Leiden Sie an Blähungen oder sogar unter starken Blähungen?

Und das Ganze mehr als “nur mal pupsen”? Was ist mit Blähungen in der Schwangerschaft und bei Babys?

Durch krankhafte Gasbildung im Darm wird der Leib aufgebläht. Die “kleine Blähung” oder pupsen entsteht genauso wie starke Blähungen  durch eine übermäßige Füllung von Magen und vor allem Darm mit Gasen.

So können zum Teil sehr schmerzhafte “Windkoliken” entstehen, die das Zwerchfell hochdrängen und dadurch sowohl das Herz als auch die Atmung beeinträchtigen können. Viele Patienten denken dann, sie hätten es mit dem Herz…

Eine gewisse Luftmenge im Darm ist ganz normal. Sie wird einerseits beim Essen mitgeschluckt und andererseits von den Bakterien im Darm gebildet. Normalerweise ist das auch kein Problem. Ein Teil der Gase wird vom Blut aufgenommen und über die Lunge ausgeatmet. Ein anderer Teil geht als „Winde“ ab.

Im Prinzip ist “Pupsen” gesund…

… denn so können die Gase entweichen, die entstanden sind. Ein gewisses Maß an Gasbildung ist normal. Die Gase entstehen bei der Verdauung im Darm.

Jeden Tag entsteht wenigstens ein Liter Gase. So viel Gas bilden allein schon die Bakterien in unserem Dickdarm, die sich um das Recycling unserer Nahrung bzw. der unverdauten Nahrungsbestandteile kümmern. Aus den unverdauten Resten, die im Dickdarm ankommen, gewinnen sie noch wertvolle Mineralstoffe und Energie. Dabei entstehen Gase, die zum Teil sehr unangenehm werden können.

Wenn der Abtransport nicht ausreichend funktioniert oder zu viele Gase produziert werden, sorgen sie für einen aufgeblähten Bauch, Krämpfe und übermäßige Winde.

ACHTUNG: Begleitsymptome wie starke SchmerzenErbrechen, Gewichtsabnahme und/oder sich merkwürdig änderndes Stuhlverhalten (mal weich – mal hart, siehe auch Durchfall oder Verstopfung) deuten möglicherweise auf ernsthaftere Erkrankungen hin. In diesem Falle sollten Sie auf keinen Fall selbst herumdoktern, sondern zum Arzt gehen! Eine mögliche Darmerkrankung sollte ausgeschlossen werden.

Die Menge der Gasbildung und der Blähungen können wir beeinflussen!

Ursache für starke Blähungen können unter anderem die Unverträglichkeit bestimmter Gemüsesorten (z.B. Kohl und Hülsenfrüchte) sein.

Auch Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten können zu schlimmen Blähungen führen. Ein bekanntes Beispiel ist die Unverträglichkeit von Laktose. Auch Fructose wird von vielen nicht gut vertragen.

Aber auch Bewegungsmangel, einseitige Ernährung, der es an wichtigen Inhaltsstoffen fehlt, oder mangelnde Eßdisziplin (vor allem: ungenügendes Kauen und zu hastiges Essen mit Luftschlucken) können für die unangenehmen Blähungen sorgen. Auch Erkrankungen der Galle und Gallengänge kommen als Verursacher infrage.

Im Mittelpunkt der Therapie steht also eine Art “Ernährungsumstellung”. Bei Blähungen haben sich außerdem HeilpflanzenHomöopathie sowie physikalische Therapie (wie Wickel und Auflagen) bewährt. Gute Ergebnisse sind auch mit Fußreflexzonenmassage zu erreichen.

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Wichtig bleibt bei starken Blähungen die Behandlung der Grundstörung:

Finden sich in der Diagnose Hinweise auf einen Mangel an Magensäure, Gallensaft oder Enzymen, die die Beschwerden verursachen, so sollten die Organe Magen, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse ebenfalls in die naturheilkundliche Therapie mit einbezogen werden: Vor allem mit Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Wickeln und Auflagen kann hier viel erreicht werden.

Allgemeine Tipps zur Lebensführung bei Blähungen

Das Essverhalten sollte geändert werden:

  • gut kauen,
  • langsam und ohne Hast essen,
  • kleine leicht verdauliche Mahlzeiten essen,
  • blähende, unverträgliche Speisen meiden, auch kohlensäurehaltige Getränke.

Ziel ist eine sinnvolle Ernährungsumstellung. Dazu zählen Ernährungsprinzipien wie: viel Frischkost, leicht verdauliche Fette, zum Beispiel kaltgepresste Pflanzenöle, weniger Fleisch und Wurst sowie ein ausreichend hoher Ballastoffanteil (Vollkornprodukte).

Bewegung spielt ebenfalls eine Rolle: Feste Bauchmuskeln sorgen für eine bessere Aufnahme der Gase in das Blut. Außerdem regt ein aktives Leben die Verdauung an.

Heilerde bei Blähung

Eine sehr wirkungsvolle und rasche Selbsthilfe bei Blähungen ist die Einnahame von Heilerde. Dies ist auch in der Schwangerschaft im Allgemeinen möglich.

Heilerde bindet Luft und verringert die Beschwerden durch eine Reduzierung der Gasmenge im Darm. Auch bei Dysbakterie bzw. Fäul- und Gärungsprozessen trägt Heilerde zur Giftbindung und zu einer raschen Besserung bei.

Homöopathie zur Selbstbehandlung bei Blähungen

Ein gut geeignetes homöopathisches Komplexmittel ist:

Carbo vegetabilis Pentarkan (3 mal täglich 10 – 15 Tropfen). In akuten Fällen stündlich 5 Tropfen in etwas Wasser.

Zusätzlich trinkt man vor- und nachmittags je eine Tasse Biosanum Fermenttee (auch aus der Apotheke). Man gibt einen Esslöffel Tee auf 1/4 Liter Wasser, lässt ihn kurz aufkochen und 4 Minuten ziehen.

Äußerlich macht man Umschläge mit Biosanum-Essenz (auch aus der Apotheke). Einen Esslöffel der Essenz gibt man in eine Tasse Wasser, tränkt einen Leinenlappen darin und legt ihn bis zu einer Stunde täglich auf den rechten Oberbauch.

Blähungen bei einem Baby

Viele Babys leiden in den ersten Monaten unter sehr starken Blähungen, die zu stundenlangen Schreiphasen führen können.

Wenn das Baby gestillt wird, darf die Mutter keine blähenden Speisen essen! Auch auf Zwiebel und Knoblauch sollte sie verzichten.

Aus der Homöopathie leistet Chamomilla D12 sehr gute Hilfe, wenn das Baby schreit wegen der Schmerzen und nur durch Herumtragen zu beruhigen ist.

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Beitragsbild: pixabay.com – derneuemann

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 03.12.2013 bearbeitet.