.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert

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