Ist psychologisches Coaching im Beruf empfehlenswert?

  • Einerseits ist es gar nicht schlecht, dass dort nicht nur Arbeitsthemen stehen, sondern auch Sachen aus dem echten Leben. Viele schleppen ja irgendwas mit in den Job, ohne dass es jemand merkt. Und man sitzt irgendwann halt da, noch funktioniert man, aber schon länger knirschts innerlich. Da kann ein neutraler Blick von außen manchmal wirklich helfen, Dinge zu sortieren.

    Andererseits wirkt so eine Liste auch schnell wie ein Bauchladen für alles Mögliche. Ob das dann wirklich zu einem Team passt, merkt man wahrscheinlich erst, wenn man die Person dahinter erlebt.

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (15. März 2026 um 16:11)

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Dann finde ichs ehrlich gesagt sogar gut, dass du das übernimmst. Und zwar eher, damit es sauber läuft und es nicht irgendwo zu einer Versandung zwischen Tür und Angel kommt. Sobald bei so etwas das Gefühl reinkommt, man müsse erst erklären, warum man einen Termin will, ist innerlich eh schon wieder halb zu. Ebenso denke ich, dass es genau mit einer organisatorischen Klarheit und einer menschlichen Lockerheit sein sollte. Vielleicht hilfts sogar auch, wenn man fürs Eintragen nur zwei, drei nüchterne Zeitslots anbietet und sonst gar kein großes Drumherum macht.

    Ja definitiv, ich werd da nicht allzu groß nachfragen, warum die Person jetzt das Gespräch braucht, wir machen einfach das Absprechen und ausmachen, wann der Termin ist und aus. Warum genau die Person das dann braucht, kann sie mit dem Coach besprechen, weil das im Prinzip mich und den Arbeitgeber nichts angeht, solange der Mitarbeiter dann nicht von selbst zum Chef kommt und ihm berichtet. Ich fidn so ein Abgrenzen wichtig, einen Freiraum in dem man sich zu allem äußern kann, was einem sozusagen auf der Seele brennt.

  • Vermutlich entscheidets sich halt oft genau da, ob das wirklich angenommen oder innerlich direkt zugemacht wird. Denn ich danke, dass es meistens schon war, sobald jemand merkt, dass da noch eine zweite Ebene mit reinschaut.

    Ich hab das in der Vergangenheit einmal in einer Firma erlebt, da hieß es auch „freiwillig“ – und gleichzeitig musste man sich beim Termin halb erklären. Deshalb ist dann kaum jemand hingegangen. Bei einer sauberen Trennung wirds eher so ein Ort, wo sich Dinge sortieren lassen, ohne dass gleich jemand mitschreibt.

    Merkt ihr aber jetzt schon, ob im Team eher Neugier vor dem Win 3 Coaching oder eher dieses „mal schauen, was das wieder wird“ da ist? Das kippt ja oft schneller als man denkt.