Granatapfelsaft - ein Quell wahrer Gesundheit?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Seit der Antike ist der Granatapfel als göttliche Frucht bekannt. Es wird als Obst als bewährte Naturmedizin geschätzt.

Gerade im Mittelmeerraum und im Vorderen Orient blickt diese Frucht auf eine lange Anbautradition und Esskultur zurück. In Großmutters Küche war Granatapfelsaft meist unter dem Namen "Grenadinesirup" bekannt, auch an der modernen Cocktailbar ist dieser ein schmackhafter Farbtusch in "Tequila Sunrise".

In heutiger Zeit erfreut sich der Granatapfel nicht nur in der Haute Cuisine als Zutat für Obst-oder Wildgerichte neuer Beliebtheit, sondern auch als ein wieder entdecktes, echtes Juwel aus der Schatzkammer von Mutter Natur:

Als natürliches Heilmittel bei einer Vielzahl schwerwiegender Krankheiten wie z.B. bestimmten Krebsformen, Arthritis, HIV-Infektionen u.a.

Denn zahlreiche Studien belegen mittlerweile die hohe antioxidative, sowie entzündungshemmende und positive Wirksamkeit von Granatapfelsaft bei regelmäßigem Genuss.

Durch seinen hohen Gehalt an bioaktiven Stoffen besitzt der Granatapfel sogar eine weitaus bessere Heilwirkung und Abwehrkraft gegenüber freien Radikalen, welche Körperzellen schwächen und altern lassen -als Rotwein oder Grüntee.

Die Entstehung von Arteriosklerose hängt stark mit dem oxidativen Stress in unseren Körperzellen zusammen. Verschiedene Studien konnten unter anderem die hervorragende antioxidative Wirkung des Granatapfelsaftes nachweisen (etwa http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10799367).

Bereits nach einer Woche zeigte sich ein durchschnittlich um neun Prozent verbesserter antioxidativer Schutz, wenn die Probanden täglich 60 ml Granatapfelsaft tranken. Nach einem Jahr steigerte sich der antioxidative Schutz sogar um 130 Prozent.

Während viele Heilmittel bei langanhaltendem und regelmäßigem Konsum ihre Wirkung verlieren oder doch beachtlich reduzieren, ist dies bei Granatapfelsaft nicht der Fall. Selbst nach dreijähriger kontinuierlicher Nutzung bleibt die Schutzfunktion erhalten.

Granatapfelsaft schützt dabei nicht nur vorbeugend vor Arteriosklerose. Ein Fachartikel beschreibt, dass sich eine bereits manifestierte Arteriosklerose bei regelmäßiger Einnahme des Saftes um bis zu 30 Prozent reduzieren kann (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15158307).

Ebenfalls erwies sich täglicher Trinkgenuss dieses Saftes gerade für Prostata-Krebspatienten als wahrer Gesundbrunnen:

Die Bildung des körpereigenen Krebsantigens PSA stieg bei regelmäßiger Gabe des Granatapfelextraktes wesentlich langsamer an als dies normalerweise der Fall ist (unter anderem in http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22689129 und http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16818701).

Die Forscher der letztgenannten Studie zeigen auf, dass Männer, die bereits wegen eines Prostatakrebses behandelt wurden, mit Granatapfelsaft das erneute Auftreten eines Tumors verzögern können. Sie sehen den Granatapfelextrakt als mögliche sanfte Alternative zu den heute üblichen Hormontherapien, die mit allerlei Nebenwirkungen einhergehen.

Bisher ist nicht bekannt, welche Substanzen des Granatapfels für die krebshemmende Wirkung verantwortlich sind. Weitere Forschungen sollen hierüber Aufschluss geben.

Desweiteren liegen Hinweise auf eine positive Wirksamkeit bei der Stabilisierung des Immunsystems bei Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs oder Hautkrebserkrankungen vor.

Granatapfelsaft wirkt durch seinen Vitaminreichtum an Kalzium, Vitamin C, Kalium und Eisen vielfach positiv auf krankheitsbedingt geschädigte Körperzellen: deren Vermehrung, Abwehrkraft und Funktion wird durch stetige, dauerhafte Einnahme (von drei Monaten bis zu einem Jahr) des Saftes nachweislich stabilisiert.

So konnte in wissenschaftlichen Studien sowohl eine Senkung von Bluthochdruck (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22648092 und http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21457902) wie auch des LDL-Cholesterinwertes genauso beobachtet werden, wie eine verbesserte Zirkulation des Blutes im Fall von Arteriosklerose oder sogar eine Stärkung des Herzmuskels bei Angina Pectoris.

Seit jeher wird dem Granatapfel eine fruchtbarkeitssteigernde Wirkung nachgesagt. Forscher, die dem „Volksglauben“ auf den Grund gehen wollten, stellten fest, dass dies zumindest bei männlichen Ratten wirklich der Fall ist: Nach sieben Wochen war die Spermienqualität (Menge, Beweglichkeit und Rate der normalgeformten Samenzellen) signifikant verbessert. Und auch die Testosteronspiegel der Tiere waren deutlich erhöht (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18222572).

Eine aktuelle Studie belegt die Steigerung des Testosteronspiegels auch bei Menschen. Sowohl Frauen als auch Männer reagierten mit einer enormen Erhöhung der Hormonkonzentration nach nur zweiwöchiger Einnahme.
(Al-Dujaili et al: Pomegranate juice intake enhances salivary testosterone levels and improves mood and well being in healthy men and women. Endocrine Abstracts, 2012,Ausgabe 28, Seite P313).

Der Testosteronspiegel wirkt sich unter anderem positiv auf den Muskelaufbau, auf die Spermienproduktion, die körperliche Leistungsfähigkeit und auf die Libido aus. Obwohl weitere Studien ausstehen, erhoffen sich beispielsweise Bodybuilder und Ausdauersportler viel von dem Granatapfelsaft. Denn dieser hat möglicherweise ähnliches Potential wie andere Testosteron-Booster, ist aber noch dazu frei von den sonst üblichen, teils erschreckenden Nebenwirkungen. 

Das Verwendungsgebiet von Granatapfel reicht vom Trockenextrakt in Dragees bis hin zum ungesüßten, puren Fruchtextrakt in Form von sogenanntem Muttersaft.

Durch seine beerenartige und eher holzige Beschaffenheit ist ein frischer Granatapfel jedoch nur mit einem gewissen Kniff zu verwenden und keineswegs wie eine beliebige Zitrusfrucht auspressbar.

Der Kauf von fertig abgefüllten Granatapfelsaftprodukten erspart hier in jedem Fall unnötigen Aufwand und Arbeit, gerade bei regelmäßigem Genuss.

Da der vitaminreiche, säuerlich aromatische Saft jedoch pur nicht jedermanns Geschmack ist, mag sich eine Verdünnung mit Mineralwasser oder der Kauf eines bereits gesüßten Granatapfelsaftprodukts anbieten.

Von der Wirkung her ist der Saft innerlich kühlend und erfrischend- somit gleichfalls ein gesundes und willkommenes Sommergetränk, von dem jedoch keinerlei unangenehme Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Im Gegenteil- Granatapfelsaft bedeutet Gesundheit und Vitaminreichtum im Glas und damit ein Plus an Lebensqualität und Vitalität im Alltag für jede/n.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 09.10.2012 aktualisiert