Weihrauch - Boswellia Serrata oder Olibanum: H15 Ayurmedica?
"Wundermittel" Weihrauch? Häufig wird auch das Präparat Weihrauch H15 von
Ayurmedica erwähnt. Bezeichnet wird der Weihrauch auch als Olibanum...
Weihrauch ist eines der wichtigen naturheilkundlichen Einzelmittel bei entzündlichen Rheumaformen. Weihrauch ist
dabei gut einsetzbar und auch von hoher Wirksamkeit.
Weihrauch (Olibanum) ist ein uraltes Volksheilmittel
Der römische Historiker Plinius beschrieb eine Begegnung zwischen König Salomo und der Königin von Saba. Diese
überreichte dem Gast diverse Geschenke, unter anderem ein weißes Granulat in einer Schale. "Und was ist das?"
fragte der König, "Das wird dir den Körpergeruch und manches Wehwehchen nehmen" erwiderte die Königin.
Und das die "Heiligen drei Könige" Weihrauch, Gold und Myrrhe als Geschenk für das Jesus-Kind dabei hatte,
dürfte hinlänglich bekannt sein. Damals wurde Weihrauch in Gold aufgewogen.
Seit etwa 20 Jahren beschäftigt sich auch unsere Wissenschaft wieder mit den Heilwirkungen des Weihrauch.
Weihrauch hat vielfältige medizinische Wirkungen
Dem Weihrauch-Harz werden entzündungshemmende, schmerzlindernde und
antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben.
Weihrauch wird in der Naturheilkunde eingesetzt bei:
zusätzlich wird es auch sonst zur Dämpfung und zum Abklingen bei Entzündungen eingesetzt. Außerdem dämpfen die
Boswellinsäuren des Weihrauch auch überschießende, gegen das eigene Gewebe gerichtete Immunreaktionen.
Die Weihrauchtherapie ist gut verträglich, sehr nebenwirkungsarm und kann auch als Langzeittherapie eingesetzt
werden.
Kann Weihrauch Cortison ersetzen?
Entzündungen werden heute hauptsächlich mit Cortison behandelt. Vor allem Entzündungen, die durch Angriffe des
eigenen Immunsystems ausgelöst werden.
Bei akuten Zuständen (Schock, Notfallmedizin) kann Cortison lebensrettend sein - ein Segen. Doch bei
langfristigem Gebrauch bringt es den eigenen Hormonhaushalt durcheinander, was zu mehr oder weniger starken
Nebenwirkungen führt:
Die eigenen Abwehrkräfte werden geschwächt; es kann unter anderem zu Gewebeschwellungen, einer Abnahme der
Knochendichte, verstärktem Haarwuchs und Brüchigkeit der Gefäße kommen.
Ähnlich wie das Cortison hemmen die Boswellia-Säuren des Weihrauch
Entzündungsprozesse.
Der entscheidende Vorteil ist aber: Weihrauch wirkt gezielter nur gegen den Entzündungsschmerz und hat weniger
Nebenwirkungen.
Die Möglichkeiten der Weihrauch - Therapie sind noch lange nicht ausgeschöpft
Wie die erfolgversprechenden Therapieansätze im Bereich der Tumorforschung zeigen, könnte sich das
Anwendungsspektrum von Weihrauch-Präparaten in Zukunft noch ausweiten.
In derArbeitsgruppe von Professor Ammon in Tübingen laufen zur Zeit Studien, die Weihrauch-Extrakte zur
Anwendung bei Asthma untersuchen. Sie sind noch nicht abgeschlossen, aber laut Professor Ammon deuteten die ersten
Ergebnisse auf eine deutliche Verbesserung der Atmung und eine verringerte Anzahl von Asthmaanfällen hin.
Zur Zeit wandelt sich die Anwendung von Weihrauch von einem volksheilkundlichen Therapieansatz hin zu einer
wissenschaftlich fundierten Methode.
Studien und Untersuchungen
Zum Thema Weihrauch und Boswellia serrata und ihren Extrakten gibt es eine Vielzahl an Studien, die
sich unter anderem sogar sehr genau mit den Wirkmechanismen der Weihrauchextrakte beschäftigen.
Allerdings kommen die Extrakte in der Regel nicht als Rauch, sondern als orale oder topische Applikationen zur
Anwendung.
Folgende Studien habe ich mir näher für Sie angesehen:
Weihrauch und Aktivitäten bei der Behandlung von Arthritis
Boswellic acids: A leukotriene inhibitor also effective through topical application in inflammatory
disorders. Singh et al. - Department of Pharmacology, Indian Institute of Integrative Medicine (CSIR), Canal Road,
Jammu Tawi, India. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18222672
Boswelliasäuren, eine natürliche, aus dem Harz von Boswellia serrata isolierte Mischung, beinhalten 4
wesentliche pentazyklische Triterpene: beta-Boswelliasäure, die am häufigsten auftritt,
3-acetyl-beta-Boswelliasäure, 11-keto-beta-Boswelliasäure und 3-acetyl-11-keto-beta-Boswelliasäure. Alle 4
Triterpene sind bekannt für ihre anti-entzündlichen Eigenschaften, des Weiteren ihre immunmodulatorischen,
antitumor, anti-asthmatischen Eigenschaften, sowie ihre Wirksamkeit bei Morbus Crohn. Sie sind in der Lage,
pro-entzündliche Mediatoren des Organismus zu unterdrücken, speziell Leukotriene, über die Unterdrückung der
5-Lipoxygenase, einem Schlüsselenzym zur Leukotriensynthese. Dieser Mechanismus stellt eine inzwischen
wissenschaftlich anerkannte anti-entzündliche, anti-arthritische Aktivität dar. Alle vorhergehenden Arbeiten über
die Boswelliasäuren bezüglich ihrer biologischen Aktivität wurden auf der Basis einer systemisch, oralen
Applikation durchgeführt. Bislang gibt es noch keine präklinischen Daten über die anti-entzündlichen Aktivitäten
bei topischer Applikation. In dieser Arbeit kann eine solche anti-entzündliche Aktivität der Triterpene über diesen
Applikationsweg beobachtet werden. Dabei wurden verschiedene Modelle für chronische und akute Entzündungen benutzt,
z.B. Arachidonsäure- und Crotonöl-induzierte Ödeme am Mäuseohr, Carrageenan-induzierte Ödeme an Rattenpfoten und
einer mit Adjuvantien induzierten Arthritis bei Ratten. Die Resultate der Studie zeigten, dass die beobachteten
Effekte der topischen Applikation der Triterpene vergleichbar sind mit denen einer systemischen Gabe. Dies
ermöglicht eine topische Verabreichung von Boswellia Extrakten, deren Wirksamkeit ebenso effektiv ist wie eine
orale, systemische Gabe bei Arthritis.
A double blind, randomized, placebo controlled study of the efficacy and safety of 5-Loxin for treatment of
osteoarthritis of the knee. Sengupta et al. - Cellular and Molecular Biology Division, Laila Impex R&D Center,
Jawahar Autonagar, Vijayawada, India. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18667054
Diese Studie untersucht 5-Loxin ®, ein neues Produkt eines Boswellia serrata Extrakts, welches primär auf
O-acetyl-11-keto-beta-Boswelliasäure beruht. Dieses Triterpen ist in der Lage, 5-Lipoxygenase zu blockieren, was
die Bildung entzündlicher Leukotriene verhindert. Dazu wurde eine 90-tätige, doppelblinde, randomisierte, Plazebo
kontrollierte Studie durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von 5-Loxin ® bei der Behandlung von
Osteoarthritis des Knies zu beurteilen.
Methoden: 75 Osteoarthritis Patienten wurden in die Studie aufgenommen. Die Patienten erhielten entweder 100 mg
(25 Patienten) oder 250 mg (25 Patienten) 5-Loxin täglich (Es fehlen noch 25 Patienten, die sehr wahrscheinlich das
Plazebo bekamen. Dies wird aber im Abstrakt der Studie nicht erwähnt). Jeder Patient wurde bewertet bezüglich
Schmerzaufkommen und physiologischer Funktion durch die Benutzung von Standardmessmethoden (visuelle
Analogskala, Lequesne’s Functional Index und Western Ontario und McMaster Universities Osteoarthritis Index)
zu Beginn der Studie (Tag 0) und an den Tagen 7, 30, 60 und 90. Zusätzlich wurde das knorpelzersetzende Enzym
Metalloproteinase-3 in der Gelenkkapselflüssigkeit der Patienten gemessen. Es wurden weiterhin eine Reihe von
biochemischen Parametern im Serum und hämatologische Parameter gemessen. Des Weiteren wurden Urinanalysen
durchgeführt, mit denen die Sicherheit des Produkts bei den Osteoarthritis Patienten beurteilt wurde.
Resultate: 70 Patienten beendeten die Studie. Am Ende der Studie zeigten beide Dosierungen eine statistisch
signifikante Verbesserung bei der Schmerzbewertung und bei den physiologischen Funktionen. Interessanterweise
wurden signifikante Verbesserungen beim Schmerz und Funktion bei der Gruppe mit 250 mg Wirkstoff schon am 7. Tag
nach Behandlungsbeginn verzeichnet. Unterstützend bei der Verbesserung der Schmerzbewertung in den
Behandlungsgruppen zeigte sich eine signifikante Reduzierung von Metalloproteinase-3 in der
Gelenkkapselflüssigkeit. Im Vergleich zu Plazebo blieben die Sicherheitsparameter in den Behandlungsgruppen
praktisch unverändert.
Schlussfolgerung: 5-Loxin® reduziert Schmerzen und verbessert die physiologische Funktion signifikant bei
Osteoarthritis Patienten. Das Produkt ist sicher für den menschlichen Verzehr. Die Triterpene üben ihre
vorteilhaften Wirkungen aus über die Kontrolle der Entzündungsreaktion, indem pro-entzündliche Modulatoren gehemmt
werden. Die Gesundheit der Gelenke wird verbessert durch die Reduktion von knorpelzersetzenden Enzymen bei
Patienten mit Osteoarthritis.
Die gleiche Forschergruppe untersuchte ein 2010 eingeführtes Konkurrenzprodukt mit gleichem Wirkstoff, Aflapin®,
im Vergleich zu 5-Loxin®. Sie stellten fest, dass das neue Produkt sogar noch besser wirkt als das alte.
Studiendesign und Parameter waren die gleichen wie in der ersten Studie, ebenso die Ergebnisse. 60 Patienten nahmen
teil, von denen 57 die Studie abschließen konnten. Ob die beobachteten Unterschiede zwischen den beiden Boswellia
Produkten statistisch signifikant waren, konnte aus dem Abstrakt nicht entnommen werden. Statistisch signifikant
dagegen waren die Ergebnisse zu Plazebo.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21060724
Efficacy and tolerability of Boswellia serrata extract in treatment of osteoarthritis of knee--a
randomized double blind placebo controlled trial. Kimmatkar et al. - MS Orthopedics, Indira Gandhi Medical College,
Nagpur, India. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12622457
Osteoarthritis ist eine verbreitete, chronische, sich progressiv entwickelnde, degenerative Erkrankung des
Skeletts, welche zumeist als erstes das Kniegelenk befällt. Boswellia serrata ist ein Baum, der in Indien weit
verbreitet ist. Der therapeutische Nutzen seines Harzes ist hinlänglich bekannt. Er besitzt gute anti-entzündliche,
anti-arthritische und analgetische (schmerzlindernde) Eigenschaften. Diese randomisierte, doppelblinde, Plazebo
kontrollierte Studie wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit eines Boswellia serrata
Extrakts bei 30 Patienten mit Osteoarthritis des Knies zu beurteilen. 15 Patienten jeder Gruppe erhielten den
Wirkstoff oder Plazebo über einen Zeitraum von 8 Wochen. Das Resultat zeigte, dass alle Patienten, die den
Wirkstoff erhielten, eine deutliche Abnahme der Knieschmerzen angaben, eine erhöhte Flexion (Beugung) des Knies und
eine erhöhte Gehstrecke. Zudem zeigte sich ein Rückgang der Schwellungen im Kniegelenk. Radiologische
Untersuchungen ergaben keine Veränderungen. Die beobachteten Unterschiede zwischen Verum- und Plazebogruppe waren
statistisch signifikant und aus klinischer Sicht relevant. Der Extrakt von Boswellia serrata wurde von den
Teilnehmern gut vertragen, mit Ausnahme von leichten gastrointestinalen Nebenwirkungen. Von daher ist der Boswellia
serrata Extrakt empfehlenswert bei Patienten mit Osteoarthritis der Knie mit möglichem zusätzlichem therapeutischem
Nutzen bei anderen Formen der Arthritis.
Weihrauch bei Morbus Crohn:
Effect of exclusion diet with nutraceutical therapy in juvenile Crohn's disease. Slonim et al. -
Division of Clinical Genetics, Department of Pediatrics, Columbia University College of Physicians & Surgeons,
New York, USA. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20150601
Hintergrund: Die meisten jugendlichen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn befinden sich in
einem permanenten katabolischen Zustand (Abbau von Energieressourcen), was in einem verzögerten Gewichtszuwachs und
Wachstum mündet. Anti-entzündliche, immunmodulierende und monoklonale Antikörper Medikation, inklusive
Wachstumshormone, sind regelmäßig nicht in der Lage, eine lang anhaltende Remission und normales Wachstum zu
gewährleisten.
Ziele: Es sollte geprüft werden, ob eine Ausschlussdiät mit Nutrazeutika eine lang anhaltende klinische Remission
und Gewichtsgewinne bewirken kann. Falls dem so ist, bleibt die Frage, ob Wachstumshormone in der Lage sind, das
verzögerte Wachstum nachzuholen.
Methoden: Diese Studie wurde unkontrolliert als Fallstudie durchgeführt. Teilnehmer waren 6 Patienten mit
mittelschwerer bis schwerer Form des Morbus Crohn. 2 von den Teilnehmern hatten das Wachstum beendet. Alle
Patienten wurden mit Nutrazeutika behandelt. Adäquate Kalorien- und Proteinaufnahme (Minimum von 3 g / kg
Körpergewicht pro Tag) um Gewicht zuzulegen wurde verordnet. Milchprodukte, bestimmte Getreideprodukte und
Carrageenan haltige Nahrungsmittel wurden eliminiert. Die Nutrazeutika bestanden aus Fischpeptiden,
Rinder-Kolostrum, Kurkumin, Boswellia serrata und Multivitaminen, die täglich gegeben wurden. Lactobazillus GG, ein
Probiotikum, wurde zweimal pro Woche gegeben. Rekombinantes Wachstumshormon wurde täglich gegeben.
Resultate: Nach 2 Monaten Therapie unter Einnahme der Nutrazeutika gingen alle 6 Patienten in eine Remission
(Zustand der Beschwerdefreiheit, keine Symptome), bei gleichzeitigem Absetzen aller pharmazeutischen Medikamente. 3
der Patienten verblieben in einer fortdauernden Remission über 4 bis 8 Jahre. Ein Patient mit schwerstem Morbus
Crohn erlitt ein Rezidiv nach einer kompletten Remission von 18 Monaten. Ein weiterer Patient war in Remission für
3 Jahre. Allerdings tauchten die Morbus Crohn Symptome wieder auf, als die Patientin in ihrer Kompliance mit den
Nutrazeutika nachließ. Ein weiterer Patient, der erst unlängst die Behandlung begann, ist seit 6 Monaten in
Remission. Mit der Gabe von Wachstumshormon zeigten die 4 Teilnehmer, die noch in der Wachstumsphase waren, gutes
bis ausgezeichnetes Ansprechen auf die Therapie.
Schlussfolgerung: Nutrazeutika garantieren eine fortdauernde Remission und Wiederherstellung des Normalgewichts
bei jugendlichen Patienten mit Morbus Crohn und bereitet den Boden für einen erfolgreichen Einsatz von
Wachstumshormonen. Diese Befunde ermutigen zu größeren, kontrollierten Studien, um den Langzeiteffekt von
Nutrazeutika bei jugendlichen und erwachsenen Morbus Crohn Patienten zu beurteilen.
Boswellic acids in chronic inflammatory diseases
Ammon - Dept. of Pharmacology, Institute of Pharmaceutical Sciences, University of Tuebingen,
Germany. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17024588
Oleogum Harze von der Gattung Boswellia werden in Indien und afrikanischen Ländern als traditionelle Medizin für
die Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Tierexperimente haben anti-entzündliche Aktivitäten des
Extrakts zeigen können. Der Mechanismus dieser Wirkung ist in einer Reihe von Boswelliasäuren begründet. Dieser
unterscheidet sich von dem von NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) und ist begründet auf Komponenten des
Immunsystems. Der beweiskräftigste Mechanismus ist die Inhibition von 5-Lipoxygenase. Jedoch sind andere Faktoren,
wie Zytokine (Interleukine und TNF-Alpha) und das Komplement System ebenso vielversprechende Kandidaten. Zudem sind
Leukozyt-Elastasen und Sauerstoffradikale weitere Ziele. Klinische Studien, bislang noch mit Pilotcharakter, lassen
Wirksamkeit bei einigen Immunerkrankungen vermuten, eingeschlossen sind rheumatische Arthritis, Morbus Crohn,
ulzerative Colitis und Bronchialasthma. Nebenwirkungen sind nicht schwer verglichen zu den modernen Medikamenten
der Pharmaindustrie, die bei dieser Indikationsstellung zum Einsatz kommen.
Therapy of active Crohn disease with Boswellia serrata extract H 15; Gerhardt et al. -
Colitis-Crohn-Ambulanz, I. Medizinische Klinik, Klinikum Mannheim der Universität
Heidelberg. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11215357
Hintergrund: Der Zweck dieser klinischen Studie war ein Vergleich von Wirksamkeit und Sicherheit von Boswellia
serrata Extrakt, kurz H15, und Mesalazin (5-Aminosalicylsäure = 5-ASA), in der Behandlung eines aktiven Morbus
Crohn.
Patienten und Methoden: Dies ist eine randomisierte, doppelblinde, Verum kontrollierte Studie mit parallelem
Gruppenvergleich von 102 Patienten. 44 Patienten wurden mit H15 behandelt und 39 Patienten mit 5-ASA. Als
wichtigstes Ergebnis der Behandlung galt die Veränderung in der Aktivität der Erkrankung, gemessen am Crohn Disease
Activity Index, zwischen Aufnahme in die Studie und dem Abschluss der Studie. H15 wurde auf eine nicht schlechtere
Wirksamkeit im Vergleich zur allgemein gültigen Standardtherapie mit 5-ASA untersucht.
Resultate: Der Crohn Disease Activity Index zwischen Aufnahme und Abschluss der Therapie nach der Behandlung mit
H15 war um den Faktor 90 reduziert und nach der Therapie mit Mesalazin um 53 Punkte durchschnittlich. Bei dieser
Studie zur nicht schlechteren Wirksamkeit (non-inferiority-trial) wurde die Studienhyposthese bestätigt durch
statistische Analysen. Ein Unterschied zwischen den beiden Behandlungsformen konnte nicht gezeigt werden bzw. das
bessere Ergebnis für H15 war nicht statistisch signifikant. Die bewiesene Verträglichkeit von H15 vervollständigte
die Resultate im Rahmen der zu beobachteten klinischen Wirkungen.
Schlussfolgerung: Diese Studie bestätigt, dass eine Therapie mit H15 nicht schlechter zu bewerten ist als die
mit Mesalazin. Dies kann als Beweis für die Wirksamkeit von H15 betrachtet werden, welches sich damit auf dem
gleichen Wirkniveau befindet wie die schulmedizinisch modernste Behandlung eines aktiven Morbus Crohn mittels
Mesalazin, welches von den Gesundheitsbehörden für diese medizinische Indikation zugelassen worden ist. Betrachtet
man allerdings den Sicherheitsaspekt und Wirksamkeit von Boswellia serrata Extrakt (H15), dann erscheint die
Substanz vorteilhafter gegenüber Mesalazin zu sein in Hinsicht auf eine Nutzen-Risiko-Bewertung.
Weitere Effekte:
Topical Boswellic acids for treatment of photoaged skin. Calzavara-Pinton et al. - Dermatology
Department, University of Brescia, Italy. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20136919
Boswelliasäuren sind pentazyklische Triterpene, die aus dem Harz des tropischen Boswellia serrata Baums gewonnen
werden. Sie werden in der traditionellen indischen Medizin oral verabreicht und dienen der Behandlung von
verschiedenen entzündlichen Erkrankungen und Krebsformen wegen ihrer anti-entzündlichen und immunmodulatorischen
Aktivitäten sowie ihren stimulatorischen Effekten auf Fibroblasten.
In dieser Studie wurde die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit einer Creme untersucht, die 0,5 Prozent
Boswelliasäuren enthielt. Behandelt wurden klinische Manifestationen von “Photoaging” (Altern der Haut durch
Sonneneinwirkung) der Gesichtshaut in einer randomisierten, doppelblinden, Plazebo kontrollierten Studie mit
“halbiertem Gesicht”. 15 weibliche Freiwillige benutzten die Cremes mit oder ohne Boswelliasäuren auf einer
Gesichtshälfte einmal täglich für den Zeitraum von 30 Tagen. Beobachtet wurden signifikante Verbesserungen des
“Dover global Score” für Photoaging, fühlbare Rauheit und feine Fältchen, dazu mit nicht-invasiven Techniken den
Anstieg der Elastizität der Haut, die Abnahme an Sebumausscheidungen (Hauttalg) und eine Veränderung der
echografischen Parameter unter der Behandlung mit topischen Boswelliasäuren im Vergleich mit Plazebo. Die
Behandlung wurde gut toleriert ohne dass Nebenwirkungen beobachtet wurden. Die gefundenen Daten scheinen somit zu
zeigen, dass eine topische Anwendung von Boswelliasäuren eine brauchbare Alternative in der Behandlung von
Photoaging der Haut ist.
Complete Structural Assignment of Serratol, a Cembrane-Type Diterpene from Boswellia serrata, and
Evaluation of Its Antiprotozoal Activity. Schmidt et al. - Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie
(IPBP), Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Germany. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21157686
Extrakte vom Harz des Weihrauchbaums (Boswellia serrata), einem bekannten medizinischen Baumharz (Indian
Olibanum), lieferten hohe Konzentrationen an Serratol, einem Cembran-artigen Diterpen. Seine Struktur wurde
analysiert und klassifiziert. Es stellte sich heraus, dass die Struktur des Diterpens identisch war mit einem
Cembrenol, welches zuvor von Boswellia cateri isoliert worden war. In vitro wurde darauf hin das Serratol getestet
gegen 4 menschliche Pathogene, Trypanosoma brucei rhodesiense (Erreger der Schlafkrankheit), Trypanosoma. cruzi
(Chagas Krankheit), Leishmania donovani (Kala-Azar) und Plasmodium falciparum (Malaria). Der Extrakt zeigte
Aktivitäten gegen Trypanosoma brucei und Plasmodium falciparum. Diese Aktivitäten waren 10- bis 15-mal stärker als
seine Zelltoxizität gegen Myoblasten von Ratten. Es gibt mittlerweile einige Berichte von anti-inflammatorischen
Aktivitäten von Boswellia Diterpenen. Diese Untersuchung berichtet zum ersten Mal von einer toxischen Aktivität des
Diterpens gegen Pathogene.
Daten über einen möglichen Einsatz bei der Behandlung von Krebserkrankungen liegen in Form von klinischen Studien
noch nicht vor. Es gibt allerdings eine Fülle an Laborstudien, die zeigen konnten, dass die Triterpene des
Weihrauchbaums in der Lage sind, Krebszellen anzugreifen aufgrund von zytotoxischer Wirkung. Die Triterpene konnten darüber hinaus auch eine Migration und Adhäsion von malignen
Zellen verhindern, was ein deutlicher Hinweis auf die Fähigkeit der Substanzen ist, Metastasen zu verhindern. Und
nicht zuletzt konnte auch beobachtet werden, dass die Triterpene die Apoptose von Krebszellen auslösten, einem
weiteren Mechanismus, um maligne Zellen zu eliminieren.
Somit scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis dass “jemand” auf den Gedanken kommt, diese Flut an positiven
Informationen einmal in der Praxis auszuprobieren. Dem positiv-idealistischen Gedanken einer Heilung durch
Weihrauch (und anderer alternativer Methoden) steht natürlich die traurige Realität des Big Business entgegen, die
keine Konkurrenz (die ja angeblich beleben soll) für die eigenen Einkommensmöglichkeiten duldet. Von daher sehen
die Chancen für einen klinischen Test von Weihrauch und seinen Triterpenen für die Prävention und Behandlung von
Krebserkrankungen eher mager aus.
FAZIT: Bevor Sie jetzt aber starten um alle Ihre Präparate abzusetzen und sich Weihrauch zu
besorgen: halten Sie inne und besprechen Sie das mit einem Therapeuten, der mit der Weihrauch-Therapie vertraut
ist.
Weihrauch Präparate H15 Ayurmedica und andere Bezugsmöglichkeiten
Das Präparat H15 Ayurmedica kann auf Rezept über jede Apotheke bestellt werden (100 Tabletten a 400 mg kosten
etwa 50.-€). Das Präparat wird aus Indien importiert. In der Schweiz ist es rezeptfrei erhältlich. Ohne Rezept
können Sie Weihrauch-Präparate auch über den Versandhandel aus Holland beziehen.
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