Heilfasten - Fragen und Antworten zu den Anwendungsmöglichkeiten

  • Besten Dank, Eugen für Dein freundliches Willkommen für mich!

    Ja, was bezwecke ich? Fasten finde ich eigentlich gut wegen der positiven Auswirkungen, z.B. eine sehr gute Stimmungslage. Außerdem hat sich bei meinem letzten Fasten vor 2 Jahren meine Sehstärke sehr verbessert, was eine unerwartete Überraschung für mich war. Leider dezimiert das Wasserfasten den Mineralstoff- und Vitaminhaushalt extrem, jedenfalls war es bei mir so, deshalb werde ich das in der Weise nicht wiederholen.

    Allerdings habe ich mich nun kurzfristig entschieden (leider), doch nicht zu fasten. Der Grund ist mein gestörter Fettstoffwechsel, denn ich habe einen zu hohen Cholesterin- (schon viele Jahre) und Bilirubinwert (seit ca 1 1/2 Jahren). Wenn ich faste, würden sich die Werte sicher weiter erhöhen und das möchte ich natürlich auf keinen Fall. Trotzdem werde ich die empfohlenen Phönix-Tropfen, Chlorella und alles andere zur Entgiftung anwenden, auch auf tierische Fette, Kaffee u.s.w. verzichten aber eben nicht fasten und hoffe, daß sich meine Werte bessern. Ich hatte auch schon überlegt, mal eine Leberreinigung zu machen, weiß aber nicht, ob das sinnvoll ist, wenn man keine Gallenblase mehr hat.

  • Die Gallenblase ist ja nur ein Reservoir für die Galle , kein produzierendes Organ.

    Leberreinigung oder häufiger Mariendistelpräparate ist recht sinnvoll.

    Es gibt von mehreren Firmen aufeinander abgestimmte "Putzprogramme für die ausleitenden Organsysteme ; Leber, Nieren , Magen-Darn und Lymphe.:

    Dr. Reckeweg, Phönix, Metafackler, Meckel-Spenglersan(!) zusammen mit den geeigneten Tees.

    Oder die Pressaft- Programme von Schöneberger aus dem Reformhaus.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

    Einmal editiert, zuletzt von René Gräber ()

  • Danke, Ragusa, für Deine Nachricht. Ja, ich nutze im Moment Mariendistel und Löwenzahn, außerdem die Phönix- Tropfen. Säfte bereite ich mir selbst, das gefällt mir besser, dann weiß ich, was enthalten ist. Wenn das keine Besserung bringen sollte, versuche ich es vielleicht mal mit der Anleitung zur Leberreinigung von Herrn Gräber. Bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen.

  • Mariendistel nehme ich seit 4 Wochen und auf alle Fälle noch bis Ende Mai. In Kombination mit Löwenzahn gefällt es mir sogar noch besser. Davor habe ich 3 Wochen Okoubaka D3 genommen. Du meinst, täglich und ständig Mariendistel einnehmen?? Und wenn, dann als Tee oder gemahlene Samen?

  • Häufig haben Blätter/Blüten vs. Samen nicht die gleichen Inhaltsstoffe. Würde ich in einem Lehrbuch über Heilpflanzen nachsehen. ( zb Heilpflanzenlexikon für Heilpraktiker)

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Häufig haben Blätter/Blüten vs. Samen nicht die gleichen Inhaltsstoffe.

    Klar, aber Samen sind immer Samen und Mariendistelsamen sind einfach die Samen der Mariendistel.

    Ich nehme es als Pressling-Dragees oder Pressaft

    Mariendistel als Presssaft, bist du dir da sicher, denn Samen haben keinen Saft.

    Oder meinst du nicht vielleicht Ackerschachtelhalmkraut, was du auch nimmst?

  • Es gibt von Salus eine Dekokt für die Leber mit MAriendistel-Früchtesaft...läuf im Reformhaus unter Pressaft

    Ich sprach nicht von den Samen sondern von den Disteln als Früchten.

    Die Samen haben nicht zwingend diesen leberprotektiven Stoff.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Die Samen der Mariendisteln sind die eigentlichen Früchte, denn aus den Korbblüten entwickeln sich die Achänenfrüchte, ähnlich Löwenzahn. Jeder Samen trägt als Flugorgan einen glänzend weißen Pappus. Die gekauften Samen sind bereits vom Pappus befreit. Hauptsächlich werden die Samen für die arzneiliche Anwendung genutzt, die Blätter eher seltener, da ihre wirksamen Inhaltsstoffe viel geringer sind. Dafür kann man die jungen Blätter auch als Gemüse zubereiten. Gerade fand ich in der Literatur einen Hinweis darauf, daß das in den Mariendisteln enthaltene Silymarin schwer wasserlöslich ist und deshalb bei Teezubereitungen kaum eine Wirkung auf Leber und Galle ausüben kann. Von daher bin ich froh, mich für die gemahlenen Samen entschieden zu haben. Neben ganzen oder bereits gemahlenen Samen gibt es ja auch unterschiedliche Zubereitungen zu kaufen, u.a. alkoholische Lösungen, die ich persönlich bei Leberproblemen aber nicht nehmen würde. Ich mahle mir zur Leberstärkungskur die Samen für 2-3 Tage im Voraus und nehme davon in den ersten Tagen zweimal täglich 3-4 Teelöffel, danach morgens und abends jeweils 2 Teelöffel. Das scheint mir die natürlichste Form der Einnahme zu sein, ist unkompliziert in der Zubereitung und schmeckt nicht unangenehm, sogar etwas nussig.

  • Im Arzneipflanzenlexikon (http://www.arzneipflanzenlexikon.info/mariendistel.php) fand ich die folgenden Hinweise:

    - Mariendistelkraut erhielt von der Kommission E eine Negativ­verabschiedung, da das damals vorliegende wissenschaftliche

    Erkenntnismaterial die Wirksamkeit der Drogen nicht belegen konnte

    - Teeaufgüsse von Mariendistelfrüchten werden nicht empfohlen, da damit die wirksame Dosis an Silymarin nicht erreicht

    wird

    - Bei bestehenden Allergien gegen Korbblütler (Asteraceae) müssen Mariendistelfrüchte- Zubereitungen gemieden werden

    (Kreuzallergie möglich)
    - Für die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen noch keine Unter­suchungen zur Unbedenklichkeit

    vor. Für eine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen reichen die Erkenntnisse noch nicht aus

  • Ich mahle mir zur Leberstärkungskur die Samen für 2-3 Tage im Voraus und nehme davon in den ersten Tagen zweimal täglich 3-4 Teelöffel, danach morgens und abends jeweils 2 Teelöffel. Das scheint mir die natürlichste Form der Einnahme zu sein, ist unkompliziert in der Zubereitung und schmeckt nicht unangenehm, sogar etwas nussig.

    ich mache es ähnlich, kaufe die Samen lose im Kräuterhandel, kaue sie auch mal so, geb sie gemahlen auch ins Essen, zum Beispiel Suppe.

    Früchte esse ich einfach Artischocken, sind ja auch Disteln und enthalten viel Silymarin.

  • Ja, ich finde, die Samen schmecken nicht schlecht und sättigen sogar. Ich nehme auch gern ganzjährig Löwenzahnblätter und im Frühjahr die Blüten und Stiele zusammen mit anderen Wildkräutern für grüne Salate. Im Garten haben wir in diesem Jahr wieder einige Mariendisteln, da werde ich es mal mit gedünsteten Blättern ausprobieren. Ißt Du die Artischocken roh?

    Liebe Grüße nach Graz

    Nelia