Blutegel

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Blutegel-Therapie kann man als Sonderform des kleinen Aderlass betrachten, wobei der Blutegel (Hirudo officinalis)mit seinem Speichel noch bestimmte heilsame Enzyme in die Wunde abgibt.

Dazu zählen neben dem Hirudin noch ca. zehn weitere Stoffe wie z. B. Calin, Hyaluronidase und Eglin; diese wirken alle entzündungswidrig und hemmen die Blutgerinnung.

Bei diesen Beschwerden können Blutegel helfen:

  • Venenentzündungen
  • Krampfadern
  • Hämorrhoiden
  • akuter Gichtanfall
  • Furunkel
  • Glaukom (Grüner Star)
  • Bluthochdruck
  • Wundheilungsstörungen

Für die nahezu schmerzlose Blutegel-Behandlung braucht man viel Zeit, da die nach dem Abfallen der Egel die auftretende und erwünschte Nachblutung in der Praxis mit speziellen Saugverbänden versorgt wird. Der Blutverlust durch das ca. 10- bis 40-minütige schmerzfreie Saugen des Egels beträgt ca. 10 ml. Bei der Nachblutung treten 20 bis 100 ml aus. In sehr seltenen Fällen können allergische Reaktionen wie z. B. Juckreiz und Rötungen auftreten. Infektionen sind sehr selten, da die Egel für die medizinische Anwendung gezüchtet werden und nur einmal verwendet werden dürfen.

Lassen Sie Blutegel nur von dafür ausgebildeten Therapeuten setzen! Verboten ist diese Therapie bei erhöhter Blutungsbereitschaft (z. B. bei der Einnahme von blutgerinnungshemenden Medikamenten wie Marcumar oder der Einnahme von ASS), aber auch bei arteriellen und diabetischen Gefäßschäden.

 

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert