Großes Blutbild

Bei einem großen Blutbild wird zusätzlich zu den Werten des kleinen Blutbilds die Aufteilung in die unterschiedlichen Leukozyten betrachtet. Man spricht deshalb von dem Differenzial-Blutbild.

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge 

Gemessen wir die Gesamtzahl der Granulozyten, wobei hier noch einmal zwischen den jungen Stadien (stabkernig) und den älteren Stadien (segmentkernig) unterschieden wird. Bei einer Entzündung sind mehr stabkernige Neutrophile zu finden als im Normalfall.

Eine Erhöhung der neutrophilen Granulozyten kann aber auch auf Stress, hohen Blutverlust oder bestimmte Medikamente zurückgeführt werden.

Bei Erkrankungen des Herzens oder Gefäßkrankheiten ist die Zahl ebenso erhöht wie nach Verbrennungen, Vergiftungen, vermehrter Zerstörung der Erythrozyten (Hämolyse) oder bei Autoimmunerkrankungen. Metastasenbildende bösartige Tumoren und eine Entartung Blutbildender Zellen erhöhen ebenfalls die Zahl dieser weißen Blutkörperchen.

Eine starke Verminderung der Neutrophilenzahl führt zu einer erhöhten Anfälligkeit gegen Infektionen. Die geringe Anzahl der Neutrophilen im Blut kann durch Infektionen – vor allem durch Viren und Einzeller, selten auch durch Bakterien – hervorgerufen werden. Knochenmarksschäden und bestimmte Autoimmunerkrankungen können ebenfalls in Betracht gezogen werden. Werden die Neutrophilen in verminderter Zahl gebildet, ist auch ein Vitamin-B12 -Mangel möglich. Bei Myelodysplasien kommt es zu Wachstums- und Reifungsstörungen aller Blutzellen.

Eosinophile sind vor allem durch Wurmbefall, aber auch bei einer Allergie vermehrt im Blut zu finden. Bei verschiedenen Autoimmunkrankheiten und Hauterkrankungen ist der Messwert ebenfalls erhöht. Einige Medikamente verstärken die Bildung der Eosinophilen ebenso wie bösartige Tumoren (Krebs) dies tun. Während der Genesung nach einer Infektion kann man ebenfalls vermehrt Eosinophile im Blut feststellen.

Bei einigen bösartigen Entartungen der Blutbildenden Zellen treten basophile Granulozyten vermehrt auf.

Die Monozyten sind vor allem während der Genesungsphase nach akuten Infektionen vermehrt im Blut anzutreffen. Bösartige Tumoren und Autoimmunerkrankungen erhöhen die Zahl der Monozyten ebenso wie die Infektion durch verschiedenste Viren, Bakterien und Parasiten.

Auch die Zahl der Lymphozyten wird im großen Blutbild untersucht.

weitere Themen: Bilirubin - Blutdruckwerte - Nierenwerte - Urinuntersuchung - FSH Blutwerte - Übersäuerung

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 31.07.2012 aktualisiert