Offenbar spielt der Bluterguss in der Nähe des Sehzentrums noch eine Rolle. Beim Training verschlechtert sich die Sicht, und er sucht die richtige Balance zwischen Training und Ruhe. Offenbar schwillt der Bluterguss bei körperlicher Anstrengung noch an. Aber es geht deutlich aufwärts.
Botulismus, selten aber sehr gefährlich - Erfahrungen, Tipps und naturheilkundliche Möglichkeiten (Rekonvaleszenz - Nachbehandlung)
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Mein Sohn hat uns eine Sprachnachricht geschickt. Er kann trotz Tracheotomie mit Hilfe einer Logopädin sprechen. Es war noch mühsam, aber mit erkennbarer Stimme. Das ist ein großer Fortschritt und motiviert zu weiterem Training. Als nächstes wird er wohl in eine REHA-Klinik verlegt werden. Er soll nun eine PEG, eine Magensonde durch die Bauchdecke statt durch die Nase, bekommen. Auch das ist trotz des Eingriffs ein Stück Freiheit, da er sich selbst damit versorgen kann.
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Mit den besten weiteren Genesungswünschen für deinen Sohn.
Kleine Schritte führen auch zum Ziel.
Euch als Familie wünsche ich "ein gesundes und weniger aufregendes 2026".
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Vielen Dank, auch allen hier eine einigermaßen ruhige Silvesternacht und ein gutes neues Jahr!
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Ein Update zum Botulismus:
Mein Sohn ist noch immer im Krankenhaus. Es hat sich gezeigt, dass es zwei Ursachen gibt. Durch den Gehirnscan am ersten Tag im Krankenhaus wurde eine Anomalie gefunden. Die Anamnese befasste sich nun damit, statt den Botulismus gezielt zu behandeln. So wurden zwei Wochen verloren, in denen man evtl. noch mit Antitoxin weiter Schäden vermeiden hätte können. Die Nervenfunktionen kommen allmählich zurück, aber im Gehirn hat sich im Sehzentrum ein Tumor gezeigt, der schnell gewachsen ist. Deshalb wurde gestern eine Operation beschlossen, mit seiner Zustimmung und bereits heute durchgeführt. Sie verlief optimal in einem Bruchteil der geplanten Zeit. Der Tumor wurde total entfernt, aber das Sehzentrum für die linke Seite war bereits zerstört. Das Gesichtsfeld links ist also völlig weg. Meine Tochter ist jetzt bei ihm. Auf der Schreibtafel schrieb er „ich bin klar“ und „sehr glücklich“. Auf einem Foto lächelt er, muss aber eine Augenmaske tragen, da ein Fluoreszenzmittel verwendet wurde, das die Augen sehr lichtempfindlich macht. Ich bin auch sehr glücklich, weiß aber, dass moch ein sehr langer Weg ist, bis er wieder ein normales Leben führen kann. Der Gesichtfeldausfall wird bleiben, aber das Gehirn wird lernen, damit umzugehen.
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Es sieht so aus, als hätte sich die Sicht durch die OP sogar verbessert. Die nächsten Tage werden es zeigen.
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Liebe Locke,
ich drücke alle Daumen und sende Euch von Herzen viel Energie
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Liebe Locke, ich wünsche deinem Kind alles Gute. Aber das weißt Du ja.
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"Die Energie des Augenblicks ist das einzige, was zählt."
In diesem Sinn mit den besten weiteren Genesungswünschen und positiver Energie in eure Richtung sende.
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Ich danke euch! Er hat noch einen langen Weg vor sich. In aller Schwäche ist er erstaunlich stark. Er hat mit meiner Tochter alle finanziellen Fragen geregelt, sein Testament erneuert und veranlasst, dass in seinem Haus alles Nötige gemacht wird, Sicherung gegen Wasserschäden usw. Egal wie der Heilungsweg geht, darf er wegen der Gehirn-OP mindestens 3 Monate nicht Auto fahren. Aber das ist bis jetzt das kleinste Problem. Wegen der langen Untätigkeit schwinden die Muskeln und müssen später wieder aufgebaut werden. Nach der OP darf er 3 Tage nicht trainieren. Die Funktionen kehren nur sehr langsam zurück. Sein rechter Arm ist noch sehr schwach. Aber er kann wieder sein Handy bedienen, was lang nicht möglich war. Die Sprachkanüle soll er auch drei Tage nicht benützen, kann sich also nur mit Schreibtafel, Handzeichen und Handy verständigen.
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Drei Tage nach der OP geht es erstaunlich gut. Dass es sich um ein Glioblastom handelt, ist zwar eine niederschmetternde Diagnose, aber der Tumor war noch klein, wurde total erfasst, und mein Sohn war in guter körperlicher Verfassung vor dem Botulismus. Womöglich war der Botulismus die Chance, den Tumor rechtzeitig zu erkennen. Es gibt neue Therapien, und mein Sohn hat zugestimmt, an einer Studie teilzunehmen. Nachdem es ihn mit zwei schweren Krankheiten gleichzeitig getroffen hat, sollte Gott ihm doch jetzt ein bisschen beistehen. Ende November war er noch topfit. Nun ist er seit fast 7 Wochen pflegebedürftig im Krankenhaus.
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