Laktoseintoleranz
Die Laktoseintoleranz ist die Unfähigkeit des Körpers,
Milchzucker (Laktose) verwerten zu können.
Bei gesunden Menschen spaltet das Enzym Laktase den
Milchzucker in seine Bestandteile, die dann im Darm resorbiert
(aufgenommen) werden können. Bei der Laktoseintoleranz liegt
ein Laktase-Mangel vor, der erblich bedingt, angeboren
(Alaktasie) oder auch erworben sein kann.
Häufigste Ursache ist die erbliche Form, die sich bereits im
Säuglingsalter zeigt. Der angeborene Laktase-Mangel kommt meist
erst im Erwachsenenalter zum Ausbruch, während der erworbene
Defekt durch Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn,
Infektionen) ausgelöst wird.
In der Klinik kommt es direkt oder wenige Stunden nach
Laktose-Aufnahme (z.B. Eis, Milch) zu kolikartigen Beschwerden,
Durchfällen und starken Blähungen. Die gemilderte Form zeigt
sich durch ein Magengrollen oder einen unruhigen Magen. Ein
Verzicht auf laktosehaltige Nahrung führt zu Linderung der
Symptomatik, die erworbene Form ist durch Beseitigung der
Primärerkrankung reversibel.
Die Laktoseintoleranz zeigt eine unterschiedlich starke
Ausprägung. So leiden ca. 15 Prozent der Bevölkerung aus
Industriestaaten unter der Krankheit, während z.B. fast 90
Prozent der Asiaten und 70 Prozent der Afroamerikaner einen
Laktase-Mangel aufweisen.
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