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Eva Mst

Meister

  • »Eva Mst« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 264

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Beruf: Rentnerin

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1

Donnerstag, 22. Juni 2017, 14:57

Antidepressivum Doxepin ausschleichen

Hallo,

meine Schwester nimmt seit knapp einem Jahr Doxepin, um die trübe bis verzweifelte Gemütslage nach der Beinamputation besser bewältigen zu können. Das Medikament wurde ihr noch im Krankenhaus verordnet.
Viel Zeit ist derweil vergangen, doch noch ist nicht der Alltag eingekehrt, noch macht das Laufenlernen mit der Prothese ungeheuer viel Probleme (und auch Schmerzen).
Eine neue Sorge ist derweil gekommen, das ist die unübersehbare Gewichtszunahme, die Waage mißt glatte 17 kg mehr und es geht immer weiter mit dem Zunehmen. Low Carb, low Fett - nix kann diesen bösen Lauf zur krankhaften Adipositas aufhalten. Die Ursache dafür ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dieses Antidepressivum, das sie nun ausschleichen möchte.

Daß Ausschleichen sehr langsam vor sich gehen soll, ist klar. Unklar ist allerdings - und das ist ein Knackpunkt - ob nach dem vollkommenen Absetzen von Doxepin sich auch die Wucherpfunde wieder abbauen, gibt es hier jemanden, der davon weiß oder gar von eigener Erfahrung berichten kann?


Eva
"Primum nil nocere" - "Zuallererst nicht schaden!"
(Hippokrates)

2

Dienstag, 1. August 2017, 00:18

Ich möchte dir mal antworten, ich hoffe nicht zu spät.

Eine Beinamputation ist sehr heftig und schwer zu verdauen. An der Stelle wünsche ich euch viel Kraft und Energie, diese neue Lebensaufgabe erfolgreich zu bewältigen.

Zu der eigentlichen Frage kann ich dir leider nichts aussagekräftiges sagen.

Allerdings sehe ich zwei Methoden, um Depressionen mit Naturheilkraft zu besiegen:
1. Hochdosierter Baldrian (macht konzentriert und ruhig; entgegen vieler Meinungen macht es nicht schläfrig), Passionsblume (hemmt Ängste) sowie Johanniskraut (hellt auf). Die Dosis sollte mit dem Arzt bzw. HP besprochen werden. Studien konnten einen ähnlich guten Effekt wie beim Antidepressivum feststellen.
2. Bitte nicht erschrecken: Cannabis als Medizin ist eine Medizin, die jetzt in Deutschland weiter erweitert wurde. Nur wenige Ärzte trauen sich daran an, weil es noch vieles zu beachten gilt, aber generell ist das eine Methode mit wenig Nebenwirkungen.

Alles Gute!
Kafka: Ein Buch muss die Axt für das gefrorene Meer in uns sein.

kaulli

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3

Dienstag, 1. August 2017, 12:46

Baldrian, .. Passionsblume ...Johanniskraut .....Cannabis
Hopfen und Zitronenmelisse beruhigen auch noch.
Liebe Grüße
Kaulli

Eva Mst

Meister

  • »Eva Mst« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 264

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4

Dienstag, 1. August 2017, 13:38

Vielen Dank für die Antworten, und es bei weitem noch nicht zu spät dazu!

Johanniskraut ist bei Antidepressiva nicht so sehr geeignet, weil es den 'falsch' manifestieren Hirnstoffwechsel zwischen Serotonin, GABA, Dopamin und was-weiß-ich-noch wieder durcheinander bringt. Beim Ausschleichen in äußerst geringen Mindermenge von der ursprünglichen Menge (max. 10 % über mindestens 6 Wochen, dann die nächsten 10 % Mindermenge) kommt es vor allem darauf an, daß man nach der Reduzierung auf einem sozusagen Wohlfühllevel ist, erst dann darf der nächste Schritt gewagt werden.
Alles was in dieser Zeit genau diesen Stoffwechsel beeinflußt (dazu gehört nun mal Johanniskraut, aber auch Rosenwurz, Tryptophan und Melatonin, leider), sollte man eher meiden oder nur mit äußerster Vorsicht einsetzen.
Jedes Ungleichgewicht kann heftigste Absetzschwierigkeiten machen, zum Beispiel Schmerzen, Niedergeschlagenheit, unstillbarer Bewegungsdrang, Restlesslegs, Übelkeit, Erbrechen, DF oder Verstopfung...

.... nachzulesen in diesem Forum



Eva
"Primum nil nocere" - "Zuallererst nicht schaden!"
(Hippokrates)