Psoriasis - Schuppenflechte
Psoriasis: Die Schuppenflechte
Psoriasis ist der medizinische Fachbegriff für eine chronische, schubweise auftretende Hauterkrankung mit dem typischen Erscheinungsbild weißer
Schuppen auf geröteter Haut, daher auch der Name "Schuppenflechte".
Der Umgang mit Schuppenflechte oder Psoriasis ist geprägt von Vorurteilen, die den Betroffenen das Leben noch
schwerer machen als es die Erkrankung ohnehin schon mit sich bringt. Sie ist keine moderne Zivilisationskrankheit,
denn schon die alten Griechen kannten die quälenden Hauterscheinungen und auch im Alten Testament finden sich
Hinweise darauf. Psoriasis wird nicht vererbt, aber familiäre Häufungen sind zu beobchten. In Konfusion mit viralen
oder mykotischen Hauterkrankungen wie Herpes oder "richtigen" Flechten haben viele Menschen Angst vor Ansteckung,
die allerdings völlig unbegründet ist. Denn Psoriasis ist nicht ansteckend, und damit besteht auch kein Grund
Hautkontakt oder die gemeinsame Benutzung etwa von Telephon und Computer zu meiden.
Betroffen sind in Deutschland schätzungsweise etwa 2-3% der Bevölkerung, also rund zwei Millionen Menschen. Und
es werden eher mehr als weniger, was den Einfluss von Umweltgiften und Lebensmitteln auf den Ausbruch der Krankheit
wahrscheinlich macht. Erbanlagen begünstigen eine Krankheitsentstehung, hinzu kommen jeweils in der Regel nicht
eindeutig zu identifizierende Auslöser wie Verletzungen, Verbrennungen und chemische Verätzungen, sowie eine ganze
Reihe von Infektionskrankheiten - vor allem entzündliche Krankheiten der oberen Atemwege und Ohren (Tonsilitis,
Otitis, Sinusitis) sowie Masern, Röteln und Windpocken.
Hauptsymptome der Schuppenflechte sind natürlich die entzündeten, sehr trockenen Hautpartien mit weißen
Hautschuppen, begleitet von einem starken Juckreiz - der Name "Psoriasis" leitet sich ab von griechisch "psoa" -
"ich kratze". Darüber hinaus leiden besonders die Nägel sehr stark, die sich im Verlauf der Erkrankung verformen
und verfärben können. Bei Kopfhautbefall kann es zu vorübergehenden Haarausfall kommen. Der Juckreiz und das
unansehnliche Hautbild verursachen und verstärken psychosoziale Faktoren, womit sich die Katze in den Schwanz beißt
- können doch Stress und Sorgen einen weiteren Schub auslösen.
Psoriasis ist eine so genannte Autoimmunkrankheit, die nach derzeitigen Erkenntnissen nicht geheilt werden kann.
So konzentriert sich sowohl die konservative Medizin als auch die Naturheilkunde in erster Linie auf die Behandlung
der Symptome. Ziel ist es, das Leid der Betroffenen so gut es geht zu lindern und einer Verschlimmerung
entgegenzuwirken. Individuell auslösende und verstärkende Einflüsse sollten gemieden werden. Lebensmittel wie
(Schweine-) Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreideprodukte, insbesondere Weißmehl, aber auch Alkohol und
scharfe Gewürze stehen unter dem Verdacht, Psoriasis zu begünstigen. Starke Sonneneinstrahlung und häufiger
Wasserkontakt sind zu meiden.
Die konventionelle Therapie konzentriert sich auf Medikamente und Salben. Verwendung finden Gold,
Glukokortikoide und nicht steroidale Antirheumatika bei der Arthritis psoriatica, aber auch Zytostatika. Wenn
Gelenke betroffen sind, bringen auch krankengymnastische Maßnahmen Linderung, oft aber nur vorübergehend, so dass
am Ende sogar chirurgische Eingriffe vorgenommen werden.
Die Alternativmedizin dagegen geht bei der Schuppenflechte weniger invasiv vor. Sie konzentriert sich vor allem
auf die äußerliche Behandlung. Waschungen, Packungen und Cremes lindern den Juckreiz und helfen der Haut sich zu
regenerieren sowie Ekzemen vorzubeugen. Zur Anwendung kommen vor allem Salben und Badezusätze.
Dercut®, eine homöopathisch-biologische Salbe wird zur Behandlung der Nägel eingesetzt, Salicyl-Öl hilft
besonders der Kopfaut, Fettcremes und Ölbäder lindern den Juckreiz und machen die Haut geschmeidiger und weniger
anfällig für Pilze, Bakterien und allergieauslösende Noxen. Für Waschungen werden unter anderem Zinnkraut,
Quillajarinde und Sarsaparillarinde verwendet, für Vollbäder haben sich Weizenkleieextrakte und Molke sowie
hochwertige Öle wie Sojabohnen- oder Erdnussöl bewährt. Auch Einreibungen mit Leinöl haben einen günstigen Einfluss
auf die Haut.
Vernachlässigen sollte man unter keinen Umständen die psychosozialen Faktoren. Die Haut ist ein sensibles Organ,
an dem sich Erkrankungen der Seele im wahrsten Sinne des Wortes ihren Weg an die Oberfläche suchen. Ausheilen lässt
sich eine Psoriasis wohl nicht, aber man kann die Haut unterstützen, sich von einem Schub schneller und besser zu
erholen, und man kann durchaus Häufigkeit und Schweregrad der Psoriasis-Schübe mindern.
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