Obstipation - Darmverstopfung

  • Wer hat Tipps zu langjähriger wiederholter Obstipation?


    seit 6 Monaten vegane Ernährung, Glutenunverträglichkeit, 3* / Woche Sport (Muskelaufbau und schwimmen), 3 Mahlzeiten / Tag mit Schwerpunkt Gemüse, warmes Frühstück (Quinoabrei), Schilddrüsenwerte überprüft, keine Stoffwechselstörung med. nachweisbar, dennoch immer wieder wochenlang Verstopfung und schleichende Gewichtszunahme... :( Ich weiss nicht mehr weiter. Vor allem die Gewichtszunahme frustriert mich. Meine Ernährung wird angezweifelt, ich kann sie aber auch durch Führen eines Tagebuchs belegen. Ausserdem würde ich hier im Forum nicht lügen, denn ich suche Hilfe! Weiss jemand noch, woran die Gewichtszunahme liegen könnte und was ichtun kann?

  • Hallo Interessent! Wie hat die Ernährung vor der Umstellung ausgeschaut? Ist die Obstipation etwa Zeitgleich aufgetreten? Was für Obst/ Gemüse wird Hauptsächlich verzehrt? Wieviel Flüssigkeit in welcher Form?

    Ist die Ernährungsumstellung plötzlich oder langsam erfolgt? Werden NEMs eingenommen?

  • bermibs

    Hat den Titel des Themas von „Obstipation“ zu „Obstipation - Darmverstopfung“ geändert.
  • Hallo Interessent,

    gegen Verstopfung kann unter anderem helfen:

    - naturbelassene Ernährung überwiegend vegan, wenig bis nicht raffiniert und erhitzt

    - Verwendung von Ballaststoffen als NEM

    - Symbioflor 2 (E. coli)

    - generell Sanierung der Darmflora mit Probiotika

    Liebe Grüße

    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Durch die Verstopfung bleibt auch viel Müll in drn Lymphen, deren Abfallprodukte meistens lipophil also Darmgängig sind . Darum die Gewichtserhöhung !

    Ich spreche zwar gegen die Mehrheit in diesem Forum, aber für mich ist vegan nicht gesund.

    Gerade wird in dem ansonsten unkritischen Forum " Heilpraxisnet." auf den Vit.B12- Mangel bei Veganern hingewiesen.

    Darum die gleiche Frage wie Medjoul: Wie war es vor der Ernährungsumstellung?


    Dann fehlt mir das Geschlecht und weitere Beschwerden. Die Gewichtserhöhung klingt weiblich, Wj.:/Und die Glutenunverträglichkeit tut ihr übriges!

    Bei Frauen hat Obstipation abhängig vom Alter viel mit Hormonen zu tun....und der Psyche!( zb Reizdarm)


    Ich würde auch Probiotika zuführen (hochwertiges , erprobtes Produkt: Enterobact von Synomed!) Und Flohsamenschalen.

    Magnesium+ Kalium -Spiegel im Vollblut messen lassen und ggf. einnehmen.

    Bei Reizdarm auf gute Vit.B- Versorgung achten

    ergänzen mit Produkten von Fairvital oder Vitaminexpress.


    Wenn das alk5es nichts bringt und auch wegen der Unverträglichkeit ( woher weißt du das?) lass ein Stuhllabor machen.

    Ein gutes Labor mit erfahrenen Leuten , die auch Therapievorschläge machen , ist ENTEROSAN in Bad Bocklet.


    Ich habe mich jahrelang geplagt, bis endlich der Grund feststand:

    Ein Myom unter der Gebärmutter hatte diese nach hinten unten gezogen. Sie lag 7cm tiefer als physiologisch normal auf der Sigmaschleife des Darms und drückte diesen besonders in der 2. Zyklushälfte ab. Da half nur operieren.!


    GrußGabriele

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

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  • Hallo Gabriele,

    bei 100 % vegan gebe ich dir Recht. Der Mensch benötigt auch einen Teil tierische Nahrung, aber eben wenig und nicht so viel wie allgemein gängig. Unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, haben ungefähr 3 % tierischen Anteil. Ich halte für den Menschen 10 - 15 % für sinnvoll. Dabei aber niedere Entwicklungsstufe, wie Weichtiere, Fische, Vögel aber keine Säugetiere.

    Deshalb sage ich immer überwiegend.


    In der Natur gibt es keine 100 % reine Ernährungsart, sondern mehr oder weniger Mischformen. Kühe (Pflanzenfresser) fressen mit Gras Weichtiere und Insekten. Löwen (Fleischfresser) fressen den Mageninhalt ihrer pflanzenfressenden Beutetiere. Das gleiche gilt für den Menschen als Fruchtfresser (Frugivore).

    LG Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Durch die Ernährungsumstellung kann es leicht sein dass das Verdauungssystem überlastet ist. Es kommt darauf an wie die Ernährung vorher und nachher ausgesehen hat.


    Magst Du die neue Ernährungsweise, fühlst Du Dich wohl damit, schmeckt Dir das Essen?

    Zu Essen ohne Freude beeinträchtigt die Verdauungsfunktion, weil das Stress verursacht.

    Sehr oft wird bei Umstellung auf Vegan viel mehr gegessen, je nachdem. Nährstoffdichte Lebensmittel wie z.B. Hafer, Reis etc. sättigen in kleinen Mengen und regen durch ihren Ballaststoffgehalt die Peristaltik an (Reis nur Natur ungeschält).


    Da das ganze Verdauungssystem zusammenhängt wäre es wohl günstig auch mit Bitterkräutern die Säfte anzuregen (z.B. Heidelberger 7- Kräuterstern) .

    Ich nehme an dass Du genug trinkst. Hier wäre es sicher günstig auch die eine oder andere Tasse Tee zu trinken, nicht nur kaltes Wasser aus der Leitung (je nach Wasserqualität auch gefiltert), da gekochtes Wasser anders wirkt als kaltes.

    Ein altes allseits bekanntes Heilmittel bei Verstopfung sind über Nacht eingeweichte Trockenpflaumen (Bio Qualität). Morgens wird dann nüchtern das Einweichwasser getrunken und anschließend die Pflaume gegessen. Nicht zu viele, erst mal eine Morgens und eine Abends, täglich.


    Flohsamenschalen oder Leinsamen mit viel Flüssigkeit wären eine Variante wenn sonst wenig Ballaststoffe verzehrt wurden.

    Probiotika- aber das haben Bernd und Gabriele alles schon geschrieben.

    Bei sitzender Tätigkeit öfters eine Bauchmassage durchzuführen oder auflösende Bäder zu machen ist auch angenehm.


    Um den allgemeinen Stress zu Bewältigen ist häufige moderate Bewegung besser als selten viel. Dafür können auch beruhigende Tees getrunken werden: Lavendel, Melisse, Hopfen, Baldrian, Johanniskraut, Passionsblume z.B. Gibt auch gute Mischungen fertig in der Apotheke. Der Stress kann erheblich sein ohne dass man das bewusst wahrnimmt.


    Zu guter Letzt: NEMs die ich hier empfehlen würde weil sie den Stuhl aufweichen: Vitamin C (natürliche L-Ascorbinsäure mit Bioflavonoiden bevorzugen- die künstliche aus der Apotheke- weißes Pulver- kann in größeren Mengen die Schleimhäute reizen und die Darmflora negativ beeinflussen).

    Und Magnesium als Citrat oder Malat, etwa 3x 300mg.

    Alles Gute!

  • bermibs

    Ich kenne nur Veganer, die sich um Nährstoffmängel überhaupt keine Sorgen machen.

    Bei veganen Frauen mit Pille ist der Folsäure- und V12- Mangel vorherprogrammiert.

    Ab Wj. b ei Fau und Mann ab 50 Jahren sehe. ich nicht mehr diese Probleme. Fleisch wird in meinem Umfeld äusserst umsichtig dosiert.

    GrußGabriele

    Mit lieben Grüßen Gabriele


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  • Folge eines Uterusprolaps retroversio

    Moin zusammen!

    Gute Verdauung hatte ich fast nie.

    Lag es im Kindesalter am zuviel an AB -meine Mutter arbeitete in Arztpraxis und Labor als mtA-

    wurde es nach der Menarche auch nicht wirklich besser. Eingelegte Feigen gehörten zum Inventar im Haushalt.

    Eine Darmsanierung aufgrund Verpilzung brachte vorübergehende Linderung... und dann war ich schwanger.


    Hier nahmen bei vollem Darm auch die Kreuzbeinschmerzen zu. Und wie der Stuhlgang aussieht in den letzten Wochen vor Entbindung ,weiss jede Mutter.

    Nach meinem Kaiserschnitt sollte ich Eisen nehmen, was auch auf den Darm positiv wirkte (* Floradix mit Eisen) .


    Nach meiner naturheilkundlichen Ausbildung frühstückte ich gerne mein Müsli mit Buttermilch , was Wunder wirkte...bis zu den WJ., wo der Stuhlgang in der 2. Zyklushälfte aussah wie zum Schwangerschaftsende, was auf ein schmales Darmlumen schliessen ließ. Seltsam.!


    Die Lösung kam erst heraus, als wegen weiterer Probleme die Gebärmutter entfernt wurde.

    Der Arzt , der vorher eine Myomausschabung vornehmen sollte, fand in der GM kein Myom, .aber eine Lageveränderung des Organs.


    Mein Uterus war 7cm(!!!) nach hinten gekippt, lag auf dem Mastdarm -deswegen der seltsam dünne Stul- und ärgerte das Kreuzbein.


    Hinterher erfuhr ich vom operierenden Prof ( der vorher einer Hysterektomie kritisch gegenüberstand!), dass das Myom unter der Gm geseesen hatte und mit dem Mastdarm verwachsen war.

    Er erklärte mir, die Rückwärtsneigung des Uterus erblich bedingt sei bei 10-20% der Frauen. Bedinge häufig Verstopfung, geschwollene Waden umsowie ungeklärte Kreuzbeinschmerzen..,

    Durch den recht geringen %-Satz denken viele Ärzte nicht daran. Kann häufig bei einer vaginalen Ultraschalluntersuchung unbemerkt bleiben.


    Mit der Schwangerschaft richtet sich die Gm. auf und bleibt in dieser Lage bis zu den Wj. , wegen Spannungverlust in den Bändern trotz Sport . Bei mir kam dann noch erschwerend das unglücklich liegende Myom dazu.


    Obwohl die Hysterektomie Bänderschonend vorgenommen wurde, sind die Kreuzbeinschmerzen bei vollem Darm geblieben . Bänder und Mesenterium, wo Darm und Inneren Organe aufgehängt sind , bleiben einfach irritiert.


    Hätte ich das vorher gewusst, wäre die OP viiiel früher erfolgt.

    Gruß Gabriele

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

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  • Hallöchen, ich bin ganz neu, habe mich grad registriert, weil das Thema VERSTOPFUNG/OBSTIPATION für mich schon ein jahrelanger Leidensweg ist. Mittlerweile ist es so, dass ich seit Jahren Abführmittel nehme und das jeden 2 - 3. Tag... ich bin es satt, dass der Arzt mir KEINE Hoffnung macht, dass sich das jemals zum Guten wenden könnte... Muss grad lachen, denn ich höre Euch schon rufen: WECHSLE DEN ARZT! … das werde ich auch vermutlich tun... ich habe so ziemlich alles schon ausprobiert... Ernährungsumstellung, Flohsamenschalen, Kleie, Pflaumensaft, auch schon habe ich bei einem Heilpraktiker die Darmspülung gemacht, mit Bauchmassage uvm… was ich jetzt ausprobieren will, ist das Heilfasten von Rene Gräber und da bin ich nun voller Vorfreude und auch mit einer grossen Hoffnung, dass sich etwas ändert! ach ja, auch ich nehme stets Gewicht zu und das frustriert zusätzlich... gerade weiss ich eigentlich gar nicht mehr, was ich essen soll, was gut ist, man hört soviiiiieeles und das lässt mich oft fast verzweifeln

    Zu meiner Person, ich bin eine Frau, 56 Jahre alt und wiege 68 Kilo...

    … herzliche Grüsse engelchen

  • Liebe Engelchen, Hallo! Das was Du schreibst erinnert mich gerade ganz extrem an meine Freundin, vielleicht möchtest Du das ausprobieren: sie hatte Erfolg mit Garcinia cambogia und MSM mit etwa 3000mg VitaminC und sehr viel Magnesium. Damit bekam sie mal ihre Verstopfung weg. Allerdings hat sie später herausgefunden dass sie HPU hat und deshalb nicht gut abnehmen kann. Auch die Pille die sie seit ihrem 14. LJ nahm hat sie hormonell echt "gewürfelt"- sie bekam alle Nebenwirkungen wie in der Packungsbeilage beschrieben... also die Hormone können da echt reinspielen!

  • Liebe Medjoul

    Danke für deine nette Antwort! Freu mich gerade über Deine Empfehlungen... nun muss ich jedoch fragen was ist MSM (ein Magnesium?) und HPU? ...die Pille habe ich genommen als ich noch jung war (ca. 10 Jahre lang) doch nach den Schwangerschaften nicht`s hormonelles mehr...


    L.G. engelchen

  • <3lich willkommen!

    Gewicht ist doch ok in den Wj. Wiege ich auch bei gleichem Alter!

    Zur Verstopfung: lies dir meinen Thread vom 2.2.2019 durch :" Obstipation,... Folge eines Uterusprolas retroversio!"

    Meine Sigmaschkeife im Darm.ist dauerhaft überdehnt durch die draufgelegte Gebärmutter und ich habe immer noch unregelmässig Verdauung..auch mit Flohsamenschalen und Zeolith .

    2x jährlich Phönix-Entgiftungsprogramm!!


    Anmerkung von bermibs:

    Habe beide Themen zu Obstipation zusammengeführt.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

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  • Engelchen- ich nehme nicht an dass Du HPU (wurde an anderer Stelle im Forum erwähnt habe ich gesehen) hast, das habe ich nur erwähnt im Zusammenhang mit dem Abnehmproblem.

    MSM ist Methylsulfonylmethan- organischer Schwefel der sich sehr gut auf die Darmschleimhaut auswirkt.

    Auch Jod und B- Vitamine sind in diesem Zusammenhang interessant. Das ist aber erstmal nicht so wichtig- wenn man mit Zuviel auf einmal anfängt wird´s kompliziert. Bezüglich der Sigmaschleife (Aufhängung) kann man mit der natürlichen Hocksitzstellung etwas Entlastung bringen (Toilettenhocker), davon profitiert nicht nur der Darm (gründlichere Entleerung) sondern auch der Beckenboden.

    Eine Freundin von mir hat bei ihrer Tochter die chronische Verstopfung hat Petrolatum (gereinigt) erfolgreich angewendet, muß derzeit aber dauerhaft eingenommen werden da bei ihr eine Stresssymptomatik vorliegt. Alle anderen Maßnahmen haben bei ihr nicht verfangen. Stress ist übrigens ein sehr häufiger Grund für chronische Verstopfung.

  • Hallo Engelchen,

    in Ergänzung zu dem bereits gesagten drei grundsätzliche Sachen.

    1. Sollte der Vitamin-D-Spiegel bei rund 80 ng/ml liegen (idealer Bereich). Hast du deinen Wert schon einmal messen lassen?

    2. Sollte der Omega-3-Index bei 8 - 11 % liegen. Omega 3 bremst/blockiert die Umwandlung überschüssiger Kohlenhydrate in körpereigenes Fett und dessen Einlagerung.

    3. Die Bakteriengruppe der Firmicuten ist in der Lage, normalerweise unverdauliche Ballaststoffe aufzuspalten und so für zusätzliche (unnötige) Energie durch verwertbare Kohlenhydrate zu sorgen. Mit regelmäßigem Verzehr von Rotweinessig kann man diese Bakterien im Darm in Schach halten.

    Liebe Grüße

    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Vielen Dank, liebe Medjoul, liebe Ragusa und lieber Bernd, das ist ja interessant... ich habe schon vor langer Zeit mal den Viatmin D - Wert bestimmen lassen, der war viel zu tief... nahm längere Zeit Tropfen... hab dann irgendwann mal aufgehört... ich bin Euch dankbar für jeden Tipp, doch wie Du sagst, liebe Medjoul, nicht zuviel auf einmal... ich möchte Ende Feb. mit dem Fasten beginnen, hab dann Ferien und dann mal schauen, was sich alles tut...

    wünsche Euch einen angenehmen Abend und Danke