Heilfasten - Fragen und Antworten zu den Anwendungsmöglichkeiten

  • Hallo, kann ich hier zum Thema Heilfasten etwas schreiben, oder kann ich eine neues Thema "Heilfasten nach Rene Gräber" eröffnen. danke für Info. LG Erdimaus ?(

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs () aus folgendem Grund: Beitrag als neues Thema zu Ernährung & Diäten verschoben

  • Hallo alle Miteinander, es gibt bestimmt schon einige Rene-Freunde, die bereits nach seiner Heil-Fasten-Anleitung gefastet haben und hier auch ihre Erfahrungen mitteilen möchten, können, dürfen und sollen. Nach einer entsprechenden Vorbereitungszeit und dem Einkauf der notwendigen Utensilien ca. 200€, habe ich heute am 12.01.2015 meinen ersten Entlastungstag.


    Ich möchte hier so eine Art Tagebuch führen und meine Erfahrungen berichten, um auch anderen "Willigen" Heil-Fasten-Freunden ein paar Tipps mitzugeben und Mut zu machen. Der erste Entlastungstag ist eigentlich kein Problem, mir macht aber immer noch das Trinken der entsprechenden Menge Wasser und Tee einige Probleme, obwohl ich schon 7 Tage übe. Ich bin ein "Wenigtrinker" und muß mich wirklich zwingen auf meine errechneten 2 1/4 Liter Flüssigkeit zu kommen.


    Ich habe dafür meinen Küchenwecker immer auf eine Stunde gestellt und dann 300 ml getrunken, lief bis jetzt ganz gut. Ich habe heute schon das Essen auf leichte Kost umgestellt, also nur Gemüse, Reis und Vollkorntoast mit einem Hauch Butter.


    Was war und ist für mich ausschlaggebend Heilzufasten. Ich möchte ganz einfach, nach nun mehr 58 Jahren und vielen Diäten und zum Teil ungesundem Lebensstil mit Übergewicht, meinem Körper etwas Gutes tun und ihn einmal auf "Null" fahren, um danach "gesünder" weiter zu machen.


    Auch möchte ich mich einmal von dem befreien, was sich so im Körper an "Dreck" "angesammelt" hat. Dazu habe ich erst einmal viele Beiträge und Informationen von Rene gelesen und mir dazu Notizen gemacht. Das Buch zum Heilfasten habe ich mir bei ihm gekauft und heruntergeladen. Ich habe natürlich auch ein paar gesundheitliche Baustellen: Diabetes Typ II, etwas zu hoher Blutdruck (ab und zu Spitzen von 168/95) aber meist 130/80 und am Abend 120/75 - eigentlich ganz normal, ich habe keine Schilddrüse mehr, nur die Nebenschilddis hängen noch rum und das ist gut so, weil diese den Calciumhaushalt regeln.


    Meinen Diabetes habe ich über die Ernährung versucht, immer so zwischen 5,9 und 6,9 HbA1C einzupegeln, im Moment 6,7. Leider sind meine Nüchternwerte am Morgen mitunter 160 mg/dl. Über den Tag gehen die Werte nach unten. Ich nehme Metformin 500 mg 1 x am Abend, Schilddrüsenhormon L-Thyroxin 125 µg 1 x und 1 x Ramipril 5mg für den Blutdruck - die ich gern loswerden möchte. Am Abend nehme ich noch eine Opipramol 100 mg (Sedativa, so dass ich überhaupt schlafen kann). Es gibt Menschen, denen geht es weitaus schlechter als mir und ich möchte nicht, dass es bei mir schlechter wird.


    Ich nehme auch trotz aller Versuche Abzunehmen, nicht ab. Das ist mein größtes Problem. Sport mache ich nicht, ich gehe Schwimmen und täglich 1 Stunde spazieren (schnell). Ich mache Achtsamkeits- und Entspannungsübungen und Yoga.


    So, jetzt zu meinem heutigen Tag. Das erste Glas Wasser mit Flohsamenschalen war kein Problem, habe Wasser aus der Flasche genommen, erwärmt und 1 Teel. Flohs. eingerührt. Es schmeckt neutral und wer Sagosuppe kennt, der kennt die Konsistenz, denn so ist Flohsamen nach dem Quellen. Den Brottrunk 100ml habe ich mit 100ml Sauerkrautsaft (bio) gemischt und es ließ sich gut trinken. Brottrunk pur ist nicht trinkbar, schmeckt sehr stark nach Essig, also immer verdünnen. Ansonsten geht es mir gut, da noch nicht viel passiert ist. Habe alles andere nach den Vorgaben im Buch eingenommen.


    Ach ja das Wasser, ich habe mich aus Ermangelung eines guten Heilwassers in den Getränkemärkten für Gerolsteiner Medium entschieden, es hat pro Liter 1816 mg Hydrogencarbonat und nur 118 mg/l Natrium. Dafür habe ich im Internet die Wasserlisten studiert. Für die bestehenden Einläufe an den Fastentagen habe ich mir Babywasser im Tetrapack besorgt.


    Was die Einläufe betrifft mache ich mir keine Gedanken, denn kurz vor meinen Entbindungen hatte ich auch Einläufe. Ich wollte erst bei einem Heilpraktiker die Colon-Hydro-Therapie zum Abführen machen lassen, aber da kostet einmal 90€ und ich müßte 18 km fahren. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich auch nicht weiß, wie es mir an den Fastentagen gehen wird und ob ich in der Lage bin Auto zu fahren, na ja und der Preis!!! Die von Rene empfohlenen Teemischungen habe ich mir nicht in der Apotheke mischen lassen, da einfach zu teuer.


    Ich habe mir 6er Tee nach Eva Aschenbrenner, Basenbalance-Kräutertee und 7 Kräuterfastentee bio Salus gekauft und alles gemischt. Da ist alles und noch mehr drin. Schmeckt ganz lecker. So, das war's erst mal für heute. LG

  • Heute an meinem zweiten Entlastungstag gibt es nichts besonderes zu berichten. Habe mich an die Anleitung von Rene gehalten, was ich auch in den nächsten Tagen machen werde. Das Trinken habe ich jetzt im Griff, mir fehlen zu meiner Flüssigkeitsmenge heute noch 300 ml, na die schaffe ich doch mit links. Ich trinke sehr viel Tee, also ca. 1 Liter am Tag, immer mit einer Scheibe Ingwer und der Rest der Flüssigkeit setzt sich zusammen aus Brottrunk, Sauerkrautsaft, Gemüsesaft und Wasser z. B. mit Flohsamen. Einen schönen Abend. LG Erdimaus

  • Mary hat mich ermahnt, doch endlich wieder etwas zu schreiben. Mein Heil-Fasten ist nun um, ja so schnell geht das. Habe heute mal wieder helles Fleisch gegessen und dazu Rosenkohl.


    Ich hatte mit dem Abführen nicht so das positive Ergebnis, auch der Einlauf hat nicht funktioniert (Kopfsache) -- habe dann doch Hydro-Colon-Therapie gemacht, obwohl ich es nicht wollte wegen des Preises, aber die 90,00 € waren das Geld wert, danach habe ich mich wie eine Feder gefühlt. Die Colon-Th. habe ich am 2. Fastentag gemacht, um noch rechtzeitig auf abführen umzustellen.


    In der Nacht davor hatte ich wahnsinnige Kopfschmerzen, die dann über den Tag verschwunden sind. Mein Fasten funktionierte ohne Probleme, dank der Anleitung von René Gräber. Kein Hunger, klarer Kopf, besserer Geschmack und Geruch, Power. Das Fastenbrechen war ein Höhepunkt.


    Mein dritter Aufbautag war am Freitag. Alles gut gekaut und wieder an die Anleitung gehalten. das Essen am ersten Tag nach dem Fasten, das Fastenbrechen war gar nicht so einfach, mit so viel Nahrung (hihi) zurechtzukommen. Die Ausleitung mit den Tropfen von Phönix, hat mir einen fetten Lippenherpes beschert (darauf kommt H2O2 - nimmt sofort den Schmerz).


    Ich hatte letztes Jahr im Mai eine Gürtelrose im Brustbereich, vielleicht ist das der Rest. Ich kann nur raten es zu machen, es lohnt sich!!! Jetzt nehme ich täglich 2 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz, um meinen Darm beim Aufbau einer besseren Darmflora zu helfen.


    Die Phönix Tropfen nehme ich weiter, allerdings im 3 Tages-Wechsel. Hatte heute den ersten normalen Stuhlgang. Ich bin vielleicht auch deshalb so gut über die Heil-Fasten-Tage gekommen, weil ich etwas länger geschlafen habe. Jetzt kann ich auch endlich mehr trinken als vorher. Es fällt mir leichter.


    Alles in allem eine sehr gute Sache. LG und Danke René Gräber!

  • Heilfasten mit über 65... ?

    Herr Gräber schreibt:


    “…
    habe Fastende begleitet, die wesentlich älter als 65 Jahre sind oder waren… Ich muss Ihnen sagen, dass ich… den Standard-Fastenplan fast immer modifiziert habe – je nach Beschwerden der Patienten….
    Es kommt also darauf an:
    a) Wie alt sind Sie und wie “vital” fühlen Sie sich?
    b) Wie viele Medikamente nehmen Sie ein?
    c) Wie viele “Diagnosen” gibt es bereits für Sie?
    d) Wieviele und welche Operationen hatten Sie?
    ...”


    Antwort zu
    a) ein paar über 70
    b) 50-100 mg ASS tgl. (Selbstmedikation, Prophylaxe...)
    c) keine
    d) keine


    Zur Vitalität: gut bis sehr gut


    Zu Fasten-Erahrungen: ja, seit mehren Jahrzehnten, wiederholt, Selbstkontrolle


    FRAGE:


    Welche Modifizierungen des Standard-Fastenplans sind empfehlenswert ?


    Dank & Gruß :)

    Danke & Liebe Grüße :) ,
    natur-heilfaster
    "Am Kompetentesten sind wir immer dann, wenn wir von unseren eigenen Erfahrungen sprechen."
    (Unbekannt)

    2 Mal editiert, zuletzt von bermibs ()

  • erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum [Blockierte Grafik: http://bermibs.de/privat/jpg/bilder/wink.gif]


    Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten, aber mir drängt sich bei deiner Liste eine Zwischenfrage auf.
    Warum nimmst du als Selbstmedikation ASS?


    Es gibt bei ASS nachgewiesenermaßen Langzeitnebenwirkungen mit zum Teil beträchtlichem Ausmaß. Ich nehme an, du nimmst es zum Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und als "Blutverdünner".
    Für all diese Probleme hält die Natur vieles bereit, was keine Nebenwirkungen hat.
    Liebe Grüße
    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Es gibt bei ASS nachgewiesenermaßen Langzeitnebenwirkungen mit zum Teil beträchtlichem Ausmaß.

    ...hält die Natur vieles bereit, was keine Nebenwirkungen hat.

    Hallo Bernd, danke!


    Danke auch für das "Herzlich willkommen" :-) !


    Zum ASS:
    Eine der wenigen Dauerabweichungen bei meinen jährlichen Untersuchungen ist das Cholesterin, das (angeblich oder tatsächlich) bei mir angeboren sein soll (Brüder und Schwestern dito; der behandelnde Arzt, ein Internist und hochangesehener
    Diabethologe, ging sehr ganzheitlich vor und fragte urspr. alles Mögliche ab, u.a. auch die Kerndaten meiner Geschwister und Eltern...).
    Dieser Arzt versuchte mich wiederholt mit Cholesterin-Senkern vertraut zu machen, die ich alle nicht so gut vertrug (> vegetativ bedingte Störmeldungen des Körpers) und dann stets wieder absetzte. In diesem Zusammenhang gab es dann auch die Arzt-Empfehlung "50 mg tgl. als Prophylaxe, nicht wirklich erforderlich, aber auch kein Schaden...").
    Dieser Arzt, inzw. pensioniert, der wissenschaftlich stets sehr, sehr up-to-date war/ sein wollte, ständig deswegen zu einschlägigen Ärztekongressen fuhr, auch ins Ausland, auch in Übersee, versicherte mir, daß er selbst ASS seit Jahrzehnten als Prophylaxe nimmt, und daß das seit langem das am meisten ausgetestete Medikament ist - jeweils "mit keinerlei bekannter Nebenwirkungen" (so seine Worte)...
    wir waren uns aber schließlich einig bei der Aussage eines Medizin-Spezilisten, den ich in Australien in einer Sendung hörte, bei der Anrufer anonym Fragen stellen konnten und dieser Medziner sofort im TV darauf antwortete, und wobei genau diese Frage, ob es richtig sei, dass es keine Nebenwirkungen beim ASS gäbe, gestellt wurde, und die Antwort dieses Mediziners kurz und knapp lautete: "There's no medication without side effects" ("Keine Medikation ohne Nebenwirkungen"): also eine gewisse Bestätigung deiner Aussage.


    Etwas anderes ist hier vielleicht noch interessant als Antwort auf Deine Frage - auf jeden Fall für mich von großer Bedeutung/ Wichtigkeit - ist:
    Ich verbrachte mehrere Wochen auf einer Studienreise in die USA, die uns u.a. auch für einige Zeit in die Rockies führte, auf mehrere Tausend m Höhe.
    Der Organisator und Studienleiter hatte dabei schon früh darauf aufmerksam gemacht/ stark empfohlen, zur Vorbereitung und während des Fluges und speziell während der Tage des Aufenthalts in den Rockies 3-400 mg ASS zu nehmen (Trombose-Prophylaxe, etc.)...
    ich tat das dann ebenfalls, und was mir dabei besonders auffiel, war, daß ich mich die ganze Zeit über a.o. wohl fühlte, sehr vital, etc. und vor allem stoffwechselmäßig *) keinerlei Probleme hatte, obwohl ich oft "schlechte" Nahrung zu mir nahm/ von dem was ich sollte, abwich, weil es in de Gruppe schwer anders möglich war, ohne zu sehr aus dem Rahmen zu fallen/ mich ständig dafür rechtfertigen und/ oder erklären zu müssen...
    als ich wieder zuhause war, dachte ich immer wieder darüber nach und versuchte zu erruieren, woran das gelegen haben könnte...
    schließlich blieb mir nur das ASS noch übrig als Erklärung: ich experimentierte damit und kam dann genau zu den gleichen Wohlfühlergebnissen/ positiven Stoffwechsel-Ergebnissen wie auf dieser Studienreise...


    so daß ich seitdem, je nach Stress-Situation (z.B. auf Reisen) etwas mehr oder etwas weniger ASS nehme, normal 50 mg tgl, bei mehr Stress (z.B. auch durch falsche Ernährung) 100 mg tgl...
    das einzige, was bei mir natürlich-bedingte und gleichwertig positive Effekte zeigt, ist das tgl. Drinken von 500 bis 1000 ml. 1,5%-Frischmilch (seit Jahrzehnten), weshalb ich beides zusammen versuche ein zu halten: es wirkt sich einfach extrem positiv bei mir aus!
    ( *) Ich will jetzt bewußt nicht im Detail auf das für mich hier zugrundeliegende, wichtige Thema "Stoffwechsel" eingehen,
    weil das jetzt hier den Rahmen sprengen würde.)


    FRAGE:


    Läßt Du (ist hier eigentlich das Du oder Sie oder beides üblich?) mich bitte wissen, was Du konkret meinst mit "natürlichen besseren Methoden/ Mitteln" ?


    Dank&Gruß

    Danke & Liebe Grüße :) ,
    natur-heilfaster
    "Am Kompetentesten sind wir immer dann, wenn wir von unseren eigenen Erfahrungen sprechen."
    (Unbekannt)

    2 Mal editiert, zuletzt von natur-heilfaster ()

  • hier in unserem "kleinen" Forum ist das "Du" eigentlich Usus. Du darfst natürlich auch das "Sie" verwenden. Ich lege darauf keinen Wert ;)


    Aspirin/ASS ist mit die "Volksdroge" Nr. 1. Die wenigsten bedenken dabei, dass als Langzeitnebenwirkung genau das eintreten kann, wovor sie sich schützen wollen: Arterienwandschädigungen, Blutungen, Blutarmut, Herzinfarkt, Schlaganfall, Magengeschwüre, Nieren- und Leberschäden, Unterzuckerung, Tinnitus, Sehstörungen, Allergien (Dr. Rath)


    Hier noch ein Aufsatz vom Vitalstoff-Journal: ASPIRIN - Medizin deines Lebens?


    Auch René hat dazu in Beiträgen geschrieben:
    Aspirin


    Gerade was die Gerinnung betrifft, sind Mikronährstoffe weitaus besser und grundsätzlich nebenwirkungsfrei. Hier sind zu nennen:
    - Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA
    - Vitamin C
    - Vitamin D
    - Vitamin E
    - Ginkgo-Extrakt
    - Nattokinase
    - Strophanthin
    - selektive Oxidantien, wie Grapefruitkern-Extrakt, Ozon-/Sauerstofftherapien, Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie (auch kolloidales Silber und MMS-Tropfen sind als "unnatürliche" Mittel möglich)
    Und das ist nicht alles, was die Natur zu bieten hat. Wir müssen halt von der Natur lernen und nicht umgekehrt, die Natur von uns. Das hat schon Hippokrates vor über 2000 Jahren weise und weitblickend festgestellt.


    Deine Feststellung, bessere Durchblutung = besseres Wohlbefinden ist schon richtig. Aber mit ASS kannst du irgendwann auch einen teuren Preis dafür bezahlen.
    Liebe Grüße
    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • DANKE Dir, sehr interessant, werde mich damit befassen...
    komme dann vielleicht noch einmal darauf zurück.
    Liebe Grüße!

    Danke & Liebe Grüße :) ,
    natur-heilfaster
    "Am Kompetentesten sind wir immer dann, wenn wir von unseren eigenen Erfahrungen sprechen."
    (Unbekannt)

  • Erst einmal Danke an Bernd, dass die Frage bezgl. ASS schon "abgeräumt" ist. Die hätte ich sonst auch noch stellen müssen :)


    Zu den "Vorgaben": Wer darf eigentlich Fasten, habe ich im Buch und auch auf der Webseite ja etwas geschrieben:


    http://www.gesund-heilfasten.de/wer_darf_nicht_fasten.html


    Die Altersgrenze habe ich mehr oder weniger "willkürlich" festgelegt. Ich weiß um die Problematik solcher Grenzen, aber wie so Vieles, soll es eine Art Richtschnur sein.


    Im Allgemeinen lässt der Stoffwechsel mit zunehmendem Alter nach und der Medikamentenkonsum, sowie die chronischen Befindlichkeitsstörungen nehmen zu. Wer eine Einschätzung dazu braucht schaue einmal in die 6-Phasen-Tabelle nach Reckeweg.


    Je weiter man nach rechts "fortgeschritten" ist, desto schwieriger wird es. Obwohl Fasten in vielen Fällen hilft, kann es dennoch einen Schuß nach hinten geben, wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt. Insofern spreche ich von diesen "Modifikationen". In manchen Fällen rate ich Patienten auch dazu erst einmal eine andere Therapie einzuleiten, die nicht so tiefgreifend ist und mit dem Fasten noch etwas zu warten.


    Ich würde im vorliegenden Fall dazu tendieren und meinen, dass keine Modifikationen nötig erscheinen.

  • @ Franz-Anton:
    DANKE dir! :-)


    @ René:
    Sehr interessant, diese 6-Phasen-Tabelle.
    DANKE auch Dir dafür! :-)


    Ich sehe mich bei 1, teilweise 2, wobei die Ausgangssituation bei mir eine Besondere ist:
    dieses "Besondere" wurde von einem sehr erfahrenen und m.E. begnadeten Heilpraktiker-Kollegen von Dir, vor nunmehr schon als 20 J., einmal als "angeborene, vererbbare leichte Niereninsuffizienz" bezeichnet, was schließlich die Ursache war für vorausgegangene, jahrzehntelange Übersäuerungserscheinungen mit vielen vegetativen Funktionsstörungs-Symptomen, die sich schon in der Kindheit unübersehbar zeigten, wurde deswegen sogar mal - im Alter von 19 !! - in eine 6-wöchige Kneippkur geschickt (Allerweltsdiagnose: "Vegetative Dystonie"; ich war danach nie wieder in einer Kur).
    Ich hatte vorher - über mehr als drei Jahrzehnte - alle denkbaren medizinischen Untersuchungen wegen meiner vielen funktionsbedingten/ stoffwechselbedingten Störungen gehabt - alle mit dem Endergebnis: "OB". Keiner der klassischen Medizinspezialisten konnte mit dem, was meine Lebensqualität und auch meine Leistungsfähigkeit zeitweise so sehr einschränkten, etwas anfangen.
    Ich wurde wegen dieses Umstandes sogar Dauerleistungssportler (bis zum Marathonlauf, lief 10 J. lang jeden Morgen vor dem Duschen 10 km, um besser dem beruflichen Alltag gewachsen zu sein/ weil ich merkte, wie gut das mir tat - jetzt hinsichtlich der von mir nicht erkannten/ von niemanden erkannten Dauer-Übersäuerung).
    Das einzige, was ich noch nicht getan hatte, aber plante, war eine 4-6-wöchige, stationäre Untersuchung in der Mayo-Klinik in Wiesbaden (eine Empfehlung des Leiters meiner BKK, dessen diszipl. Vorgesetzter ich seinerzeit war: "Danach wissen Sie, was mit Ihnen los ist!")...
    durch einen "Zufall" brachte in dieser Zeit meine Frau eine Empfehlung von einem Treffen mit und drängte mich sehr: vorher, also vor dem Mayo-Klinik-Besuch, vielleicht doch bitte einmal zu einem bestimmten Heilpraktiker zu gehen, der außerdem nur zwei Straßen entfernt von mir wohnte...
    ich war noch niemals vorher bei einem Hailpraktiker, konnte auch nicht viel damit anfangen (kannte das Thema nur als "schillernd", "undefinierbar", "angreifbar", etc.) aber da ich gerne Dinge austeste und damit experimentiere und dabei und auch sonst gerne viel dazu lerne, dachte ich "warum eigentlich nicht?"...
    ich bat im Vorzimmer des Heilpraktikers um eine Doppelzeiteinheit, bekam sie auch kurzfristig und ging hin...
    Dein Heilpraktiker-Kollege empfing mich mit kurzem Smalltalk, wir verstanden uns auf Anhieb prächtig, und schließlich sagte er dann wörtlich: "Sagen Sie mir noch nicht, weshalb Sie zu mir kommen..., ich bin Augendiagnostiker, untersuche sie mit folgenden Methoden..., sage Ihnen, was ich sehe, und erst danach sagen Sie mir, weshalb Sie zu mir gekommen sind"...
    das, was dieser Heilpraktiker mir dann als sein Untersuchungsergebnis vortrug, also was er in meinen Augen (sicherlich auch ganzheitlich hinsichtlich meines Erscheinungszustandes) sah, hatte eine 70-80 %ige Schnittmenge mit dem, was ich ihm anschließend zu erzählen hatte:
    es war unglaublich für mich: so., als ob er meinen "Fall" vorher schon - schwarz auf weiß - gelesen hätte.
    Ich schilderte Dir dieses Erlebnis, das Anfang 1990, mit über 50, mein Leben so sehr veränderte, übrigens ausführlich per Mail bei meiner Kontaktaufnahme mit Dir, und ich fasse deshalb jetzt das
    Ergebnis zusammen:
    Nach 6 Wochen hatte er mich wieder im Normalzustand, keine Übersäuerung mehr, _alle_ vegetativen Funktionsstörungen, die schrecklichsten davon: "akute Herzneurose-Erscheinungen, Typ B" (gem. dem dazu sehr bekannten Prof. Richter, dessen Veröffentlichungen ich komplett studiert habe) waren weg: natürlich war dann auch "Mayo" keine Thema mehr... (Richter kannte übrigens ebenfalls in allen seinen Beobachtungen und Studien das Thema Übersäuerung nicht; ich schrieb ihm dann später dazu ausführlich).
    es hat trotzdem bei mir noch viele Jahre gedauert, bis ich perfekt in der Lage war, meine Säure-Basen-Bilanz sicher zu stellen bzw. bei Bedarf fast wie "auf Knopfdruck" innerhalb 2-3 Tagen wieder her zu stellen.


    Also, das oben von mir erwähnte "Besondere" ist beim mir das Problem, SEHR schnell zu übersäuern, und wie ich dies verhindere, und wie ich dem begegne, wenn es einmal nicht verhindert werden konnte/ eingetreten ist.


    (Diesen Heilpraktiker habe ich anschließend übrigens sehr, sehr oft im Kollegenkreis und bei Klienten weiter empfohlen und dann nur Positives als Rückmeldung erhalten; man nennt das bekanntlich "aktive Vollreferenz", also wenn Dritte mich an Dritte von sich aus aktiv-lobend weiter empfehlen;
    außerdem habe ich mich anschließend viel mit der Kunst des alternativen Heilens beschäftigt, auch mit Deinen fachlich artverwandten ("geistigen") Heiler-Kollegen bzw. was dahinter steckt;
    es gibt übrigens die ersten klassischen Vollmediziner, die bedingt durch eigene gesundheitliche, nicht durch die klassische Medizin heilbare, gesundheitliche, große Tiefen und Lebenskrisen gegangen sind, die die Seiten danach wechselten und heute vorwiegend als Heilpraktiker oder Heiler praktizieren.)



    PS:
    Ich habe mich bewußt entschlossen, das hier jetzt einmal so zu schreiben wie geschehen - auch als persönlicher Erfahrungsbeitrag und als Lernprozess-Möglichkeit für andere interessierte Miforikerinnen und Mitforiker hier in diesem interessanten Forum gedacht.


    Liebe Grüße!

    Danke & Liebe Grüße :) ,
    natur-heilfaster
    "Am Kompetentesten sind wir immer dann, wenn wir von unseren eigenen Erfahrungen sprechen."
    (Unbekannt)

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  • Brustkrebs und Heilfasten

    Guten Tag alle in der Runde,


    ich bin 53 Jahre jung und musste mich vor 3 Jahren dem Brustkrebs stellen. Nach OP, der fiesen Chemoterapie, 36 Bestrahlungen und gleichzeitig 15 x Herceptin war mein Körper hinüber. Mein Herz wurde geschädigt und hatte nur noch 35 % Leistung. Man wollte mir einen Dephi einsetzen. Heute habe ich wieder 45 % und keinen Dephi. Eine Herz-Reha steht an, da mein Muskel (Herz-) richtig trainiert werden muss.
    Ich habe vor einer Woche mein 14tägiges Heilfasten nach Rene beendet. Trotz meiner Herzschwäche ging es mir fantastisch. Ich kann es jedem nur empfehlen. Ich habe richtig gemerkt, wie die "Schlacken" sich aus meinem Körper verabschiedet haben.
    Ich hatte vor Jahren das Fasten schon einmal ausprobiert und hatte gute Erinnerung daran. Das Heilfastenprogramm von Rene hat aber noch viel besser funktioniert. Danke. :thumbsup:
    Ich hatte in dieser Zeit keinerlei Schmerzen. :) Jetzt nach einer Woche (immer noch mäßiges Essen ohne Brot und Weißmehl) gehen die Schmerzen (Venen oder was auch immer) im linken Bein wieder los. Vor allem auf Arbeit beim vielen Sitzen. :(
    Ich habe schon wieder Sehnsucht zu Fasten. Kann ich es einfach nochmal tun?
    Vielleicht hat jemand dazu Erfahrungen.


    Schöne Grüße Marlen

  • Reihenfolge Heilfasten - Leber- und Gallenreinigung

    Im Sommer vorigen Jahres führte ich mein erstes Heilfasten nach der Anleitung von René Gräber durch. Es war für mich eine tolle und schöne Erfahrung und ich möchte es jetzt wiederholen, zur Reinigung des Körpers. Eine Leber- und Gallenreinigung möchte ich auch machen und es ergibt sich für mich die Frage: "Erst das Heilfasten und danach die Leber- Gallenreinigung (auch nach der Anleitung von R. Gräber) oder umgekehrt?"
    Vielleicht gibt es schon Erfahrungen und ich freue mich auf einen Austausch.


    Ein schönes Wochenende und freundliche :) Grüße
    Karin


  • Heilfasten

    hallo in die Runde,


    praktiziere jetzt schon das 3. Mal Heilfasten nach Rene. Fühle mich wirklich super während dieser Zeit, nur der erste Tag wird immer noch von Kopfschmerzen begleitet. Aber was total merkwürdig erscheint, ist die Tatsache, dass beim Abführtag immer später etwas "passiert". Heute beim dritten Mal ist noch gar nichts gekommen (13:10 Uhr). Liegt es vielleicht an der Mischung?
    68 kg = 17g Glaubersalz, 17g Bittersalz. Schon beim letzten Fasten tat sich lange Zeit gar nichts. Ich bin auch morgens noch ganz normal walken gewesen und die erste Entleerung kam dann irgendwann am späten Vormittag kurz vor 12:00 Uhr.


    Kennt jemand diese Symtomatik?
    Vielen Dank vorab für Eure Einschätzung.

  • Hallo Ihr Lieben!


    Erdimaus : Vielen Dank für Deinen Bericht und vor allem für Dein Vertrauen!


    reka : Das kommt ganz drauf an. Ich persönlich ziehe das Heilfasten vor. Die Leber-Galle-Reinigung würde ich deshalb lieber einige Wochen später folgen lassen. Zur Leberreinigung selbst habe ich hier geschrieben:
    http://www.gesund-heilfasten.de/leber/leberreinigung.html


    andyheimann : Zum Abführen: da würde ich in der Tat die Mischung etwas erhöhen. Und zu den Kopfschmerzen: Da rate ich mittlerweile dazu bereits früher mit den Einläufen zu beginnen. Idealerweise am Tag (wenn die Kopfschmerzen auftreten) sogar zu einem Kaffee-Einlauf.

  • Heilfasten könnte ich monatlich ;-)))

    Lieber Rene und Nettis,


    vielen Dank für die Antwort. Aber noch ein Thema, was mir beim Heilfasten passiert:


    Mir geht es ja wirklich super in den Tagen während des Fastens. Und am liebsten würde ich, sobald ich körperlich wieder etwas down bin, sofort wieder heilfasten. Aber das kann nicht richtig sein. Ich habe folgendes Problem: Nach dem Heilfasten stellt sich sehr schnell wieder ein Gefühl einer gewissen Trägkeit ein, einhergehend mit starken Blähungen und einem Heißhunger nach Süßem. Ich denke, da benötigt mein Darm Hilfe. Trotz der Flohsamen, die ja weiterhin putzen, benötigt der Darm vielleicht wieder einen konkreten Aufbau. Oder ist es doch Kaliummangel?


    Zur Ernährung: Überwiegend vegetarisch, gesund, selbstkochend ( :) ) und Vitamine als NEM.


    Für eine Einschätzung von Euch wäre ich sehr dankbar. Liebe Grüße und habt einen sonnigen Tag.