Cystatin C - Verständlich Erklärt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Das Cystatin C ist ein Protein, das in der Labormedizin genutzt wird. Es lässt Hinweise auf mögliche Störungen der Nierenfunktion zu.

Cystatin C zählt zu den Cysteinprotease - Inhibitoren der Cystatin - Familie. Cystatin C ist ein basisches Protein, das aus rund 120 Aminosäuren zusammengesetzt und niedermolekular ist.

Es wird in Körperzellen relativ konstant hergestellt und ist von Erkrankungen (entzündlichen oder konsumierenden) in Produktion und Ausschüttung nur wenig beeinflusst. Nur durch die glomuläre Filtration (durchdringen der Membranen) kann Cystatin C aus dem Körper entweichen. Es wird durch die Zellen des Tubulus vollständig zurück in den Blutkreislauf gegeben und danach metabolisiert (durch körpereigene Substanzen abgebaut).

Die Konzentration von Cystatin C im Blut hängt zu einem großen Teil von der Filterleistung der Nieren ab. Daher lässt die Bestimmung Cystatin C Werte im Blut einen aussagekräftigen Rückschluss auf die Leistungsfähigkeit der Nieren zu. Da der Cystatin C Wert nicht von der Muskelmasse beeinflusst wird, kann dieser Wert bei Kindern ebenso zuverlässig wie bei Erwachsenen erhoben werden.

Liegt eine Fehlfunktion der Nieren vor, wird der Abbau von Cystatin C vermindert, so dass ein erhöhter Wert nicht nur im Blut sondern auch um Urin nachgewiesen werden kann.

Normalwerte

Der Normalwert liegt bei Männern zwischen 0,5 und 0,95 mg/l, bei Frauen bei 0,55 und 0,95 mg/l. Grundsätzlich sind diese Werte altersunabhängig, liegen aber bei Neugeborenen und Säuglingen in der Regel etwas höher.

Eine Erhöhung des Cystatin C Wertes kann auf eine Nierenerkrankung, beispielsweise eine Niereninsuffizienz oder auf eine Autoimmunerkrankung hinweisen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.04.2013 aktualisiert