Anaphylaktischer Schock oder Allergieschock

Gefürchtet bei einer Allergie: ein anaphylaktischer Schock oder auch "Allergieschock"


von: René Gräber - Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Die häufigste Komplikation bei einer Allergie ist der Allergieschock oder anaphylaktischer Schock, der vor allem bei Typ-l-Allergien auftreten kann.

Dieser Allergieschock bedeutet stets Lebensgefahr!

Der anaphylaktische Schock ist die "maximale" Katastrophe bei einer Allergie. Dabei wird der gane Körper betroffen. Dazu reichen unter Umständen bereits ein Isektenstich oder nur eine "Haselnuss".

Rufen Sie sofort den Notarzt, wenn folgende Symptome nach Allergenkontakt auftreten:

• Zungenbrennen bzw. - schwellung Kribbeln in den Handinnenflächen
• Juckreiz, Hautrötung und Nesselausschlag
• Atemnot
• beschleunigter Herzschlag (Herzkrankheiten oder Herzrythmusstörungen)
• Blutdruckabfall
• Übelkeit und Erbrechen

Bei anaphylaktischen Reaktionen treten immer Juckreiz, Hautrötung (Flush) und eine Nesselsucht (Urtikaria) auf. In diesem Fall reicht es meist noch Antihistaminika zu geben.

Im Stadium zwei kommen Übelkeit (Nausea) und / oder Bauchkrämpfe dazu, sowie evtl Heiserkeit, Atemnot, beschleunigter Herzinfarkt, Blutdruckabfall und ein unregelmäßiger Herzschlag - Herzrythmusstörungen.

Im Stadium drei können Erbrechen, Stuhlgang (Kot), Durchfall, extreme Atemnot hinzukommen. In diesem Stadium befindet sich der Patient beeits im Schockzustand und Bedarf dringender notärtzlicher Hilfe.

Im Stadium vier kommt es zusätzlich zum Atemstillstand und / oder Herzstillstand.

Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie den Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes nicht allein.

Erste Hilfe-Maßnahmen bei einem anaphylaktischen Schock (Allergieschock) sind:

1. Diagnose: Ansprechbarkeit? Puls an der Halsschlagader, Atmung?

2. Patient flach lagern, Beine hoch legen oder halten

3. evtl. Atemwege freimachen

4. Hilfe holen

5. Falls Sauerstoffgerät vorhanden: Sauerstoff geben

6. Falls Notfallmedikamente vorhanden: Medikamente geben

Das Notfallmittel der Wahl ist das Adrenalin. In leichteren Fällen können Antihistaminika oder Cortison ausreichend sein.

Alle Patienten, die derart allergiegefährdet sind, sollten in Rücksprache mit Ihrem Arzt, Notfallmedikamente erhalten. Eine sinnvolle Notfallapotheke besteht aus einem Adrenalin-Autoinjektor, einem oralen Cortisonpräparat und einem Antihistaminikum.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet.

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