Troponinwerte - Verständlich Erklärt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Das Troponin, im allgemeinen Sprachgebrauch auch als der "Herzinfarkt-Blutwert" genannt, ist eine der Eiweißstrukturen, die es ermöglichen, dass sich die Muskulatur zusammenziehen und wieder entspannen kann.

Dabei sind das so genannte Troponin I und das kardiale Troponin T die charakteristischen Troponine für den Herzmuskel. Wenn Muskelzellen des Herzens geschädigt werden, tritt Troponin ins Blut über. Daher ist ein im Blut nachweisbarer Troponinwert häufig ein Anzeichen für einen Herzinfarkt.

Welche Werte sind normal?

Die Obergrenze des Troponinwertes liegt bei 0,1 ng/ml, eine Untergrenze gibt es nicht, da zu niedrige Troponinwerte medizinisch keine Bedeutung haben. Zudem kommt im Blut gesunder Menschen kein kardinales Troponin vor.

Welche Bedeutung haben messbare Troponinwerte?

Nach einem Herzinfarkt steigt der Troponinwert für ca. drei Stunden an. Nach 24 Stunden ist der Maximalwert erreicht und der Wert sinkt dann in 10 bis 14 Tagen wieder auf den Normalwert zurück.
Aber ein erhöhter Troponinwert ist nicht nur ein Indiz für einen Herzinfarkt. Auch bei akutem Nierenversagen, rheumatischen Erkrankungen, Schädigungen an der Skelettmuskulatur, einer Lungenembolie oder nach Lungen- oder Lebertransplantationen können sich die Troponinwerte erhöhen.

Diagnostik Herzinfarkt

Um bei Verdacht beispielsweise einen Herzinfarkt zu diagnostizieren, wird der behandelnde Arzt den Wert des Troponins im Blut bestimmen.
In Folge der Gefäßverstopfung stirbt bei einem Herzinfarkt Muskelgewebe des Herzens ab. Der Herzmuskel wird teilweise von der Blutzufuhr abgeschnitten. Da schon minimale Schäden an der Herzmuskulatur zu einer Anstieg des kardinalen Troponins im Blut führen, ist dieser Blutwert einer der wichtigsten Werte in der Infarktdiagnostik.

Zusätzlich zum Troponin geben noch andere Laborwerte klare Hinweise auf einen Herzinfarkt, so zum Beispiel der Wert des Herzmuskelenzyms CK-MB. Dem Troponinwert wurde bisher immer die größte Relevanz bei der Diagnose von Herzinfarkten gegeben.

Es hat sich jedoch herausgestellt, dass andere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Niereninsuffizienz im Labor zu falsch-positiven Troponinwerten führen können. Daher sind bei dem Verdacht auf einen Herzinfarkt immer noch weitere Untersuchungen nötig, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 31.07.2012 aktualisiert