Eine Leserin fragt mich:
"Hast du eine Idee? Ich schwitze so am Kopf und keiner weis wo es her kommt Sommer für Winter."
Ich meine:
Starkes Schwitzen am Kopf kommt gar nicht so selten vor, vor allem bei Damen im fortgeschrittenen Alter. Leider kann man aus der kurzen Frage nicht viel ableiten. Aber vielleicht beteiligt sich die Fragestellerin hier noch ![]()
Grundsätzlich würde ich ein paar Dinge abklären lassen, vor allem Schilddrüse, Blutzucker, Blutbild, Entzündungswerte, Leberwerte und die Medikamente, falls welche eingenommen werden. Auch hormonelle Umstellungen, Stress, vegetative Dysregulation, Histaminprobleme oder Kaffee können so etwas verstärken.
Es gibt aber tatsächlich Menschen, bei denen man trotz Abklärung nichts wirklich Auffälliges findet. Dann bleibt oft nur die nüchterne Feststellung: Die Schweißregulation läuft überaktiv, besonders im Kopfbereich.
In solchen Fällen versuche ich in der Praxis häufig, homöopathisch zu behandeln. Aber nicht nach dem Motto „Mittel gegen Kopfschwitzen“, sondern individuell: Wann tritt es auf? Eher nachts oder tagsüber? Bei Aufregung? Nach dem Essen? Mit Hitzegefühl? Mit rotem Kopf? Mit Erschöpfung? Gibt es Geruch, Kältegefühl, Herzklopfen, innere Unruhe?
Das sind die Punkte, die in der Homöopathie wichtig werden. Ohne diese Details wäre jede konkrete Mittelangabe eher geraten.
