Schlechte Erfahrungen mit Flohsamenschalen?

  • Hallo zusammen,

    ich habe seit ein paar Wochen Probleme mit meiner Verdauung und überlege, Flohsamenschalen auszuprobieren. Hat jemand von euch schlechte Erfahrungen damit gemacht? Ich habe ein paar Bedenken gehört (und ausführlich gelesen - siehe unten) und würde gerne wissen, ob da was dran ist:

    • Magen-Darm-Beschwerden: Habt ihr nach der Einnahme Blähungen, Gasbildung oder Bauchschmerzen gehabt?
    • Verstopfung: Obwohl sie ja eigentlich gegen Verstopfung helfen sollen, habe ich gehört, dass sie das Gegenteil bewirken können, wenn man nicht genug trinkt. Stimmt das?
    • Allergische Reaktionen: Gab es bei jemandem allergische Reaktionen wie Hautausschlag oder Atemprobleme?
    • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Beeinflussen sie wirklich die Aufnahme bestimmter Medikamente? Wenn ja, wie habt ihr das gelöst?
    • Erstickungsgefahr: Ich habe gelesen, dass sie im Hals oder in der Speiseröhre quellen können, wenn man nicht genug Wasser dazu trinkt. Klingt ein bisschen beängstigend.
    • Elektrolytstörungen: Kann es wirklich zu Elektrolytstörungen kommen, wenn man sie übermäßig benutzt?

    Freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps!

    Lieben Gruß

    Renate n :)

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Ja, ich habe schon einige Erfahrungen mit den Flohsamenschalen gemacht.

    IMMER AUF BIO QUALITÄT ACHTEN!

    Habt ihr nach der Einnahme Blähungen, Gasbildung oder Bauchschmerzen gehabt?

    nein, definitiv nicht.

    Verstopfung: Obwohl sie ja eigentlich gegen Verstopfung helfen sollen, habe ich gehört, dass sie das Gegenteil bewirken können, wenn man nicht genug trinkt.

    Flohsamenschalen unterstützen sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall ganz gut.

    Flohsamenschalen müssen allerdings generell mit reichlich Wasser vermengt werden und nur so eingenomen, sonst gar nicht.

    Das heißt, 5 gr. Flohsamenschalen löse ich in 300 -400 ml. warmen Wasser.

    Gab es bei jemandem allergische Reaktionen wie Hautausschlag oder Atemprobleme?

    nein, von Flohsamenschalen absolut gar nichts davon.

    Beeinflussen sie wirklich die Aufnahme bestimmter Medikamente?

    Medikamente sollen nicht zusammen mit Flohsamenschalen, sondern mit paar Stunden Abstand eingenommen werden.

    Erstickungsgefahr: Ich habe gelesen, dass sie im Hals oder in der Speiseröhre quellen können, wenn man nicht genug Wasser dazu trinkt.

    Wie oben erwähnt, Flohsamenschalen müssen generell mit reichlich Wasser vermengt werden und erst dann getrunken.

    Flohsamenschalen sind auf keinem Fall dazu geeignet, um diese einfach so pur, sprich trocken zu essen. Das kann nicht gut ausgehen.

    Kann es wirklich zu Elektrolytstörungen kommen, wenn man sie übermäßig benutzt?

    Alles kann bei übermäßigem Verzehr zu Störungen führen. Die Dosis macht das Gift.

    Ich nutze über den Tag verteilt naturbelassenes Steinsalz. Nehme zusätzich Kaliumcitrat als Pulver (NEM), sowie Magnesium (Citrat, Malat, Bisglycinat) NEM.

    Reichlich Wasser trinken ist absolut lebenswichtig siehe Wasser als Heilmittel, bei Einnahme von Flohsamenschalen um so mehr.

    .

    Das Kollektive Bewusstsein - die maßgebende Kraft, die die Qualität unseres gesellschaftlichen Lebens bestimmt.
    Unsere Gedanken, Gefühle, Emotionen, Überzeugungen etc. fließen in das Kollektive Bewusstsein ein.
    Die Außenwelt ist ein Spiegel von uns selbst. Wollen wir im Außen etwas verändern, fangen wir bei uns selbst an.

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    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (21. Juli 2024 um 16:06)

  • Hatte Flohsamenschalen schon einmal probiert, ewig her, da hatte ich vor allem Blähungen und andere Magen-Darm-Beschwerden

    ich vertrage sie auch nicht bei meinem Reizdarm und hatte ähnliche Beschwerden wie du beschreibst.

    Sollte ich mal Verstopfung haben, nehme ich ne höhere Dosis Magnesium, dann klappt das schon.

    Und den Tipp habe ich mal von einer Diabetikerin bekommen.

    1 großen Eßl. Diabetikermarmelade zu sich nehmen und viel trinken.

    Oder Sauerkrautsaft erledigt das Problem auch.

    LG

    Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort.
    Dort treffen wir uns.
    "(Rumi)"

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber

  • Wie oben erwähnt, Flohsamenschalen müssen generell mit reichlich Wasser vermengt werden und erst dann getrunken.

    nicht nur mit Wasser nur vermengen und dann trinken, sondern soll mindestens 5 Minuten aufquellen., bevor man es trinkt. :)

    So kenne ich das.

    Und wer Durchfall hat, darf nicht soviel Wasser darauf trinken, sonst kommt man nämlich nicht mehr von der Schüssel runter. <X

    LG

    Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort.
    Dort treffen wir uns.
    "(Rumi)"

  • sondern soll mindestens 5 Minuten aufquellen., bevor man es trinkt.

    Ja, so ist es. Danke für die Ergänzung.

    Und wer Durchfall hat, darf nicht soviel Wasser darauf trinken

    Nicht nur aber insbesondere bei Durchfall handhabe ich es so, das ich reichlich trinke, weil der Körper bei Durchfall ja viel Flüssigkeit verliert.

    Durchfall sehe ich auch als eine Schutz-Reinigungsmaßname des Körpers, um sich den Schadstoffen/Patogenen etc. zu erledigen.

    Ein Flotter Otto ist insbesondere bei Vergiftung ein Segen. Das unterstütze ich mit Flüssigkeitszufuhr. Was raus will, soll auch raus. ^^

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  • Bei dem Thema bin ich auch gerade gelandet und ich habe mich lange damit beschäftigt.

    Flohsamenschalen sind im Grunde erst einmal nichts „Exotisches“, sondern lösliche Ballaststoffe – meist von Plantago ovata. Ich setze sie seit vielen Jahren bei Patienten ein, wenn es um träge Verdauung, Reizdarm oder auch um Stuhlregulation geht. Aber wie bei allem: richtig eingesetzt sind sie hilfreich, falsch eingesetzt machen sie Probleme.

    Ich gehe deine Punkte mal der Reihe nach durch. Einiges wurde ja schon beantwortet.

    Blähungen, Gasbildung, Bauchschmerzen: Ja, das kann am Anfang passieren. Flohsamenschalen werden im Dickdarm von Bakterien fermentiert. Wenn dein Darm bisher eher ballaststoffarm unterwegs war, reagieren die Darmbakterien erstmal mit „Party“. Mehr Gas, leichtes Grummeln.
    Mein Tipp: langsam einschleichen. Nicht gleich 1–2 Esslöffel, sondern mit 1 Teelöffel starten, 3–5 Tage dabei bleiben, dann steigern. Meist beruhigt sich das nach ein bis zwei Wochen.

    Verstopfung trotz Flohsamen: Das stimmt tatsächlich – wenn man zu wenig trinkt. Flohsamenschalen binden Wasser und quellen stark. Wenn im Darm zu wenig Flüssigkeit da ist, wird der Stuhl eher fester statt weicher. Faustregel: 1 Teelöffel Flohsamenschalen in mindestens 250 ml Wasser einrühren und direkt trinken – und im Verlauf des Tages insgesamt ausreichend Flüssigkeit (1,5–2 Liter, je nach Körpergröße).
    Dann wirken sie normalerweise stuhlregulierend – also weder stopfend noch abführend im klassischen Sinn, sondern ausgleichend.

    Allergische Reaktionen: Sehr selten, aber möglich. Vor allem bei Menschen, die beruflich viel mit Flohsamenstaub arbeiten, sind Allergien beschrieben. Bei normaler Einnahme im Haushalt habe ich das persönlich kaum erlebt. Wenn du nach der Einnahme Hautjucken, Atemnot oder starke Reaktionen bemerkst, natürlich sofort stoppen. Aber das ist die Ausnahme.

    Wechselwirkungen mit Medikamenten: Ja durchaus. Flohsamenschalen können die Aufnahme bestimmter Medikamente verzögern oder vermindern, weil sie die Passage im Darm beeinflussen und Wirkstoffe „mitbinden“ können. Meine Lösung: mindestens 1–2 Stunden Abstand zu Medikamenten halten. Besonders wichtig bei Schilddrüsenhormonen, bestimmten Antidepressiva oder auch Eisenpräparaten.

    Erstickungsgefahr: Flohsamenschalen quellen schnell, vor allem das Flohsamenschalenpulver. Daher dieses meiden und höchsten Flohsamenschalen nehmen! Aber auch die können wenn man die trocken schluckt oder mit zu wenig Flüssigkeit einnimmt im Rachen verklumpen. Das ist mir einmal passiert und nie wieder.
    Deshalb (!) immer in ausreichend Wasser einrühren, sofort trinken, bei Schluckstörungen lieber nicht verwenden

    Elektrolytstörungen: Bei normaler Dosierung sehe ich das nicht. Wie auch?? Flohsamenschalen wirken nicht wie Abführmittel, die vor allem Durchfall provozieren. Erst bei massivem Missbrauch über längere Zeit könnte es theoretisch zu Problemen kommen – aber das gilt für fast alles, was man übertreibt.