Der sogenannte "Allergieschock" (Anaphylaxie)

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Mit dem Begriff Allergie beschreibt die Medizin eine Unverträglichkeitsreaktion, die der Organismus zeigt, wenn er in Kontakt mit einem bestimmten Stoff (Allergen) kommt.

Dabei kann nahezu alles in unserer Umwelt (zum Beispiel Tiere, Nahrung, Staub) ein Auslöser für diese Reaktion sein. Die dadurch hervorgerufenen Symptome sind sehr vielfältig und nicht immer eindeutig zuzuordnen.

Die schwerste Form einer allergischen Reaktion ist der anaphylaktische Schock bzw. die Anaphylaxie (Allergieschock). Die hierbei in meist nur wenigen Sekunden ausgelösten Symptome können den gesamten Organismus betreffen und stellen einen lebensbedrohlichen Zustand dar, der ohne geeignete Therapie tödlich enden kann.

 

Verschiedene Stadien einer Allergieschocks

Anaphylaxie ist eine allergische Reaktion vom Soforttyp (= Typ-I-Allergie). Die bei Kontakt mit den auslösenden Substanzen sich zeigende Überreaktion oder Überempfindlichkeit tritt innerhalb kürzester Zeit in Erscheinung. Die Ursache liegt in unserem Immunsystem begründet, welches auf bestimmte Substanzen oder Stoffe aus der Umwelt mit heftigsten Symptomen reagiert. Das im menschlichen Organismus eingelagerte Histamin (Gewebshormon, welches Verschiedene Stadien einer Allergieschocks
Anaphylaxie ist eine allergische Reaktion vom Soforttyp (= Typ-I-Allergie). Die bei Kontakt mit den auslösenden Substanzen sich zeigende Überreaktion oder Überempfindlichkeit tritt innerhalb kürzester Zeit in Erscheinung. Die Ursache liegt in unserem Immunsystem begründet, welches auf bestimmte Substanzen oder Stoffe aus der Umwelt mit heftigsten Symptomen reagiert. Das im menschlichen Organismus eingelagerte Histamin (Gewebshormon, welches zum Beispiel bei Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle spielt) wird bei Kontakt mit einem Allergen in überdimensionalen Mengen ausgeschüttet. Dies führt zu einer Weitstellung von Gefäßen und erhöht nebenbei auch deren Permeabilität. Hierdurch wird u.a. vermehrt Wasser im Körper eingelagert, Blutdruck und Puls sinken, die Organe werden nur noch unzureichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt.

Erste Anzeichen dieser Reaktionskaskade (Grad I) sind, je nach Auslöser: Hautrötungen, ein kribbelndes Gefühl im Bereich des Mundes, der Zunge, an den Fingern und Handflächen sowie auf der Kopfhaut, Juckreiz, Bläschenbildungen (oder Quaddeln) im Kontaktareal, Hitzegefühl, Heiserkeit, Atembeschwerden, Kopfschmerzen sowie häufig auch Unruhe oder Angst. Nur kurze Zeit später kommt es zu klassischen Symptomen, die unter dem Schweregrad II zusammengefasst werden. Hierzu zählen Schwindel, Schweißausbruch, Übelkeit, Brechreiz, Bauchkrämpfe, Durchfall, Herzrasen und Atemnot (durch Schwellung der Atemwege).
Grad III einer Anaphylaxie beschreibt die (lebens-)bedrohliche allergische Reaktion. Neben den bereits erwähnten Anzeichen, die hierbei deutlich ausgeprägter in Erscheinung treten, kommt es zu Spastiken der Bronchialmuskulatur, Blutdruckabfall mit drohendem Kreislaufschock, einer Blaufärbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose, Unterversorgung der Gewebe mit Sauerstoff), einer zunehmenden Eintrübung des Bewusstseinszustandes (bis hin zur Bewusstlosigkeit) sowie Magenprobleme und Darmproblemen mit Anzeichen eines akuten Abdomens. Grad IV kennzeichnet das Organversagen mit Atem- und/oder Kreislaufstillstand.

Ursachen von Allergien

Nahezu alles, was sich im Umfeld eines Individuums befindet, kann allergische Reaktionen auslösen. Während ein Individuum keinerlei Anzeichen nach Kontakt mit einem vermeintlichen Allergen aufweist, kann es bei einem anderen Organismus zu weitreichenden Beschwerden kommen. Warum wir so unterschiedlich auf identische Erlebnisse wie z.B. einen Wespenstich reagieren, ist noch nicht in Gänze erforscht. Die Antwort liegt jedoch in unseren Genen und in unserem Immunsystem, welches im Verlauf des Lebens jeweils individuell an den jeweiligen Organismus angepasst bzw. ausgeprägt wird.

In der Medizin ist eine Unzahl an auslösenden Substanzen (Allergenen) bekannt. Und jedes dieser Allergene kann im Extremfall zu einer Anaphylaxie führen. Im täglichen Leben sind es vor allem Nahrungsmittel, die im Organismus zu verschiedensten Unverträglichkeitsreaktionen führen können. Hierzu zählen u.a. Nüsse, Steinobst, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Weizenmehl, Eier, Sellerie und Soja. Unter dem Sammelbegriff Insektengifte werden vor allem Stiche von Wespen, Hornissen oder Bienen zusammengefasst, die meist lokal begrenzte Reaktionen verursachen, bei einigen Individuen aber auch schwerste körperliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Anaphylaxien verursacht durch Pollen, Gräser, Tierhaar oder Hausstaub sind eher selten, jedoch durchaus in der Statistik verzeichnet.
Medikamente setzen sich aus einer Vielzahl an Inhaltsstoffen zusammen. Hier kann ein einzelner Wirkstoff bereits weitreichende Folgen haben. Besonders Antibiotika auf Penicillinbasis, Schmerzmittel (z.B. Aspirin), Impfstoffe, Kontrastmittel (z.B. für Röntgenaufnahmen) sowie jodhaltige Substanzen (u.a. Desinfektionsmittel) sind häufige Auslöser schwerer allergischer Symptome.

Das Notfallmittel der Wahl ist das Adrenalin. In leichteren Fällen können Antihistaminika oder Cortison ausreichend sein.
Der Notarzt wird, je nach Ausgangslage, ein Antihistaminikum sowie ein Glukokortikoid injizieren. Zusätzlich wird das Volumen angefüllt durch Infusionen. Die Gabe von Adrenalin bewirkt eine Engstellung der Gefäße und führt zu einem Blutdruckanstieg. Weitreichendere Sofortmaßnahmen werden dann notwendig, wenn auch die Atmung betroffen ist. Je nach Schwere können Asthmasprays und die Gabe von Sauerstoff über eine Mund-Nasen-Maske zu einer erleichterten Atmung führen. Bei einer Schwellung im Halsbereich ist u.U. die Beatmung über einen Trachealschnitt (Luftröhrenschnitt) angezeigt. Nach Stabilisierung des Allgemeinzustandes wird die betroffene Person zur weiteren Überwachung und Behandlung in eine Klinik überführt.

Nicht immer ist einer betroffenen Person bewusst, auf welche Stoffe sie allergisch reagiert. Die lebensbedrohliche Situation einer Anaphylaxie kann ohne Vorwarnung oder ohne jegliche zuvor erlebte allergische Reaktion in Erscheinung treten. In diesen Fällen ist die hohe Aufmerksamkeit und rasche Hilfsbereitschaft des Umfeldes von besonderer Bedeutung.

Vorbeugung / Prophylaxe

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten der Prophylaxe. Diese sind vor allem für Menschen mit Allergieneigung gedacht. Die Meidung der auslösenden Substanzen ist sehr wichtig. Im Alltag bedeutet dies auch eine ausreichende Informationsweitergabe an das Umfeld. Wichtig ist z.B. bei einem Aufenthalt im Krankenhaus, auf mögliche Allergene hinzuweisen, so dass das behandelnde Team der Klinik auf Ersatzprodukte ausweichen kann. Oder bei einem Essen im Restaurant sollten bekannte Unverträglichkeiten an das Personal weitergegeben werden.

Menschen, die unter schweren allergischen Symptomen leiden, können für den Hausgebrauch speziell auf sie abgestimmte Notfallsets in der Apotheke erwerben. Diese enthalten z.B. Injektionen und Sprays mit den gleichen Wirksubstanzen, die ein Notarzt im dringenden Fall einsetzen würde. Hierzu zählen ein Antihistaminikum, ein Kortisonpräparat und auch Adrenalin (welches in den Oberschenkel gespritzt werden muss).
 Eine weitere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung, die gerne von der „Schulmedizin“ angeboten wirde. Hierbei wird der betroffenen Person eine geringe Menge des allergieauslösenden Stoffes injiziert. Im Verlauf der meist mehrjährigen Therapie wird diese Dosis immer weiter erhöht, wodurch eine Gewöhnung des Immunsystems an diesen Stoff erzielt werden soll. Die Erfolgsrate ist sehr unterschiedlich.  Meine Meinung zu dieser Therapie finden Sie in meinem Beitrag: Hyposensibilisierung - Nein Danke!

Erste Anzeichen dieser Reaktionskaskade (Grad I) sind, je nach Auslöser: Hautrötungen, ein kribbelndes Gefühl im Bereich des Mundes, der Zunge, an den Fingern und Handflächen sowie auf der Kopfhaut, Juckreiz, Bläschenbildungen (oder Quaddeln) im Kontaktareal, Hitzegefühl, Heiserkeit, Atembeschwerden, Kopfschmerzen sowie häufig auch Unruhe oder Angst. Nur kurze Zeit später kommt es zu klassischen Symptomen, die unter dem Schweregrad II zusammengefasst werden. Hierzu zählen Schwindel, Schweißausbruch, Übelkeit, Brechreiz, Bauchkrämpfe, Durchfall, Herzrasen und Atemnot (durch Schwellung der Atemwege).
Grad III einer Anaphylaxie beschreibt die (lebens-)bedrohliche allergische Reaktion. Neben den bereits erwähnten Anzeichen, die hierbei deutlich ausgeprägter in Erscheinung treten, kommt es zu Spastiken der Bronchialmuskulatur, Blutdruckabfall mit drohendem Kreislaufschock, einer Blaufärbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose, Unterversorgung der Gewebe mit Sauerstoff), einer zunehmenden Eintrübung des Bewusstseinszustandes (bis hin zur Bewusstlosigkeit) sowie Magen- und Darmproblemen mit Anzeichen eines akuten Abdomens. Grad IV kennzeichnet das Organversagen mit Atem- und/oder Kreislaufstillstand.

Ursachen von Allergien

Nahezu alles, was sich im Umfeld eines Individuums befindet, kann allergische Reaktionen auslösen. Während ein Individuum keinerlei Anzeichen nach Kontakt mit einem vermeintlichen Allergen aufweist, kann es bei einem anderen Organismus zu weitreichenden Beschwerden kommen. Warum wir so unterschiedlich auf identische Erlebnisse wie z.B. einen Wespenstich reagieren, ist noch nicht in Gänze erforscht. Die Antwort liegt jedoch in unseren Genen und in unserem Immunsystem, welches im Verlauf des Lebens jeweils individuell an den jeweiligen Organismus angepasst bzw. ausgeprägt wird.

In der Medizin ist eine Unzahl an auslösenden Substanzen (Allergenen) bekannt. Und jedes dieser Allergene kann im Extremfall zu einer Anaphylaxie führen. Im täglichen Leben sind es vor allem Nahrungsmittel, die im Organismus zu verschiedensten Unverträglichkeitsreaktionen führen können. Hierzu zählen u.a. Nüsse, Steinobst, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Weizenmehl, Eier, Sellerie und Soja. Unter dem Sammelbegriff Insektengifte werden vor allem Stiche von Wespen, Hornissen oder Bienen zusammengefasst, die meist lokal begrenzte Reaktionen verursachen, bei einigen Individuen aber auch schwerste körperliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Anaphylaxien verursacht durch Pollen, Gräser, Tierhaar oder Hausstaub sind eher selten, jedoch durchaus in der Statistik verzeichnet.
Medikamente setzen sich aus einer Vielzahl an Inhaltsstoffen zusammen. Hier kann ein einzelner Wirkstoff bereits weitreichende Folgen haben. Besonders Antibiotika auf Penicillinbasis, Schmerzmittel (z.B. Aspirin), Impfstoffe, Kontrastmittel (z.B. für Röntgenaufnahmen) sowie jodhaltige Substanzen (u.a. Desinfektionsmittel) sind häufige Auslöser schwerer allergischer Symptome.

Latexprodukte können ebenfalls einen anaphylaktischen Schock verursachen. In sehr seltenen Fällen können auch bestimmte Bakterien in Verbindung mit einer Entzündungsreaktion des Körpers zu einem (allergisch bedingten) Organversagen führen.
Ein Allergieschock stellt immer eine lebensbedrohliche Situation dar, die (zur Vermeidung weitreichender Folgen) unverzüglich behandelt werden muss. Im täglichen Leben bedeutet dies, dass bei ersten Anzeichen ein Notarzt zu informieren ist. Wichtig ist die Bewusstseinslage der betroffenen Person. In eher seltenen Fällen reicht es schon aus, den auslösenden Faktor zu entfernen (z.B. bei Reaktionen auf Latex), um die Kreislaufsituation zu stabilisieren. Meist verliert die betroffene Person jedoch sehr rasch das Bewusstsein.

Erste Hilfe-Maßnahmen bei einem anaphylaktischen Schock (Allergieschock)

  1. Erste Maßnahme ist dann die Schocklagerung, bei der die bewusstlose Person auf dem Rücken liegt und die Beine (durch eine weitere Person) so hoch wie möglich in die Luft gehoben werden (verbessert unverzüglich den Blutrückstrom in den Körper zum Herzen hin).
  2. Maßnahme: Patient flach lagern, Beine hoch legen oder halten
  3. evtl. Atemwege freimachen
  4. Hilfe holen (Notarzt, Telefon 112)
  5. Falls Sauerstoffgerät vorhanden: Sauerstoff geben
  6. Falls Notfallmedikamente vorhanden: Medikamente geben

Das Notfallmittel der Wahl ist das Adrenalin. In leichteren Fällen können Antihistaminika oder Cortison ausreichend sein.

Der Notarzt wird, je nach Ausgangslage, ein Antihistaminikum sowie ein Glukokortikoid injizieren. Zusätzlich wird das Volumen angefüllt durch Infusionen. Die Gabe von Adrenalin bewirkt eine Engstellung der Gefäße und führt zu einem Blutdruckanstieg. Weitreichendere Sofortmaßnahmen werden dann notwendig, wenn auch die Atmung betroffen ist. Je nach Schwere können Asthmasprays und die Gabe von Sauerstoff über eine Mund-Nasen-Maske zu einer erleichterten Atmung führen. Bei einer Schwellung im Halsbereich ist u.U. die Beatmung über einen Trachealschnitt (Luftröhrenschnitt) angezeigt. Nach Stabilisierung des Allgemeinzustandes wird die betroffene Person zur weiteren Überwachung und Behandlung in eine Klinik überführt.

Nicht immer ist einer betroffenen Person bewusst, auf welche Stoffe sie allergisch reagiert. Die lebensbedrohliche Situation einer Anaphylaxie kann ohne Vorwarnung oder ohne jegliche zuvor erlebte allergische Reaktion in Erscheinung treten. In diesen Fällen ist die hohe Aufmerksamkeit und rasche Hilfsbereitschaft des Umfeldes von besonderer Bedeutung.

Vorbeugung / Prophylaxe

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten der Prophylaxe. Diese sind vor allem für Menschen mit Allergieneigung gedacht. Die Meidung der auslösenden Substanzen ist sehr wichtig. Im Alltag bedeutet dies auch eine ausreichende Informationsweitergabe an das Umfeld. Wichtig ist z.B. bei einem Aufenthalt im Krankenhaus, auf mögliche Allergene hinzuweisen, so dass das behandelnde Team der Klinik auf Ersatzprodukte ausweichen kann. Oder bei einem Essen im Restaurant sollten bekannte Unverträglichkeiten an das Personal weitergegeben werden.

Menschen, die unter schweren allergischen Symptomen leiden, können für den Hausgebrauch speziell auf sie abgestimmte Notfallsets in der Apotheke erwerben. Diese enthalten z.B. Injektionen und Sprays mit den gleichen Wirksubstanzen, die ein Notarzt im dringenden Fall einsetzen würde. Hierzu zählen ein Antihistaminikum, ein Kortisonpräparat und auch Adrenalin (welches in den Oberschenkel gespritzt werden muss).

Eine weitere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung, die gerne von der „Schulmedizin“ angeboten wirde. Hierbei wird der betroffenen Person eine geringe Menge des allergieauslösenden Stoffes injiziert. Im Verlauf der meist mehrjährigen Therapie wird diese Dosis immer weiter erhöht, wodurch eine Gewöhnung des Immunsystems an diesen Stoff erzielt werden soll. Die Erfolgsrate ist sehr unterschiedlich.  Meine Meinung zu dieser Therapie finden Sie in meinem Beitrag: Hyposensibilisierung - Nein Danke!

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.11.2015 aktualisiert