Heilerde
Heilerde wurde bereits in der Antike eingesetzt und hat auch noch heute in der Naturheilkunde
einen festen Platz, allerdings kann niemand mehr genau sagen, wann Heilerde als Heilmittel eingestzt wurde.
Bis heute wird als Heilerde eine von Adolf Just Anfang des letzten Jahrhunderts empfohlene spezielle Lehmart
genutzt: Löss.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Zur innerlichen Anwendung wird der Löss besonders fein gemahlen und hat deshalb eine große Oberfläche an
Mineralstoffen. So kann die Heilerde Gifte binden und Säuren puffern. Deshalb ist Heilerde
auch beliebt zu "Entgiftung".
Innerlich angewendet, wirkt die Heilerde bei:
Anwendung innerlich
Man trinkt im allgemeinen ein bis drei Teelöffel Heilerde, die man mit lauwarmem Wasser aufgerührt hat. Gurgeln
kann man übrigens mit Heilerde auch, dann reicht ein Teelöffel voll Erde in einem Viertelliter Wasser
aufgelöst.
Wenn Ihr Stuhlgang bei der Behandlung mit Heilerde im Laufe der Zeit eine dunkle, ja sogar schwarze Färbung
annimmt, brauchen Sie keine Angst zu haben. Bei der Einnahme von Heilerde ist ein dunklerer Stuhl normal.
Anwendung äußerlich
Falls Sie Heilerde äußerlich benutzen wollen, müssen Sie diese zunächst einmal mit warmem Wasser mischen, und
zwar so, dass ein dicker Brei entsteht. Der wird dann fingerdick auf die zu behandelnden Hautstellen aufgetragen
und mit einem Tuch bedeckt. Eine Variation hiervon: Man rührt stark verdünnt Heilerde zu einem flüssigen Brei an,
tränkt darin ein Tuch und legt dieses auf die zu behandelnden Stellen.
Die äußere Anwendung der Heilerde hat sich bewährt bei:
Stets kann die Heilerde so lange auf den zu behandelnden Körperstellen bleiben, bis sie völlig ausgetrocknet
ist.
Beim Fasten ist die Heilerde vor
allem innerlich angewendet hilfreich, da sie in der Lage ist verschiedene Endprodukte im Darm zu binden und zu
dessen "ordentlicher" Entleerung beizutragen. Aus diesem Grund ist Heilerde auch bei verschiedenen Darmreizungen beliebt.
Die genaue Wirkweise der Heilerde ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Wahrscheinlich kann sie
Stoffwechselprodukte der Darmbakterien binden und so eine gesunde Darmflora fördern. Dieser Beitrag wurde
letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert
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