Mercurius: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Mercurius

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Beim homöopathischen Heilmittel Mercurius handelt es sich um das chemische Element Quecksilber, abgekürzt also Hg für Hydrargyrum. Der lateinische Name steht für „flüssiges Silber“ und bezieht sich auf die (unter den Metallen einzigartige) Eigenschaft, bei normaler Umgebungstemperatur einen flüssigen Aggregatzustand einzunehmen.

Das homöopathische Modell von Mercurius

Die auffälligen Eigenschaften des Quecksilbers prägen auch das Krankheitsbild betroffener Menschen. Vor allem der Einfluss von Temperaturschwankungen ist extrem (erinnert an das Verhalten von Quecksilber im Thermometer).

Wärme sowie Kälte bewirken eine sofortige Verschärfung der Symptome. Jede Art von Zittern (auch bei Alkoholproblemen oder Parkinson-Erkrankung) lassen sofort an Mercurius denken. Und genau wie das eigenwillige Element, lassen sich die Schmerzen beim Mercurius Patienten schwer zuordnen. Sie durchdringen das gesamte Gewebe und könne selbst die Knochen, in Form von Knochenwucherungen oder Knochenfraß, betreffen.


Häufige Anwendung von Mercurius

Besonders gut hat das Mittel bisher bei Patienten mit hellem Haar und einem schlaffen Haut-/Muskelgewebe angeschlagen. Dabei konnten auch Parkinsonleiden gelindert und Alkoholprobleme unter Kontrolle gebracht werden, denn es erzeugt eine Abneigung gegen Alkohol. Auch die verschiedensten Knochenerkrankungen wurden bereits erfolgreich mit Mercurius behandelt.

Bekannte Krankheitsanzeichen

  • hypersensibel, starke Emotionsschwankungen, besonders was nahe Angehörige betrifft
  • unruhig, hektisch, dabei eher introvertiert, ständige Abwehrhaltung
  • leicht erregbar, häufig verbunden mit Mordgelüsten gegenüber den „Provokateuren“
  • Selbstmordneigung
  • Träges Gedächtnis, schwache Erinnerungsleistung, daher langsames Beantworten von Fragen, obwohl sonst Schnellsprecher
  • vermehrter Speichelfluss, besonders auslaufender Speichel in der Nacht
  • metallischer Geschmack im Mund, übler Mundgeruch
  • Entzündungen auf der Mundschleimhaut, chronische Zahnfleischentzündung - Zahnkrankheiten
  • Geschwollene, schlaffe Zunge mit Belag, Zahneindrücke an den Seiten
  • Zahnwurzelentzündungen (Zahnkrankheiten) mit Abszessen
  • Häufig vereiterte Mandelentzündung
  • Dauerhafte oder häufige Ohrenentzündung, übel riechender Ohrenausfluss
  • Abszesse, eitrige Entzündungen aller Art
  • Oft vergrößerte Lymphknoten als Folge der Entzündungen
  • Vermehrter Schweißfluss, vor allem in der Nacht, klebrig und stinkend
  • Darmerkrankungen und Durchfallerkrankungen, Ohnmachtneigung
  • Zittern, auch verursacht durch Parkinson, Alkoholabhängigkeit


Verstärkung der Krankheitsanzeichen

  • in der Nacht (so gut wie immer)
  • Liegen auf der rechten Seite (oft unmöglich durch die Schmerzen)
  • Durch Hitze/Wärme
  • Durch Kälte
  • Durch Stress und Unruhe


Abschwächen der Krankheitsanzeichen

  • durch Ruhe
  • Stressreduzierung, strukturierter und geregelter Tagesablauf
  • Verzicht von Süßigkeiten, bzw. gar kein Verlangen danach

Die psychischen Merkmale von Mercurius

Besonders die Psyche betroffener Personen bekommt man, ganz wie das flüssige Silber, nur schwer zu fassen. Sie sind emotional instabil und reagieren, auf kleinste Reize, oft sehr unangemessen. Gerade Familienangehörige, die zwar einerseits innig geliebt werden, leiden anderseits unter den heftigen Wut- und Zornausbrüchen. Ein Mord- oder Selbstmorddrang ist häufig vorhanden, kann in den meisten Fällen jedoch kontrolliert werden. Dennoch fallen Betroffene in ihrer Umwelt schnell auf und stoßen regelmäßig auf Unverständnis.

 

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert

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