Immunsystem: Streitkräfte und Abwehrsystem des Körpers

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Wer kennt sein Immunsystem?

Jeder hat ein Immunsystem und jeder weiß, dass es vor Pathogenen (krankmachenden Erregern) schützt. Aber keiner scheint so recht zu wissen, wie dieser Schutz abläuft.

Immerhin wissen wir (theoretisch) von den Impfungen, dass wir da unser Immunsystem „kitzeln“, damit es endlich aufwacht und etwas gegen die bösen Bazillen unternimmt. Denn da bekommen wir einen betäubten oder sogar toten Bazillus injiziert, und unser Immunsystem knöpft sich diesen dann vor und produziert viele gute Antistoffe, die die Verwandtschaft des Bösewichts nicht zum Zuge kommen lassen.

Und deshalb sind Impfungen zu empfehlen?

Wenn man sich das Immunsystem einmal genauer anschaut, dann hat man es mit einer verwirrenden Einfachheit zu tun, die selbst Experten verzweifeln lässt. Aber eins nach dem anderen. . . 

Unser Immunsystem unterteilt sich in nur zwei „Abteilungen“, der angeborenen oder unspezifischen Immunabwehr und der erworbenen, spezifischen Immunabwehr.

Zur angeborenen Immunabwehr gehören folgende Komponenten:

Auch hier gibt es wieder zwei „Unterabteilungen“, die zellulären und humoralen Faktoren.

Zu den zellulären Faktoren des unspezifischen Systems gehören Phagozyten oder Fresszellen, die sich differenzieren in eosinophile und neutrophile Granulozyten, Monozyten als Vorläufer der Makrophagen und die Makrophagen, auch Riesenfresszellen genannt.

Zu den humoralen Faktoren des unspezifischen Immunsystems zählen viele in der Körperflüssigkeit gelöste Faktoren, die bakterizid sind. Dazu zählt das Enzym Lysozym. Dies ist in verschiedenen Körpersekreten enthalten, wie Speichel, Tränen etc. Dazu kommt das Komplementsystem, was in der Leber gebildet wird und rund 20 Enzyme beinhaltet, die, wie das Lysozym, körperfremde Zellen zersetzen. Als letztes seien noch die Interferone genannt, die ebenfalls zum unspezifischen humoralen Immunsystem gehören.

Neben den „Unterabteilungen“ humoral und zellulär gibt es noch eine weitere, weitaus profanere Abteilung, die ebenfalls zum unspezifischen erworbenen Immunsystem gehört.

Das sind eine funktionierende Haut, die das Eindringen von Krankheitserregern verhindert, der Magensaft, der aufgrund seines hohen Säuregehalts eine Vielzahl an Keimen abtöten kann, Flimmerhärchen in den Bronchien, die eingedrungene Partikel oder Organismen abfangen und aus den Lungen schleusen per Husten oder Niesen und der Darm, der eine natürliche Barriere für Mikroorganismen bildet, nicht aber für Nährstoffe.

Angaben zur erworbenen oder spezifischen Immunabwehr:

Während die angeborene Immunabwehr von Geburt an gegeben ist, muss sich die spezifische Abwehr erst noch aufbauen. Dies erfolgt über einen längeren Zeitraum und ist teilweise auch abhängig von Infekten, die auf den Organismus einwirken oder nicht. Denn diese Form der Immunabwehr wird nur durch die direkte Auseinandersetzung mit Pathogenen geformt.

Für das Wort „erworben“ wird auch oft „adaptiv“ benutzt, da dieses Immunsystem sich an die gegebenen Pathogene adaptieren kann.

Während das unspezifische Immunsystem „nur“ undifferenziert gegen Pathogene vorgehen kann, arbeitet das adaptive Immunsystem hochspezifisch, indem es die Pathogene kennen lernt und sich an sie erinnert.

Im Falle einer Reinfektion kommt es dann zu einer sofortigen Immunreaktion, ein Ausdruck der Immunität gegen den spezifischen Erreger. Außerdem ist das spezifische Immunsystem in der Lage, maligne körpereigene Zellen zu identifizieren und zu vernichten.

Folgende Komponenten beherbergt das spezifische Immunsystem:

Lymphozyten - Sie befinden sich hauptsächlich, in den Lymphen und der Milz. Wir kennen zwei Gruppen von Lymphozyten, die T-Lymphozyten, die der zelluläre Anteil der spezifischen Immunabwehr sind, und die B-Lymphozyten.

Die bilden den humoralen Teil der spezifischen Immunabwehr. T-Lymphozyten sind darauf spezialisiert körpereigene und –fremde Strukturen zu unterscheiden.

Im Falle eines Kontakts mit einem Fremdkörper bilden sie T-Effektorzellen und T-Gedächtniszellen aus. Die T-Effektorzellen differenzieren sich weiter zu T-Helferzellen, die dann B-Lymphozytenzellen und Makrophagen aktivieren.

Der zweite Sprössling der T-Effektorzellen sind die T-Killerzellen oder zytotoxische Zellen, die in der Lage sind, infizierte Zellen aufzulösen. Eine dritte Zellgruppe der T-Effektorzellen sind die T-Suppressorzellen, die die „Bremse“ im Immunisierungsprozess darstellen.

Denn wenn ein Krankheitserreger vernichtet ist, soll das Immunsystem wieder auf „Standby“ geschaltet werden, um eine überschießende Reaktion oder gar Autoimmunprozesse zu verhindern. Die zweite Gruppe von Lymphozyten sind die erwähnten B-Lymphozyten. Mit Hilfe der T-Helferzellen entwickeln sich die B-Lymphozyten bei „Feindkontakt“ zu Plasmazellen und B-Gedächtniszellen.

Interessanterweise hat ein Forscherteam aus Düsseldorf Ende 2011 herausgefunden, dass die zum angeborenen Immunsystem zählenden Makrophagen nicht immer alle Viren direkt abtöten. Vielmehr entdeckten die Wissenschaftler in der Milz eine kleine Gruppe der weißen Blutkörperchen, in denen sich die Krankheitserreger erst einmal stark vermehrten.

Dieser Mechanismus scheint nötig zu sein, damit unser spezifisches Immunsystem überhaupt ausreichend Viruspartikel vorfindet, um effektiv gegen die Viren vorzugehen und diese gezielt auszuschalten (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22101728).

Plasmazellen produzieren Antikörper oder Immunglobuline genannt. Nach etwa 3 Tagen geht eine Plasmazelle zugrunde. Die B-Gedächtniszellen aber halten über Jahre und initiieren eine sofortige Antikörperproduktion gegen den spezifischen Krankheitserreger im Falle einer Neuinfektion. Zu den Leukozyten zählen noch die natürlichen Killerzellen, die in der Lage sind, Tumorzellen und von Viren befallene Zellen zu vernichten. Sie werden allerdings oft zum unspezifischen Teil des Immunsystems gezählt, obwohl sie von den Lymphozyten abstammen.

Diese Ausführungen gelten natürlich nur für ein ausgereiftes Immunsystem. Bei einem Neugeborenen ist das Immunsystem nur rudimentär ausgebildet. Erst mit 7 oder 8 Jahren ist es so weit entwickelt, dass man es mit dem eines Erwachsenen vergleichen kann. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass das spezifische Immunsystem mit einer Reihe von Krankheitserregern zusammenkommen muss, um eine „Bibliothek“ von Pathogenen zu speichern, gegen die es eine zumeist lebenslange Immunität entwickelt.

Die angeborene Seite der Immunabwehr ist bei einem normal funktionierenden Immunsystem zu etwa 90 Prozent an der Abwehr von Pathogenen beteiligt. Die spezifische Abwehr ist also weitaus weniger am Immungeschehen beteiligt als man annehmen möchte. Bei einem Neugeborenen scheint aber auch diese Seite des Immunsystems noch nicht vollkommen ausgereift zu sein, denn die Natur hat es so eingerichtet, dass das Neugeborene mit einer Reihe von plazentaren Antikörpern den Mutterleib verlässt, die eine Lebensdauer von etwa 6 Monaten haben. Bis dass das kindliche Immunsystem etwas angereift ist, werden über die Muttermilch eine Reihe von Immunglobulinen an den Säugling weitergegeben, die einen passiven Schutz vor einer Reihe von Infekten bietet.

Weder spezifisches noch unspezifisches Immunsystem sind bei einem Säugling aktionsbereit. Ohne die Kompensationsmechanismen würden mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten das erste Lebensjahr nicht überleben.

Jetzt stellt sich die Frage, warum soll ich einen Säugling, der praktisch kein Immunsystem sein eigen nennt, mit Stoffen bombardieren, die einen Schuss ins Leere darstellen. Selbst wenn es zu einer Immunantwort seitens des spezifischen Teils der Immunabwehr kommt, so scheint sie bei den meisten nicht besonders ausgeprägt zu sein.

Das Forscherteam um Professor Lang, das die weiter oben beschriebenen Erkenntnisse über die – von unserem Körper gewünschte – vorläufig Vermehrung von Viren beschrieben hat, geht davon aus, dass dieser Mechanismus der Grund dafür sein könnte, warum viele Impfstoffe nur sehr schlecht wirken. Schließlich enthalten eine Reihe der Seren lediglich einzelne Viren-Bestandteile oder veränderte Krankheitserreger, die sich in unserem Körper nicht mehr vervielfältigen.

Diese können sich also in den spezifischen Makrophagen in der Milz nicht vermehren, wodurch das adaptive Immunsystem keine oder nur ungenügende Abwehrmechanismen einleiten kann.

Grund für die schlechte Ausprägung der Immunreaktion nach Impfungen kann aber auch sein, dass das junge Immunsystem sich mit einer Reihe von Stoffen abquälen muss, die mit dem Immunisierungsprozess eigentlich gar nichts zu tun haben:

  • Antibiotika,
  • Schwermetalle (Quecksilber, Aluminium),
  • Konservierungsstoffe (Formalin)
  • und seit Neuestem auch Verunreinigungen mit Schweinevirus-DNA,

die eher einen störenden Effekt auf das junge Immunsystem haben und nachhaltig negative Effekte auf den sich entwickelnden Organismus.

Denn Säuglinge, selbst Kinder, sind nicht kleine Erwachsene. Ihre Stoffwechsellage ist eine komplett andere als die der Erwachsenen. So gibt es Kleinkinder, die Quecksilber nicht ausscheiden können. Die Blut-Hirn-Schranke ist bei Säuglingen bis zur 6. Woche noch nicht geschlossen, so dass bei einer Hepatitis B Impfung z.B. das enthaltene Quecksilber ungehindert sich im Hirn anlagern und anreichern kann. Das Fehlen der Blut-Hirn-Schranke beschert dem jungen Erdenbürger eine 6-fach höhere Quecksilberakkumulation im Hirngewebe als jemand, bei dem die Schranke funktioniert. Dazu kommt, dass bestimmte Enzymsysteme noch nicht entwickelt sind, das Cytochrom P450 z.B. Damit sind ganz andere Voraussetzungen gegeben, wie solche künstlichen Substanzen abgebaut werden können, weil die enzymatischen Voraussetzungen für den Abbau nicht gegeben sind.

So bemerkte Prof. Boyd Haley von der University of Kentucky, dass eine Impfung alleine bei einem 3 kg schweren Säugling gleichbedeutend wäre mit 30 Impfungen an einem Tag bei einem 85 kg schweren Erwachsenen. Dabei sind die toxischen Substanzen, wie eben beschrieben, mit enthalten. Dazu kommt erschwerend, dass Säuglinge noch nicht in der Lage sind, genügend Gallensekret zu bilden. Das gleiche gilt für die renalen Kapazitäten, die noch weit hinter denen von Erwachsenen zurückliegen.

Damit bleiben Quecksilber, das primär über Gallensekret abgebaut wird und Aluminium, das durch die Nieren abgebaut wird, im Körper erhalten. Und ausreichend hohe Quecksilberkonzentrationen behindern die Nierenfunktion zusätzlich. (s. A. Nierenkrankheiten)

Für so viel Ungemach sollte doch wenigstens ein positiver Effekt auf die Erkrankungsrate zu sehen sein, oder? Und der Effekt ist da, aber er scheint in die falsche Richtung laufen zu wollen. Denn die Impfungen gegen alles und nichts haben epidemiologisch keine Senkung der Erkrankungsraten gebracht. Im Gegenteil. Bei Masern z.B. scheint die Tendenz so auszusehen, dass die Geimpften eher erkranken und schwerer erkranken als die Nichtgeimpften.

Tuberkulose Impfungen sind für Erwachsene weitgehend überflüssig, da die Impfung mit einiger Wahrscheinlichkeit Tuberkulose auslöst. Aber wenn ich doch, wie eingangs beschrieben, einen toten Erreger appliziere, der sich ja nicht mehr vermehren kann, dann kommt doch das Immunsystem und bildet frohen Mutes ganz, ganz viele Antikörper gegen den Bösewicht und ich bin gerettet. . . 

So wird es uns immer wieder erklärt. Warum dann, bitte schön, klappt das genau nicht bei der Tuberkulose?

Sollten vielleicht ähnliche Fehlinterpretationen von Theorie und Praxis auch bei anderen Erkrankungen gegeben sein, nur nicht ganz so gravierend? Denn es ist immerhin möglich, dass ein funktionierendes Immunsystem, was eine solche Behandlung gar nicht benötigt, den Negativeffekt kaschieren kann.

Aber seien wir doch einmal ehrlich: Wir wissen jetzt ein wenig, wie das Immunsystem aufgebaut ist, aus welchen Komponenten es besteht, aber wie es letztendlich funktioniert sollte immer noch unklar sein.

Und wenn Sie mir nicht glauben, dann lass ich mal einen anderen Experten zu Worte kommen. Amerikas führender Befürworter für eine H1N1 Impfung, Dr. Anthony Fauci, Direktor des National Insitute for Allergies and Infectious Diseases, hat zugeben müssen, NICHTS zu wissen, über die Frage, wie das menschliche Immunsystem auf Impfungen reagiert. Er brachte diese Äußerung in einem Interview, das von Bloomberg veröffentlicht wurde.

Spätestens jetzt bin ich überzeugt, dass sich keiner der „Impflinge“ in guten Händen befindet. Sie sind größtenteils zahlende Versuchskaninchen in einer Massenstudie ohne Plazebokontrolle, Randomisierung und andere Gegebenheiten, die eine einwandfreie klinische Studie ausmachen.

Nur 1 Prozent der Nebenwirkungen von Impfungen werden gemeldet, was den Impfungen den Flair von Sicherheit und Effektivität gibt. Die fehlende wissenschaftliche Beweisführung für die Wirksamkeit der Seren stört plötzlich niemanden mehr, denn die gilt nur für die alternativen Konzepte.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2012 aktualisiert