Homöopathie gegen Reisekrankheit

Bei der Reisekrankheit handelt es sich um
Befindlichkeitsstörungen wie Erbrechen, Schwindel,
Kreislaufstörungen, Schweißausbrüche usw., die durch
Fortbewegungsmittel wie Auto, Bus, Schiff, Flugzeug etc.
ausgelöst werden.
Wer seine Reisekrankheit kennt, kann bereits bei
Reiseantritt mit der Mitteleinnahme beginnen.
Setzen Sie auf Homöopathie, wenn Ihnen auf
Reisen übel wird.
Auch bei Seekrankheit und anderen Reisebeschwerden hat sich
die Homöopathie als zuverlässige Hilfe bewährt
Wer Reisen bekanntermaßen nicht verträgt, sollte das
passende Mittel bereits eine Stunde vor Antritt der Reise in
der Standarddosis einnehmen. Ansonsten gilt: Alle 15 Min. eine
„Standarddosis“ D6 als Globuli, bis die Beschwerden
nachlassen
Wenn sich alles dreht:
Cocculus
Cocculus D6 ist eines der Hauptmittel bei
Reisekrankheit mit Schwindel, Übelkeit und zittriger Schwäche
bei der Benutzung von Fortbewegungsmitteln. Es hilft auch gegen
Beschwerden, die durch zu wenig Schlaf auf langen Reisen
entstehen. Das sind die Leitsymptome von Cocculus: starker
Schwindel, Übelkeit und Erbrechen beim Betrachten sich
bewegender Gegenstände, z. B. wenn der Zug auf dem
gegenüberliegenden Gleis abfährt, bzw. beim Lesen während einer
Auto- oder Zugfahrt.
Das Hauptmittel bei
Autofahrten: Tabacum
Dies sind die Leitsymptome von Tabacum D6:
Schwindel mit „tödlich elender“ Übelkeit und Erbrechen.
Kreislaufschwäche mit kaltem Schweiß, dabei Unverträglichkeit
von Wärme. Gesicht gelb bis grünlich. Schlimmer beim Öffnen der
Augen. Besserung durch frische kühle Luft und Lockern der
Kleidung.
Nummer 1 bei Seekrankheit:
Theridion
Dies sind die Leitsymptome von Theridion
D6: Schwindel mit Übelkeit und Erbrechen bei der
geringsten Bewegung und beim Schließen der Augen. Sehr
geräuschempfindlich.
Wenn schon Gerüche Übelkeit
verursachen: Colchicum
Das sind die Leitsymptome von Colchicum:
extreme Geruchsempfindlichkeit mit Übelkeit, Kreislaufschwäche
mit innerer Kälte bis zum Kollaps. Durchfälle.
Bei Autofahrten im Gebirge:
Borax
Dies sind die Leitsymptome von Borax:
Übelkeit und Erbrechen bei Abwärtsbewegungen,
z. B. Serpentinen im Gebirge, welligen Straßen, Luftlöchern bei
Flugreisen. Sehr geräuschempfindlich und zittrig. Besserung
nach Stuhlentleerung.
Weitere (aber selten benötigte
Mittel) sind:
Bei Erbrechen, Blähungen, Aufstoßen, alles morgens schlimmer
hilft Nux vomica D8. Auch Beschwerden durch
Klimawechsel sprechen gut auf Nux vomica D8
an.
Kraftlosigkeit, Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel,
besonders beim Kopfdrehen, lässt sich mit Conium D6
bessern.
Fühlt man sich sterbenselend krank und am Ende seiner
Kräfte, nimmt man Arsenicum album D6.
Allgemeine Beschwerden durch Klimawechsel und
Zeitverschiebung (Jet-Lag) bessert Gelsemium
D30. Sind Magen-Darmprobleme dabei passt oft
Nux vomica D8.
Aufregung und Angst vor Auto- oder Busfahren, der Reise mit
dem Schiff, dem Fliegen oder allgemein vor der Reise werden
durch Gelsemium D30 erträglich.
Auch andere Beschwerden, die vor einer Reise auftreten, wie
etwa Reisefieber und Reiseängste, sprechen auf die
homöopathische Behandlung gut an. Bewährt haben sich vor allem
bei lampenfieberartigen Beschwerden mit Nervosität und
Magen-Darm-Beschwerden: Gelsemium, Argentum nitricum und
Pulsatilla, jeweils in der D6- oder C6-Potenz.
Siehe auch Kapitel: Magen-Darm-Störungen -
Kreislaufschwäche -
Wetterfühligkeit,
Klimawechsel


Mit den besten Wünschen,
Ihr

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge der
Sebastian Kneipp Akademie
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